Fragen und Antworten

für jeden Tag

 EINSICHTEN

Anregungen & Aufmunterungen eines buddhistischen Meisters

Von dem ehrwürdigen Meister Hsuan Hua  

 

Übersetzt und herausgegeben von der

Buddhist Text Translation Society

Dharma Realm Buddhist University

Dharma Realm Buddhist Association

 

Deutsche Übersetzung:

Verena Bogusch

 

Inhalt  

Ausgewähltes Vorwort

Biografie des Meisters Hsuan Hua

Buddhas und Boddhisattvas

Das Klosterleben

Vier Versammlungen

Das Laien Dasein

Meditation

Mantras

Karma

Beschwerden

Sexuelles Verlangen

Nichts zu leide tun

Vegetarismus

Die Praktik

Reines Land

 

 

Myriaden an Dharmas kehren zurück zu einem.

Deep valley* (Tiefes Tal) hört Brahmas Töne

Wie die lebenden Wesen das Leiden beenden

Und wirkliche Erleuchtung erlangen.

Tausend Türen sind nicht-dual.

Erhabene Spitzen rütteln uns wach aus verwirrten Träumen

Und sogar die, die keine geistige Übereinstimmung haben,

Erhalten Rettung und Bestätigung in Bodhi.

 

Vom ehrwürdigen Meister Hsuan Hua

*Ukiah Valley   

 

 

VORWORT

 

Die Art, in der der ehrwürdige Meister seine Schüler gelehrt hat, war unglaublich treffend, förderlich, scharfsinnig und verschmitzt zugleich. Manchmal verteilte er einen Klaps und wurde laut, ein anderes mal klopfte er einem ermunternt auf die Schulter. Manchmal zeigte er eine unerschöpfliche Güte, wie die einer Mutter. Manchmal rügte er einen sehr scharf, wie ein strenger Vater es tun würde.  

Im Allgemeinen war er fähig, die Lebewesen direkt zu erreichen durch eine Fülle an unterschiedlichen Ausdrucksarten und einem Einfühlungsvermögen, das ihm den Zugang schaffte hinweg aller Begebenheiten und Befindungen zu lehren, stets perfekt zugeschneidert auf die unterschiedlichen Neigungen.  

Wir Schüler schätzen es zutiefst, die persönliche Führung des Meisters erhalten zu haben und erinnern uns an seine Lehren, die alle Lebewesen mit groβer Güte betrachtet und ihre innewohnende Identität erkannt haben. Nahezu alle von uns Schülern haben die gleiche Erfahrung gemacht: das Getrenntsein vom Meister und doch seine Lehren in uns tragend, an uns haftend, so wie ein Schatten einer Form folgt. Und so kann es passieren, dass wenn wir morgens aufwachen und uns über etwas Gedanken machen, wir am gleichen Tag zum Mittagessen plötzlich aus der Luft heraus eine Antwort über die Audio-Aufzeichnungen des Meisters erhalten.  

Oder wir haben nutzlose Gedanken während des Tages und am selben Abend, beim Anhören der Audio-Aufzeichnung des Meisters, offenbart er uns unverscholten unsere irrsinnigen Gedanken. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, die Anzahl seiner Lehren zu zählen, die uns in einer Meister-Schüler-Beziehung über die Zeit hinweg auf so vielen unvorstellbaren Arten erreicht haben. Sogar noch jetzt, auch wenn der Meister nicht mehr physisch unter uns weilt, so fahren seine Lehren weiterhin fort, genauso wie es immer war.

 

Mondkalender 5.Monat, 10.Tag, 2001

Am 6. Gedenktag vom Nirvana des ehrwürdigen Meisters

 

 

Biografie des Meisters Hsuan Hua  

 

Der ehrwürdige Meister Hsuan Hua war auch bekannt als An Tse und To Lun.

Der Name Hsuan Hua wurde ihm übertragen als er die Überlieferung der Wei Yang Abstammungslinie der Chan Schule vom ehrwürdigen Alten Hsu Yun erhielt.  

Der ehrwürdige Meister Hua wurde 1918 in der Manchuria geboren. Er verliess sein Zuhause im Alter von 19 um Mönch zu werden. Nach dem Tod seiner Mutter, lebte er aus einem Akt kindlichem Respektes heraus für drei Jahre in einer winzigen strohgedeckten Hütte neben ihrer Grabstätte. Während dieser Zeit übte er Meditation und studierte die Lehre Buddhas. Zu seinen vielen Praktiken gehörte es, nur eine Mahlzeit während des Tages zu essen und zwar zu Mittag und sich niemals hinzulegen während des Schlafens.  

Er führte diverse Reinigungsrituale durch und reiste, um mit vielzähligen bedeutenden und tugendhaften Mönchen zu studieren, wie dem ehrwürdigen Älteren Hsu Yun. 1948 kam der Meister in Hong Kong an, wo er die Buddhistische Vortrags Halle und andere Klöster gründete. 1962 brachte er den Wahren Dharma nach Amerika und in den Westen, wo er ausgedehnte Vorträge über die Hauptwerke des Mahayana Buddhismus Kanon hielt. Mehr als 10.000 Vorträge gebend, war er die erste Person, (=Mit mehr als zehntausend Vorträge war er die erste Person), die den Dreifachen Juwelen in den Vereinigten Staaten etablierte. Über die Jahre hat der Meister die Dharma Realm Buddhist Association (DRBA) und seine zahlreichen angegliederten Klöster und Zentren ins Leben gerufen. Er hat westliche sowie auch asiatische Schüler gelehrt, den Dharma im täglichen Leben umzusetzen. Er hat seinen Schülern auch beigebracht, den Kanon zu übersetzen und hat Bildungseinrichtungen aufgebaut. Er begleitete die Sangha Mitglieder der DRBA Klöster um wirklich zu praktizieren und den Buddhadharma aufrecht zu erhalten.  

Der Meister ist am 7. Juni 1995 in Los Angeles, USA, verschieden und hat dadurch viele Menschen in der ganzen Welt durch den plötzlichen Untergang der Sonne der Weisheit in Trauer gestürzt. Auch wenn er nicht mehr unter uns verweilt, wird uns sein erwachtes Wesen immer in Erinnerung bleiben. Sein ganzes Leben hindurch arbeitete er selbstlos und energisch um den Menschen der ganzen Welt und allen Lebewesen zugute zu kommen. Seine Weisheit und sein Mitgefühl inspirierten viele, ihre Fehler zu korrigieren und tugendhafte Leben zu führen.  

Hier bringen wir den Vers des Bettelmönchs von Chang Bai mit ein, geschrieben von dem ehrwürdigen Meister, der für uns alle als Beispiel zum Nacheifern zugute kommen soll.  

Der Bettelmönch von Chang Bai war einfach und ehrlich in seiner Natur.

Sein Wunsch war es immerzu, anderen zu helfen und sie zu unterstützen.

Sich selbst vergessend für den Willen des Dharma,

War er dazu bereit, sein Leben zu opfern.

Medizin entsprechend der Krankheiten verteilend,

Bat er sein eigenes Fleisch und seine eigenen Knochen an.

Sein Gelübde: Eins zu werden mit Millionen von Wesen.

Seine Praktik: Raum zu gewähren indem er sich in unermesslicher Zahl mit denen zusammen tut, die anderes Potenzial haben, ohne auf Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart zu achten, und ohne Unterscheidung von Nord, Süd, Ost oder West.

 

 

BUDDHAS & BODDHISATTVAS  

 

F: Bodhisattvas sind Praktizierende auf dem Weg, Buddhas zu werden. Guanshiyin Bodhisattva ist ein Bodhisattva, während Shakyamuni Buddha schon zu einem Buddha geworden ist. Also warum ist es dann so, dass uns die „Universal Door Chapter“vorschlägt, mehr den Namen “Namo Guanshiyin Bodhisattva” zu rezitieren und weniger “Namo Fundamental Teacher Shakyamuni Buddha”? Wir sollten doch mehr von dem Buddha lernen!  

A: Wenn Du “Fundamental Teacher Shakyamuni Buddha” rezitieren willst, kannst du das tun, auch wenn ein Text dir vorschlägt es weniger zu tun [Shakyamuni Buddha hat die “Universal Door Chapter” ““„“vorgetragen]. Wenn du nicht “Guanshiyin Bodhisattva” rezitieren magst, kannst du das weniger tun, auch wenn der Text sagt, dass du mehr rezitieren sollst.  

 

F: Ist es nicht erbärmlich für Bodhisattvas ständig Lebewesen zu retten, Leben für Leben?  

A: Auch wenn wir keine Bodhisattvas sind, wollen wir doch den Weg der Bodhisattvas erlernen. Wir werden nicht mehr jämmerlich sein, sobald wir erst mal den Weg realisiert haben. Dann werden Menschen nichts anderes für uns darstellen als fotografische Abbilder.  

 

F: Es gibt drei Weise im westlichen Land der ultimativen Glückseligkeit und doch wird nicht viel Wert auf Great Strength Bodhisattva gelegt. Hat dieser Bodhisattva weniger mit uns zu tun?  

A: Die Menschen haben nicht viel Seelenverwandschaft mit Great Strength Bodhisattva. Guanshiyin Bodhisattva ist überaus mitfühlend, während Great Strength Bodhisattva sehr mächtig ist. Die groβe Erde bebt in sechs verschiedenen Arten wenn er einen seiner Arme oder Beine bewegt, also haben die Menschen Angst in seiner Nähe zu sein. Menschen in der Saha Welt haben Angst vor Erdbeben, also haben sie Angst vor Great Strength Bodhisattva.  

 

F: Gibt es kein Erdbeben mehr, wenn wir jeden Tag den Namen von Great Strength Bodhisattva rezitieren?  

A: Es wäre eine unaufrichtige Bindung unsererseits wenn wir jeden Tag den Namen Great Strength Bodhisattva rezitieren würden. Ob die Erde bebt oder nicht, hängt nicht davon ab, ob wir seinen Namen rezitieren oder nicht. Erbeben treten aufgrund jedermanns Karma auf und nicht wegen der übernatürlichen Kräfte von Great Strength Bodhisattva. Great Strength Bodhisattva mag vielleicht die Erde auf sechs verschiedene Arten zum Beben bringen, mit einer Bewegung seines Armes oder Beines, aber er verletzt keine Lebewesen.

 

F: Hat das Mudra von Guanshiyin Bodhisattva etwas mit dem Passwort des Universums zu tun?  

A: Ich verstehe weder das Passwort des Universums, noch verstehe ich Guanshiyin Bodhisattvas Mudra. Ich kann dir deine Frage nicht beantworten.  

 

F: Meister, wie sollen wir für Regen in San Francisco beten, es ist schon so lange eine Trockenzeit? 

A: Rezitiere den Namen von Guanshiyin Bodhisattva.  

 

F: Manche Leute sagen, dass der Dharma Meister Yinguang eine Transformation des Great Strength Bodhisattvas sei. Stimmt das?  

A: Das ist eine Behauptung von Wichtigtuern. Wissen die Leute, die das behaupten denn wirklich? Es ist wohl eher eine Spekulation die von ihrer Fantasie herrührt. Sie haben nichts besseres zu tun also geben sie sich als der Onkel-Allwissend aus:”Oh, er ist ja eigentlich Amitabha Buddha; er ist eigentlich Great Strength Bodhisattva; und er ist eigentlich Guanshiyin Bodhisattva.” Welche Art von Beweis haben sie? Ihr sogenannter Beweis ist nicht mal ein Beweis, jeder kann der Transformations-Körper eines jeden anderen sein. Gewöhnliche Menschen können die Ebene eines Bodhisattvas nicht ergründen.  

 

F: Sind wir Guanshiyin Bodhisattvas Brüder? Aber Guanshiyin Bodhisattva ist doch ein Heiliger, wobei wir nur gewöhnliche Menschen sind. Wie können also gewöhnliche Menschen Brüder von Heiligen sein?  

A: Deine Denkweise geht mit der gewöhnlicher Menschen einher, da du noch nicht tief genug in den Schatz der Sutra eingetaucht bist und dein Wissen daher nicht so tief ist wie der Ozean. Die Avatamsaka Sutra sagt: ”Der Bodhisattva kontempliert’. Seit Anbeginn der Zeit war ich Bruder, Elternteil, Schwester und Ehepartner für die Lebewesen’”. Du glaubst es nicht, weil du die Grundsätze der Avatamsaka Sutra nicht verstehst. Weitergehend sieht nicht nur ein Bodhisattva Lebewesen in diesem Licht, auch Buddha sieht jeden Mann als seinen Vater und jede Frau als seine Mutter an. Da Buddha Lebewesen als seine Eltern ansieht, warum sollte es dann ungewöhnlich sein, wenn ich sage, dass Guanshiyin Bodhisattva Lebewesen als seine Brüder und Schwestern betrachtet?  

 

F: Warum sagt der Meister den Leuten dauernd, dass sie den Namen Guanshiyin Bodhisattva rezitieren sollen?  

A: Weil die Dämonen angefangen haben, die Herrschaft an sich zu reissen, während der Dharma geschwächt wird in dieser Dharma-endenden Zeit. Aber Guanshiyin Boddhisattva hat ein groβes versprechen Versprechen gegeben, alle Lebewesen, die Güte und Mitgefühl haben, zu retten.  

 

F: Wie werden wir zu guten orthodoxen Buddhisten?  

A: Rezitiert den Namen Guanshiyin Bodhisattva gewissenhaft.  

 

F: Wenn Guanshiyin Boddhisattva alle Lebewesen rettet, warum sind dann noch so viele übrig?  

A: Bodhisattvas retten die Lebewesen mit denen sie eine geistige Verbindung haben.  

 

F: Soll ich mich darauf konzentrieren den Namen Guanshiyin Bodhisattva zu rezitieren oder den von Amitabha Buddha, oder beide?  

A: Wenn es dir Freude bringt Guanshiyin Bodhisattvas Namen zu rezitieren, dann hast du eine Seelenverbindung zu Guanshiyin Bodhisattva. Wenn du gerne den Namen Amitabha Buddha rezitierst, dann wird dich Amitabha Buddha Willkommen heiβen. Es ist auf jeden Fall besser einen der beiden Namen zu rezitieren, als gar keinen. Ich mache mir nur Sorgen, dass du rezitierst und rezitierst und dabei Guanyin Bodhisattva und Amitabha Buddha vergisst. Mir scheint, Bodhisattvas haben meistens nicht viel zu tun, also sehen sie sich nach Jobs um, die sie für Lebewesen verrichten können. Sie haben kein Geld für dich, also sagen sie dir, den Namen Buddhas zu rezitieren. Auf diese Art verschwenden sie kein Geld und du verschwendest nicht deine Energie. Das ist eine Art und Weise auf die Bodhisattvas Lebewesen retten.  

 

F: Das Guanshiyin Bodhisattva Abbild, das ich zuhause habe schaut in Richtung eines groβen Pfosten. Bringt das Unglück?  

A: Fühlt sich ein Bodhisattva überhaupt unbehaglich? Gibt es irgendetwas das nicht gut für einen Bodhisattva wäre?  

 

F: Mein Enkel ist im Krankenhaus. Er befindet sich auf der Schwelle des Todes. Was sol lich tun?  

A: Rezitiere den Namen Guanshiyin Bodhisattva.  

 

 

KLOSTERLEBEN

 

F: Was denkt der ehrwürdige Meister darüber Klöster zu bauen?  

A: Es ist besser Menschen aufzubauen als Klöster; es ist besser Buddhas aufzubauen als Menschen. Es ist eine Verschwendung, ein Kloster zu bauen, das nicht gut bewacht und gepflegt wird. Ich bin nicht dagegen Klöster zu bauen. Ich sage die Wahrheit. Ich befürworte dein Bauen eines groβen Klosters. Ich missbillige das Bauen kleiner Viharas. Ich baue kleine Viharas[1] aus um groβe Klöster zu bauen. Ich baue dort Klöster, wo es keine gibt.  

 

F: Meister, was denkst du über Geistliche, die in die Politik gehen? Ist es deiner Meinung nach angebracht für Geistliche in die Politik zu gehen?  

A: Geistliche können keine Politiker sein. Menschen, die Politiker sein wollen, sollten nicht Mönch oder Nonne werden. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.  

 

F: Viele Mönche beherrschen die Kunst des Kampfsports, wie manche aus den Shaolin Klöstern. Warum müssen sie Kampfsport erlernen?  

A: Das war ein brauchbares Hilfsmittel, das der Patriarch Bodhidharma nutzte, als er nach China reiste. Mönche schlafen nach ihrer Mahlzeit, wenn sie nichts anderes zu tun haben. Sie praktizieren nicht. Also liess der Patriarch Bodhidharma sie in ihre Fähigkeiten des Kampfsports verbessern, damit sie ihre Körper stärkten nachdem sie gegessen haben. Das war zum Wohle ihrer persönlichen Kultivierung.  

 

F: Befürwortet es der Meister, nur eine Mahlzeit am Tag zu essen?  

A: Ich muntere nicht dazu auf. Meine Klosterschüler dürfen nur eine Mahlzeit am Tag essen. Aber die Dinge laufen angenehmer für diejenigen, die über 60 Jahre alt sind, was ich gut finde. Für junge Klosterschüler, die mit mir lernen, ist es die erste Vorraussetzung, eine Mahlzeit am Tag zu sich zu nehmen.  

 

F: Warum hören wir so gut wie nichts über die Kultivierung von Bhikshunis, die bis zur Stufe wahrer Erfüllung oder Bodhisattvaschaft gelangen?  

A: Der Leichnam von BhikshuniWujingzang (Grenzenloser Schatz) [der zur Tang Dynastie gelebt hat 700v.Ch.] des Nanhua Klosters ist jetzt immer noch in gutem Zustand. Wie in der Lotus Sutra berichtet steht, hat das Drachen Mädchen dem Buddha ihre 9 Perlen geschenkt und im selben Moment Buddhaschaft erlangt. Hast du davon nicht gehört? Du solltest mehr buddhistische Bücher lesen. Ich kritisiere dich nicht, aber du hast wenig Information.  

 

F: Wir müssen der Buddhist Academy beitreten bevor wir ins Klosterleben eintreten wollen, stimmt das?  

A: Du kannst der Buddhist Academy beitreten, wenn du das willst. Wenn du der Buddhist Academy nicht beitreten willst, dann musst du das nicht tun. Das steht nicht in Stein gemeiselt.  

 

Schüler: Wenn Klosterschüler genau wie Durchschnittsmenschen drei Mahlzeiten am Tag essen könnten, dann würden viel mehr Menschen Mönch oder Nonne werden.  

A: Wir verlassen nicht das normale Leben, um es uns gut gehen zu lassen. Wir leiden viel mehr nach dem Tod, wenn wir es uns jetzt zu gut gehen lassen.  

 

F: Warum kehren manche Mönche und Nonnen zurück ins Laiendasein?  

A: Weil sie Schmeicheleien geniessen.  

 

F: Warum sind manche Menschen unverantwortlich und machen sich aus dem Staub, wenn es darum geht Arbeiten im Kloster zu verrichten?  

A: Sie haben an ihrer Verantwortungslosigkeit zu knabbern.  

 

F: Buddha hat gelehrt, dass wir anderen dienen sollen. Geht es nicht etwas entgegen dieser Lehre, weil Klosterschüler, die in Klöstern praktizieren, ja scheinbar wenig Kontakt haben mit der Auβenwelt?  

A: Das Böse und das Unheil dieser Welt, werden durch Gier und Anhaftung hervorgerufen. Der Buddhadarma warnt uns vor Gier und Anhaftung und leitet die Menschen dazu an, ihren Geist und ihre Herzen zu reinigen und zu läutern, so dass sie sich wünschen frei zu kommen und anderen dazu verhelfen frei zu sein. Es geht darum, sich selbst und anderen zu helfen und zwar sofort. Es ist ein passiver Weg sich und anderen sofort zu helfen. Das Irdische zu verabscheuen, ist die Inspiration in das Irdische einzutreten. Der Grund das Irdische zu transzendieren, ist in das Irdische zu gelangen. Wenn wir wahre Praktizierende sein wollen, müssen wir uns für immer von unseren eigenen Interessen abwenden und uns in die Richtung der Mahayana Idee der Boddhisattvas bewegen. Das Leben der Laien ist voller Trübsal und Kämpfen. Wenn euch das gefällt, nur zu!  

 

Ehrwürdiger Meister: Bist du schon lange eine Nonne? Was hast du hier in der Stadt der 10.000 Buddhas gemacht? Welche Sutra kannst du vortragen?  

Schülerin: Ich habe mich mehr auf die Arbeit konzentriert und habe das Studieren der Sutras vernachlässigt.

 

Ehrwürdiger Meister: Welche Art von Arbeit?  

Schülerin: Ich mag es zu putzen und Arbeiten zu organisieren.

 

Ehrwürdiger Meister: Das kannst du nicht machen. Du weisst nur wie du im Auβen reinigst, aber innerlich hast du ein solches Durcheinander. Du hast keine wirkliche Praktik. Warum hast du so viele unaufrichtigen Gedanken?  

 

F: Meister, wie können wir die kleinen Shramaneras (Novizen) richtig lehren?  

A: Macht ihnen klar, nicht wieder zurück ins Laiendasein zurück zu kehren.  

 

F: Warum müssen wir Gemüse anbauen?  

A: Damit wir nicht auf die Spenden von Auβenstehenden angewiesen sind. Wir können versuchen für uns selbst zu sorgen. Die Früchte, die wir selbst ernten, sind ausgesprochen süss. All das Land, das ich bewirtschafte, muss genutzt werden, damit die Wurzeln des Buddhismus tief in die Erde dieses Landes wachsen.  

 

F: Ich bin so beschäftigt mit Arbeiten, dass ich für nichts anderes mehr Zeit habe. Man schelltet mich. Ich scheine das Karma, mit dem ich gerade konfrontiert werde, nicht zu überleben. Ich möchte zurück ins Laiendasein kehren. Kann der ehrwürdige Meister mir bitte helfen?  

A: Niemand kann dir helfen. Eine Klosterregel besagt, dass wir niemanden davon abhalten, der zurück ins Laiendasein geht. Wie kannst du praktizieren, wenn du nicht einmal das aushälst?  

 

F: Wie sollen wir Gäste von auβerhalb empfangen, die über Nacht bleiben wollen?  

A: Eine der Regeln von einem typischen chinesischen Klosters besagt, dass jeglicher Auβenseiter, egal von wo er kommt, seine persönlichen Sachen in einem Aufbewahrungsraum auβerhalb des Gästehauses lassen muss. Egal wie beschäftigt ihr seid, zwei Leute müssen das Gepäck am ersten Tag entgegennehmen. Sie können sich nicht erst einen Tag später um das Gepäck kümmern. Jeder muss sein Gepäck so aufbewahren, dass er es sehen kann, damit Verbrecher und Diebe nicht ermutigt werden. Ihr wisst das nicht, weil ihr nie in einem groβen Kloster gelebt habt.

 

F: Welche Kriterien sind ausschlaggebend für die Wahl eines Abtes? 

A: Das erste Kriterium: kein Temperament zu haben. Er muss Menschen gut behandeln und muss gemocht werden. Er benutzt seine Macht nicht um andere zu unterdrücken; er ist demokratisch, die Leute verrichten ihre Dinge aus Respekt ihm gegenüber.  

 

F: Der Christbaum ist gestohlen worden (6.Oktober 1993), am Dienstag (14.Oktober) ist Geld aus der Spendenbox in der Buddhahalle geklaut worden, und drei junge Männer wollten die Buddhastatue in der Langes-Leben-Halle stehlen…  

A: Groβe Klöster benötigen Aufsichtspersonal. Zwei Leute müssen die komplette Stadt der 10.000 Buddhas überwachen. Macht eine Ansage an alle, dass zwei Leute während des Mittagessens drauβen Aufsicht halten müssen. Wenn irgendwer ungewöhnliches Verhalten oder ungewöhnliche Umstände wahrnimmt, muss er Initiative ergreifen und beim sehen verdächtiger Charaktere oder Fahrzeuge Fragen stellen: Warum sind Sie hier? Haben Sie sich am Haupteingang registrieren lassen? Haben Sie alle notwendigen Papiere ausgefüllt, um übernachten zu können? Fahrzeuge bedürfen eines Erlaubnisscheins.  

 

F: Welche Art der Praktik werden wir ausführen, wenn wir Mönche bzw. Nonnen werden?  

A: Die Praktik, geduldig mit Demütigungen umzugehen.  

 

F: Wie viele Melodien sollen wir für die gesungene Buβe benutzen?  

A: Es ist gut, zwei oder drei elegante Töne zu gebrauchen. Singt zart und singt so, dass man eure Aufrichtigkeit heraushört.  

 

F: Warum sollen Mönche und Nonnen unter der Führung des ehrwürdigen Meisters nur eine Mahlzeit zur Mittagszeit essen?  

A: Buddha hat diese Klosterregel eingeführt, nur eine Mahlzeit zu Mittag zu essen. Das hilft uns, unsere Essensgewohnheit zu regulieren, hält Geister und Tote in Schacht und verringert unser Verlangen. Es gibt drei Geister des Todes im menschlichen Körper. Wenn wir uns überessen, werden diese drei Geister aktiv. Es ist einfacher zu praktizieren, wenn unser Verlangen nicht so groβ ist, also füttert dieses System nicht zu sehr. Auch wenn unsere Truppe das nicht perfekt befolgt, so sind wir doch bestrebt, das zu tun, was richtig ist.  

 

F: Was bedeutet es für Mitglieder des Sanghas rein und ein Segensfeld zu sein?  

A: Rein zu sein bedeutet, nicht mit etwas behaftet zu sein. Die Methode nicht mit etwas behaftet zu sein ist: nicht zu kämpfen, nicht gierig zu sein, nicht zu suchen, nicht selbstbezogen zu sein, nicht eigennützig zu sein und nicht zu lügen. Wer das Gebot einhalten kann, kein Geld zu besitzen, ist ein wahres Mitglied des Sanghas, ist rein und ein Segensfeld. Es ist problematisch, wenn jemand extreme glücklich wird, weil er eine Spende erhält. Wenn jemand trotzdem unbewegt bleibt und helles Verständnis aufbringt, dann hat er die gleiche Reaktion, ob er eine Spende bekommt oder nicht.  

 

F: Wie sollen wir das Kloster benennen, das wir am Lake County walnut grove, nordwestlich der Stadt der 10.000 Buddhas bauen?  

A: Gold Sea Monastery.  

 

F: Warum machen so viele Menschen auf halber Strecke einen Rückzug auf ihrem Weg der Kultivierung?  

A: Das liegt daran, dass ihre Entschlossenheit, die Erleuchtung zu erlangen, zu schwach ist; ihre Entschlossenheit für Bodhi wächst und entwickelt sich nicht konsequent genug. Sie machen sich davon, sobald sie auf etwas Negativität treffen. Mönche und Nonnen fühlen sich oft zu den Objekten der fünf Gelüste hingezogen. Wenn sie die Tests von dämonischen Verlangen nicht bestehen, werden sie Sklaven ihres Verlangens.

 

F: Wie sollen wir das Heizsystem der Stadt der 10 000 Buddhas gestalten?  

A: Nordchinesisch gestaltete Feuerstellen und Ziegelsteinbetten, die durch ein darunter brennendes Feuer gewärmt werden, sind ideal. (Anmerkung: Der ehrwürdige Meister hat immer jedem gezeigt, wie man ein Ziegelsteinbett, das durch Feuer beheizt wird, baut. Er hat sogar einem seiner Verwandten gesagt, er solle eines in der Stadt der 10 000 Buddhas bauen.)  

 

F: Warum ist es schädlich in einem kleinen Tempel zu wohnen?  

A: Weil es zu uneingeschränkt und frei ist. Es geht nicht mehr darum, einfach zu kultivieren, sondern einfach zu essen, einfach zu schlafen und einfach zu reisen. Es ist sehr einfach zu vergessen zu kultivieren. Man lernt nur persönliche Beziehungen zu führen, eine Gewohnheit, die den Tod des Buddhismus bedeuten würde.

 

F: Was geschieht mit Mönchen und Nonnen, die sich nicht an die Gebote halten?  

A: Lass mich dir einen kleinen Hinweis geben. Du musst ein”Mahasattva, der sich nicht in die Angelegenheiten anderer einmischt und ein Amitabha Buddha, der nur auf sich selbst aufpasst, sein.”  

 

F: Was veranlasst Menschen, unmoralisch zu werden?  

A: Das Nichtvorhandensein von Einschränkungen bezüglich ihrer Verlangen nach Geld, Sex, Ruhm, Essen und Schlaf.  

 

F: Warum veranlassen diese Objekte des Verlangens die Menschen dazu, unmoralisch zu werden?  

A: Weil sie nicht wissen, wie sie ihre Gedanken auf den Gebieten von Auseinandersetzungen, Gier, Suche, Selbstbezogenheit und Unehrlichkeit kontrollieren können.  

 

Von einer Frau der Stadt der 10 000 Buddhas: Wir haben nicht genug Werkzeuge, um Unkraut zu jähen und da es nicht angebracht ist, sich direkt mit den Männern zu unterhalten, schreiben wir ihnen eine Notiz, in der wir bitten, welche zu leihen. Doch oft müssen wir mehrere Tage auf eine Antwort warten und manchmal bekommen wir überhaupt keine Antwort.  

A: Sich an die Gebote zu halten und die Bindungen von Mann und Frau zu beobachten, heisst nicht, dass ihr nicht das ein oder andere mal miteinander sprechen könnt, sondern nur Notizen schreiben. Macht euch nicht zu Freaks. Ihr seid schliesslich immer noch Menschen. Kommuniziert wenn ihr must, und meidet es dabei Probleme zu schaffen.  

 

 

FOUR ASSEMBLIES DIE VIER

 

F: Haben Mönche und Nonnen (wörtlich übersetzt aus dem Chinesischen:”Zuhause-verlassen-Menschen”) wirklich ihr zuhause verlassen?  

A: Laien, die ihre Verunreinigungen und ihren Schmutz hinter sich lassen können während sie zuhause leben, sind das gleiche wie Mönche und Nonnen. Auch wenn sie sich physisch mitten im Dreck befinden, können ihr Geist und ihr Herz solche Unreinheiten umwandeln. Wie Blumen, die in einem Brunnen wachsen, werden sie nicht vom Staub berührt. Mönche und Nonnen, deren Geist vom Staub befleckt wird, heben sich nicht von Laien ab.  

 

F: Wird es Laien erlaubt, während den vorgeschriebenen vegetarischen Tagen Nicht-Vegetarische Gerichte für ihre Familienmitglieder zu kochen?  

A: Es ist deine eigene Angelegenheit Hochzeitskleider zu nähen, in denen andere heiraten.  

 

F: Buddha hat gesagt:”Der Buddhadharma ist nicht vom weltlichen Dharma getrennt.” Wie können wir den Buddhadharma in unser tägliches Leben integrieren?  

A: Indem ihr nicht streitet, nicht giereig seid, nach nichts sucht, nicht selbstbezogen seid, nicht eigennutzig seid und nicht lügt.  

 

F: Vor nicht all zu langer Zeit ist einer meiner Verwandten gestorben. Was kann ich tun, um ihm dabei zu helfen sich zu befreien, so dass er wieder geboren werden kann?  

A: Ich habe neulich ein Zeitungsartikel über einen thailändischen Oberst gelesen, der gestorben war und dreimal ins Leben zurückgekommen ist. Laut seiner Erfahrung ist die Belohnung, dem dreifachen Dreifachen Juwelen zu spenden unbegrenzt und kann dabei helfen, unsere engste Familie und weiterreichende Verwandte zu befreien. Diesbezüglich müssen wir zu allererst nicht böse, sondern nur gute Taten vollbringen. Das ist der einzige Weg, unsere Familienmitglieder und andere Verwandte zu retten.  

 

F: Ich habe gehört, dass Bikshus die Fehler von Bikshunis hervorheben können, aber Bikshunis nicht das selbe bei Bikshus tun können. Ist das Unterdrückung der Frauen von seiten der Männer?  

A: “[Wahre] Dharmas sind alle gleichbedeutend, keiner ist besser oder schlechter”. Alle haben gleich viel Wert im Buddhismus. Keiner ragt über den anderen hinweg. Wenn ein Bikshu einen Fehler macht, kann eine Bikshuni das erkennen und wenn eine Bikshuni einen Fehler begeht, können die Bikshus das jederzeit genauso feststellen. Es gibt keine Unterdrückung weder von Frauen noch von Männern. Auch wenn Männer und Frauen getrennt voneinander arbeiten und sich nicht gegenseitig überlagern, begegnen sie sich doch mit gegenseitigem Respekt. Sie versuchen sich nicht gegenseitig zu dominieren. Wenn ich einen Fehler mache, können andere mich jederzeit zurechtweisen.

 

F: Wie werden wir erleuchtet und realisieren die Buddhaschaft?  

A: Wir werden diesen Gedanken nicht haben, wenn wir in die Hölle fallen.  

 

F: Jeder ist sehr neugierig auf deine übernatürlichen Kräfte. Wir hören, dass du oft die Krankheiten deiner Anhänger heilst.  

A: Wirklich Praktizierende sprechen nicht über ihre übernatürlichen Kräfte. Mönche sprechen nur über das Streben nach groβer Weisheit.  

 

F: Es wird gesagt, dass Bikshunis mehr Regeln zu befolgen haben als Bikshus. Ist das keine Ungleichberechtigung?  

A: Ich werde deine Frage geradeheraus beantworten. Auf der elementarsten Stufe sind Bikshunis Frauen. Frauen können jemanden zur Welt bringen, Männer können das nicht. Verstehst du jetzt?  

 

F: Können Laien Vorbilder sein für Werte ?  

A: Beide, Mitglieder des Laienstands und des Sanghas können kultivieren um Vorbilder für Werte zu sein.  

 

F: Nachder Zuflucht in den dreifachen Juwelen, können wir noch immer in Nachtclubs und ähnliches gehen? Ein gewisser Dharma Meister hat gemeint es sei ok, solange wir unsere Rechnungen bezahlen. Kann der ehrwürdige Meister uns bitte wissen lassen, ob wir damit gegen die Gebote verstossen?  

A: Warum wollt ihr immernoch euren Weg in die Hölle finden nachdem ihr Zuflucht genommen habt?  

 

F: Wie können Laien lernen, sich nicht hinzulegen beim Schlafen. 

A: Laien sollten nicht neue Dinge den alten vorziehen. Lernt erstmal nicht frech zu sein.  

 

F: Wie werden wir zu guten Mönchen und Nonnen?  

A:Verstoβt einfach nicht gegen die Gebote! Warum musst du das Selbstverständliche analysieren?  

 

F: Wie können wir die drei Gifte von Gier, Wut und Verblendung zerstören?  

A: Im Kloster lebende Menschen zerstören Gier, Wut und Verblendung jeden Tag. Wie kannst du Gier, Wut und Verblendung vernichten, wenn du nicht mal dein zuhause verlassen kannst? Wenn du es wirklich tun willst, solltest du von Mr. Pang lernen, indem du all deine Wertsachen in den Ozean wirfst. Kannst du das tun?  

 

F: Ein Single kann vielleicht seine oder ihre Sachen in den Ozean werfen, aber Leute mit Familie haben Verantwortung, die es nicht zulassen würde, das zu tun. Wie helfen wir anderen damit wenn wir unsere Wertsachen in den Ozean werfen?  

A: Du bist skeptisch gegenüber Mr. Pangs Erleuchtung. Er wurde erleuchtet, weil er eine so dumme Person war. Du bist eine Spur zu clever.  

 

F: Meister, bevor du letztes Jahr hier her gekommen bist, habe ich von mindestens sieben Ehrwürdigen geträumt, die rote Gebots-Schärpen trugen und Hüte, die mit dem Abbild fünf Buddhas, die von den Himmeln herabstiegen, bestickt waren. Auch wenn ich davor schon von Buddhas und Bodhisattvas geträumt habe, habe ich nie von so vielen auf einmal geträumt. Bitte nimm gütig meine aufrichtige Verbeugung entgegen und gib mir deine Erklärung.  

A: Da du ja darüber Bescheid weisst, einen Hut mit den Abbildern Buddhas zu tragen, warum trägst du dann keinen?  

 

F: Neben Vegetarier zu sein und seine Haare abzurasieren um zu kultivieren, gibt es andere Wege, die Buddhaschaft in diesem Leben zu erlangen?  

A: Man bekommt sofort ein Rauschgefühl wenn man Opium raucht, aber süchtig zu werden ist die Kehrseite davon. Um ein Buddha zu werden, musst du mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehn, dich in andere hinein versetzen können und in aller Ernsthaftigkeit nach dem Sebst suchen. Es ist ein groβer Fehler, wenn du Abkürzungen nehmen willst.  

 

F: Was bedeutet es, Zuflucht zu Sangha zu nehmen?  

A: Was ist Zuflucht zu Sangha? Lass mich dich fragen, wer nimmt Zuflucht mit dir? Der Sangha besteht aus vergangenen und gegenwärtigen Heiligen und gewöhnlichen Mönchen.  

 

F: Moral, speziell von den Chinesen wertgeschätzt, ist elementar für Glaubenssysteme. Den Lehren des Buddhismus entsprechend, wie sollen wir mit der Beziehung zwischen Weltlichem und Transzendentalem umgehen?  

A: Indem du dich als Mensch perfektionierst, hast du die Möglichkeit, ein Buddha zu werden. Wenn du dich nicht als Mensch perfektionierst, bist du wie ein Haus ohne Fundament, das ist nicht beständig und kann nicht erfolgreich aufgebaut werden. Deshalb brauchst du einen guten moralischen Charakter und Wertvorstellungen. Mach deine Sache gut zu Hause, bevor du lernst, das Leben zu Hause zu verlassen. Versuch nicht in der letzten Minute zu flüchten.  

 

F: Wie können wir, speziell als Laien, in unserem Geist regieren während wir unter den sechs verschiedenen Verunreinigungen leben. Welche Dharma Türe sollen wir in einer Gesellschaft voller Reize bewahren?  

A: Benutze die Dharma Türe, die den Anspruch erhebt, dich stark zu machen und dich nicht durch aussere Einflüsse verlockt. Sag dir selbst, dich nicht von irgendetwas beeinflussen zu lassen. Das ist nicht wirklich eine Dharma Tür. Kein Mantra kann dich von anderen unbeeinflusst machen; keine Sutra kann deinen Affengeist ausschalten. Wir müssen hart an uns arbeiten und uns Ziele setzen. 10 000 Dharmas sind allein durch den Geist gemacht. Wenn du nicht beeinflusst werden willst, kann dich keiner nur ein Stück bewegen.  

 

F: Brauchen wir all die richtigen Voraussetzungen bevor wir unser Zuhause verlassen?  

A: Welche Art von Voraussetzung? Ich verstehe deine Frage nicht. Ich hatte keine richtigen Vorraussetzungen als ich Mönch wurde.  

 

F: 1. Müssen wir unser Zuhause verlassen um Buddhas Namen zu rezitieren?

2. Bitte erkläre uns welche Art von Verlangen wir ausschalten sollen. Ist es die Liebe zwischen Ehemann und Ehefrau? Oder die Liebe zu unseren Eltern und Freunden?

3. Zahlt es sich aus, die gute Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau zurück zu erobern, wenn es sich einer der Partner anders überlegt hat? Reicht es aus, wenn einer der Partner wirklich wieder mit dem anderen zusammen kommen möchte? Wie kann man versuchen die Beziehung wieder zurück zu gewinnen?  

 

A: 1. Warum sollten wir unser Zuhause verlassen, um Buddhas Namen zu rezitieren? Wenn das der Fall wäre, was würden wir rezitieren nachdem wir das Zuhause verlassen haben?

2. Ich weiss nicht wie ich immer um ein Thema herum reden soll.

3. Ich hab keine Erfahrungen mit diesem Thema und kann dir keine gute Lösung geben.  

 

F: Ist es lächerlich für Nonnen und Mönche nur eine Mahlzeit am Tag zu essen?  

A: Je mehr sie essen, desto mehr Verlangen werden sie haben.  

 

F: 1. Wie können wir gute Laien sein, die beides, Arbeit und Kultivierung, ausbalancieren können?

2. Können praktizierende Laien romantische Beziehungen haben?  

A: Hör auf dich wie ein Mönch zu verhalten, wenn du ein Laie sein willst. Hör auf dich wie ein Laie zu verhalten, wenn du ein Mönch sein willst. Du kannst nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.  

 

F: Was ist der Hauptunterschied zwischen dem Praktizieren eines Laien und dem eines Mönchs?  

A: Laien sind Männer und Frauen, die dem Buddhismus nahe sind, während Mönche und Nonnen ein Teil der Familie des Buddhas sind. Ersteres kann nicht als Familienmitglied des Buddhas betrachtet werden. Mönche und Nonnen müssen einen klaren Geist haben und wenig Verlangen. Laien brauchen nicht so ernsthaft in sich zu gehen. Laien können heiraten, während Mönche und Nonnen Single sein müssen. In anderen Worten: Die einen sind rein und die anderen unrein.  

 

F: Wie können wir den Buddhismus unterstützen?  

A: Um den Buddhismus zu unterstützen, solltest du eine stille Betrachtung unternehmen.Wenn dich etwas zur Erleuchtung bringt, dann fahre damit fort; andererseits wenn nicht, halte dich davon fern. Manchmal schaffst du dir Segen und Tugend, wenn du Geld spendest, aber manchmal verursachst du dadurch einen Verstoss. Du solltest über alles nachdenken.

Mitglieder des Sanghas können kein Geld besitzen. Haben sie erst mal Geld, befolgen sie nicht mehr den die Gebote. Mit deiner finanziellen Stütze werden sie sich überessen, trinken, sich prostituieren und spielen. Gib ihnen noch mehr Geld und sie kehren zurück ins Laiendasein. Ohne deine Unterstützung, hätten sie mit dem Kultivieren fortgefahren. Im Allgemeinen ist es ausreichend für Sangha Mitglieder, die alleine leben, dass sie nur eine ausreichende Menge an Essen bekommen.  

 

F: Wie können wir uns trainieren und testen?  

A: Du hast wohl zu viel Zeit.  

 

F: Wie können wir das Wissen unserer Kinder vorantreiben?  

A: Wenn ihr nicht geblendet wäret, würdet ihr Kinder mit Weisheit zur Welt bringen.  

 

F: Wie sollen wir als Eltern unsere Kinder unterrichten, damit sie den Wert der fünf Gebote verstehen und auch anwenden.  

A: Die beste Methode für euch wäre es, als allererstes selbst die fünf Gebote einzuhalten. Kinder immitieren andere. Sie werden auf natürliche Weise den Wert, sich an die Gebote zu halten, nicht anzweifeln, wenn sie ihre Eltern dabei sehen, wie sie es geniessen, sich daran zu halten. Eine andere gute Methode ist es, ihnen die Biografien von herausragenden Mönchen und Nonnen vorzulesen. Rechtschaffene Geistliche haben seit Anbeginn der Zeit die Gebote aufrechterhalten und kultiviert, was Gut ist und haben dadurch groβen Segen erhalten. Diese Geschichten hinterlassen im Unterbewusstsein von Kindern unauslöschliche Eindrücke, die wiederum in ihrem zukünftigen Leben als Erwachsene als moralisches Vorbild dienen. Sie werden daran glauben und sie weitertragen.  

 

F: Warum sollen Mönche und Nonnen immer ihre Gebots-Schärpe tragen?  

A: Die meisten Mönche und Nonnen tragen heutzutage nur diese langen Roben mit den groβen Ärmeln. Sie glauben, das sei der Hinweis darauf, dass sie Mönche und Nonnen sind. Genaugenommen sind diese Roben mit den groβen Ärmeln frühere Outfits aus der Tang Dynastie, die auch von den Laien in dieser Zeit getragen wurden. Diese Art der Kleidung wurde von den Japanern übernommen und die Menschen dort tragen sie immernoch. Diese Roben sind absolut kein Symbol für Mönche und Nonnen. Nur die Gebots-Schärpe lässt sie wie Mönche und Nonnen aussehn.  

 

F: Können Laien aus dem Kreislauf von Geburt und Tod aussteigen?  

A: Mach dir deine eigene Betrachtung. Wenn Laien daraus aussteigen könnten, bräuchtest du mich nicht zu fragen. Und wenn sie nicht aus dem Kreislauf von Geburt und Tod aussteigen können, brauchst du mich genausowenig fragen.  

 

F: Ehrwürdiger Meister, was sollen wir tun, damit wir den Rest unsres Lebens Leiden und Tod hinter uns lassen und zugleich glücklich leben?  

A: Du wirst glücklich sein, wenn du nicht behaftet bist. Du bist unglücklich wegen deiner Gier und wegen einem Mangel an Zufriedenheit.  

 

F: Die meisten Menschen glauben, dass es eine Flucht vor der Realität sei, an den Buddhismus zu glauben oder Mönch bzw. Nonne zu werden. Stimmt das?  

A: Die Sechste Patriarch Platform Sutra sagt “Der Buddhadharma ist in der Welt. Erleuchtung wird nicht getrennt von der Welt gefunden. Nach Bodhi auβerhalb dieser Welt zu suchen, ist wie Hörner auf Hasen zu suchen.” Der Buddhadharma ist nicht auβer Reichweite oder gegensätzlich zu dem Dharma der Welt. Er tritt in die Welt ein und transzendiert das Weltliche. Er ist im Staub und lässt den Staub zurück. Er ist Form und doch ist er getrennt von Form.  

 

F: Der nationale Meister Yu-lin hat abgelehnt, zurück ins Laiendasein zu kehren, um zu heiraten. Ich bin mit seiner Entscheidung nicht einig. Meister, wie siehst du diese Sache?  

A: Ich beschäftige mich als Mönch nicht mit solchen Dingen. Bitte frag mich nicht über Dinge, die du tust, wie heiraten, Kinder kriegen, etc.  

 

F: Was ist der Unterschied zwischen dem Kultivieren in einer klösterlichen Gemeinschaft zu Daheim. Was sollen wir tun, wenn wir im Kloster Beschwerden haben.  

A: Wenn du wirklich zu kultivieren weisst, dann tust du das in einem Kloster. Wenn du wirklich zu kultivieren weisst, dann kannst du das auch genauso zuhause tun. Wenn du fähig bist, dich auf das zu konzentrieren, was du tust, egal was es ist, dann ist alles möglich. Ansonsten ist es nutzlos, egal ob du in einem Kloster bist, oder zuhause.  

 

F: Ok, warum sind die Mantras der Geheimen Schule so wirkungsvoll? Zum Beispiel gibt es da ein Mantra, das Menschen töten kann.  

A: Das stimmt, die Kraft von geheimen Mantras ist auβergewöhnlich, aber die meisten dieser Ausübenden sind hasserfüllt und rachedurstig. Wenn du dich ihnen widersetzt oder verweigerst, ihnen anzuzuhören, werden sie Mantras rezitieren. Diese Mantras können jemanden innerhalb von sieben Tage töten. Zumindest wird das Opfer krank werden oder sich schlecht fühlen. Ihre Familien könnten auseinander brechen und ihr Vermögen würde sich erschöpfen. Menschen, die geheime Dharmas kultivieren, haben meist wenig Mitgefühl und sind den Asuras recht ähnlich.  

 

F: Was ist der Unterschied zwischen im Kloster lebenden und Kultivierenden?  

A: Wie können sie gleich sein? Wenn du dich selbst fragst wie sie sich gleichen, würdest du dann nicht verstehen was sie unterscheidet?  

 

F: Was sind die Vorraussetzungen, um in ein Kloster zu gehen?  

A: Es gibt keine speziellen Voraussetzungen auβer: ehrgeizig Fortschritt zu machen, nicht faul zu sein, nicht sein Leben damit zu verbringen, auf das nächste Essen zu warten, nicht Vorteile aus Beziehungen zu ziehen und nicht rumzuhängen auf Spenden hoffend.  

 

F: Sind tibetische Lamas Mönche?  

A: Die Bikshus des Mahayana Buddhismus erhalten 250 Ordinations-Gebote. Sie können nur Bikshus genannt werden, wenn sie sich streng an die Gebote halten. Sie können nicht mit tibetischen Lamas verglichen werden. Diese Lamas essen Fleisch, essen die fünf scharfen Gewürze, trinken Alkohol und machen andere Dinge, die nicht erwähnt werden müssen. Daher ist ihre Anwendung der Gebote komplett anders als das, was der Buddha selbst aufgestellt hat.  

 

F: Manche der im Kloster lebenden haben vor kurzem angefangen, sich vor den Laien zu verbeugen. Manche Schüler glauben, dass es lächerlich sei und nicht mit dem Dharma einhergeht. Kann der Meister uns bitte Anweisung zu diesem Thema geben?  

A: Das hat vor langer Zeit begonnen. Diese Mönche und Nonnen haben sich regelmässig vor Presidenten, hohen Beamten und gewissen Laien verbeugt. Wie auch immer, sie verbeugen sich nicht vor Bettlern; sie verbeugen sich nur vor Leuten, die reich und einflussreich sind. Wir müssen nicht einmal damit anfangen, nachzuforschen, ob diese Leute sich dem Dharma entsprechend verhalten. Geistliche würden sich nie vor einem Laien verbeugen, weil sie wissen, wie edle Mönche und Nonnen sind. Sie wurden sich selbst niemals so erniedrigen.  

 

F: Warum rennen Mönche und Nonnen immernoch Rang und Namen hinterher?  

A: Sie sind physisch zu Mönchen und Nonnen geworden, aber nicht geistig.  

 

F: Sollten wir Mönche und Nonnen, die sich nicht an die Regeln halten, dazu ermuntern, wieder ins Laiendasein zurückzukehren?  

A: Wäre es nicht besser, du würdest selbst ein Mönch werden? Wäre es nicht effektiver, wenn du mit gutem Beispiel vorgehst und selber ein vorbidlicher Mönch wirst.  

 

F: Meister, sind die Geistlichen in Asien armselig dran wegen ihrer Unfähigkeit, nicht die Finger von Geld und Sex lassen zu können?  

A: Wenn die Menschen die Finger von Geld und Sex lassen können, werden sie umgehend den Weg beschreiten.  

 

F: Ist es besser, ein Laie zu sein oder ein Geistlicher?  

A: Ich weiss selbst nicht welcher der beiden richtig oder falsch liegt. Jeder hat seine Vorteile. Was jemand will, ist richtig und was jemand nicht will ist falsch.  

 

F: Der Meister erwartet, dass sich die vierblättrige Vereinigung mit dem Vortragen von Sutras oder dem Zusammenfassen von Vorträgen auseinander setzen soll. Wie sollen Laien vortragen, so dass es im Einklang mit dem Dharma geschieht?  

A: Benutzt die Sutra als Grundlage. Erfindet nichts.  

 

F: Kann der Meister uns bitte dazu anleiten, wie Laien zu Hause kultivieren können? Was ist die beste Methode, auβerhalb der Arbeit und unseres engen Terminkalenders zu kultivieren?  

A: Die beste Methode ist, nicht wütend zu werden! Kämpft nicht mit euch selbst. Führt keinen Krieg in eurem Geist aus. Habt nicht eine Seite, die kultiviert und eine andere die nach unten sinkt. Kämpft nicht mit euch selbst, das ist die beste Übung.  

 

F: Dahrma Meister, können Laien auch die Zeremonie zur Fütterung von Geistern durchführen?  

A: Laien können essen, genauso wie das Geistliche tun können. Laien können Kleider tragen, genauso wie Geistliche. Laien müssen schlafen und Geistliche auch. Was auch immer Geistliche kultivieren, können Laien auch. Du solltest nicht lügen, indem du sagst:”Ich mache keine Zeremonie für die Fütterung der Geister.” Mach keine Show und sammle auch keine Spenden. Was auch immer Laien tun, sie können keine Spenden dafür entgegen nehmen. Wenn Laien buddhistische Dienste anbieten, wie das Rezitieren der Sutras, können sie dafür keine Entlohnung erwarten. Sie können keine Entlohnung für irgendetwas erwarten. Du kannst jeglichen buddhistischen Dienst anbieten, solange du es nicht für dein eigenes Wohlergehen tust. Wenn du in deinem Vorteil interessiert bist, kannst du keinen einzigen buddhistischen Dienst ausführen, weil du den Buddhismus dafür benutzen würdest, deine Kleidung und dein Essen zu bekommen, obwohl du nicht mal ein Mönch bist.  

 

F: Meine Eltern lehnen es ab, dass ich das Leben zuhause verlasse, um ins Kloster zu gehen. Sie glauben, dass es nicht gut sei, von zuhause fort zu gehen. Ich möchte den Buddhismus nutzen, um meine Eltern zu verändern, aber sie würden negative reagieren, wenn ich ins Kloster gehe. Kann der Meister mir bitte einen Weg für sie aufzeigen, wie sie langsam Buddhismus und Meditation akzeptieren können?  

 

A: Okay. Ich kann dir einen Weg zeigen, der es einfach für deine Eltern macht, deinem Weggehen zuzustimmen. Da war dieser Mönch in Malaysia, der gesehen hat, dass die Mönche und Nonnen der Stadt der 10 000 Buddhas die Gebots-Schärpe tragen. Er wollte sie auch tragen, aber sein Lehrer verbot es ihm, mit der Behauptung, dass Geistliche keine Gebots-Schärpe tragen müssen. Er hat mich gefragt, was er tun soll. Ich sagte zu ihm:”Frag deinen Meister, was du deswegen tun sollst. Sag ihm, dass wenn du die Gebots-Schärpe trägst, du weisst, dass du ein Mönch bist und kein sexuelles Verlangen mehr hast. Während, wenn du die Gebots-Schärpe nicht trägst, du immerzu losziehen willst, um eine Frau zu finden. Schau ob er dich dieses mal deine Gebots-Schärpe tagen lassen wird.” Er ging zurück und fragte seinen Lehrer. Nachdem sein Lehrer diese Erklärung gehört hat, liess er ihn die Gebots-Schärpe tragen.

In deinem Fall könntest du deinen Eltern sagen:”Wenn ich nicht ins Kloster gehe, dann möchte ich mich überessen, trinken, mich prostituieren, spielen, Dope rauchen, morden, Brandstiftung begehen und alles andere auch. Da die Gebote des Klosters das Töten verbietet, werde ich auf natürliche Weise all die anderen zwielichtigen Dinge auch sein lassen.” Frag deine Eltern, was du an dieser Wegesgabelung tun sollst. Wird es besser für dich sein, dein Zuhause zu verlassen oder nicht?  

 

F: Sangha und Laien Mitglieder machen alles selbst – vom Streichen der Wände zum Reparieren der Tische und Aufschütteln der Kissen, Reparieren der Türen und Fenster, Abdichten von Löchern und Austauschen von Dachplatten etc. Warum geben wir nicht etwas Geld aus und lassen uns helfen? Wir sparen uns Zeit die wir zum Kultivieren nutzen können.  

A: Ich bin nicht so verschwenderisch wie du! Was machst du denn?  

 

F: Wenn das Kloster seine Einstellung Leute zu empfangen etwas ändern würde, würde das die Leute nicht eher Willkommen heissen und somit mehr Menschen den Buddhismus näher bringen?  

A: Ein Kloster ist kein Partyplatz für Menschen zum Essen und Trinken. Alles muss mit dem Mittelweg übereinstimmen.  

 

Schüler: Es ist wirklich ein hartes Leben für einen Geistlichen, der nur eine Mahlzeit am Tag isst und so viel arbeitet.  

A: Es ist nicht mehr hart, sobald du stirbst.  

 

F: Wie kultiviere ich:”Keinem falschen Gedanken Einschlupf zu gewähren, unberührt sein von den sechs Objekten der Verschmutzung von Auβen.”  

A: Indem du nicht heiratest und ins Kloster gehst.  

 

F: Warum nehmen wir Zuflucht in die Geboten zur selben Zeit wie in den dreifachen Juwelen?  

A: Typisch ist es, dass Buddhisten nur Zuflucht in den dreifachen Juwelen nehmen und nicht in die Gebote. Wie auch immer, da der Buddha gestorben ist, sollten alle Lebewesen die Gebote als ihren Lehrer annehmen. Das ist der Grund weshalb ich euch gleichzeitig Zuflucht in die Gebote nehmen lasse, wenn ihr Zuflucht in dem dreifachen Juwelen nehmt. Gebote sind dazu da, nicht irgendetwas Schlechtes zu tun, sondern nur Gutes. Lehne es nicht ab, eine gute Tat zu vollbringen, weil sie zu klein ist; übe keine schlechte Tat aus, weil sie als unbedeutend angesehen wird.

 

 

DAS LAIEN DASEIN  

 

F: Ich wollte früher mein Zuhause verlassen, um ein Mönch zu werden. Aber jetzt bin ich Vater von zwei Kindern, der Ehemann meiner Frau und jemand mit bestimmten Hoffnungen und Wünschen. Die Vereinigten Staaten sind eine Maschinerie, die Wünsche ins Leben ruft. Durch die Werbung im Fernsehen und die diversen Reklamen wird selbst jemand ohne Wünsche in jemanden mit Wünschen verwandelt. Als ein Ehemann und Vater, der eine Familie unterstützt, bin ich derjenige, der damit endet, sich mit diesen Trends und Wünschen auseinandersetzen zu müssen. Muss ich ein Mönch werden, um mein Verlangen zu stoppen und der Liebe ein Ende zu setzen? Ich sollte verantwotlich sein, für das Leben das ich kreiert habe. Und wie kann ich gleichzeitig im Frieden sein?

 

A: “Wir transzendieren die Welt wenn wir Dinge sehen und sie reflektieren. Wir fühlen uns verloren, wenn wir Dinge sehen und verwirrt werden.” Frag nicht mich, frag dich selbst.

 

 

F: Der ehrwürdige Meister hat gesagt, dass wenn du kein gutes Herz hast, wenn du nicht ehrlich bist sondern selbstbezogen, dass du dann gegen Wände rennst. Die Frage stellt sich, wie können wir sagen, welches das richtige Ziel ist, die richtige Richtung? Wie können wir den Unterschied von Gut und Böse ausmachen? Wir müssen nicht nur den guten Weg finden, wir müssen auch hart dafür arbeiten, um auf diesem Weg zu wandern. Aber woher wissen wir den Unterschied?  

A: Laotzu sagte:”Jeder weiss, was ideal ist, aber verhält sich trotzdem schlecht. Jeder weiss, was gut ist, aber verhält sich trotzdem unfreundlich.” Die Menschen könnten sich ganz einfach zum Besseren wenden, aber auf dem Weg des Lichts werden sie oft zu verwirrt und rennen schnell auf den dunklen Weg zu. Es ist genaugenommen so einfach wie seine eigene Hand zu wenden. Ich glaube, du brauchst nicht weiter zu fragen. Ein Baby weiss, wie es nuckeln muss, ohne dass es ihm beigebracht wird. Warum brauchst du jemanden, der dir sagt, wie du erwachsen wirst und was du tun sollst?  

 

F: Ich würde gerne mehr über die Thematik “innewohnende Weisheit entwickeln” hören.  

A: Du musst deine eigene Weisheit entdecken. Fange damit an nichts Böses zu tun und respektvoll alles Gute zu tun.  

 

F: Woher weiss ich, wann ich klein genug geworden bin? Ich bin willig in etwas Kleines zu schrumpfen, aber woher kommt meine Stärke, wenn ich groβe Dinge bewegen muss?  

A: In den Dingen die wir tun, gibt es kein groβ oder klein. Wenn wir viele kleine Dinge tun, werden sie groβ. Wenn wir nur ein paar groβe Dinge tun, sind sie klein. Es gibt keine klare Trennung zwischen groβ und klein. Mach so viel wie du tun kannst, versuche nicht herauszufinden ob etwas klein oder groβ ist. Wenn du immer auf diese Weise Buche führst, wirst du nicht schlafen können.  

 

F: Was soll ich tun, ich bin meiner Karriere betreffend sehr ehrgeizig, habe aber schon einige Tiefschläge erfahren?  

A: Du kannst nur erreichen, was du willst, indem du wirklich deinen Geist darauf einstimmst. Versuche nicht dir selber einen Gefallen zu tun, wenn du für den Buddhismus arbeitest. Verwende den Buddhismus nicht als eine Entschuldigung dafür, mit Geld und Sex zu schwindeln.  

 

F: Warum können Laien nicht ihre Buddhistperlenkette um ihren Hals tragen?  

A: Das hat niemand behauptet.  

 

F: Abtreibung ist Töten, aber bevor ich den Buddhismus gelernt habe, wusste ich das noch nicht. Wie kann ich das jetzt wieder gut machen?  

A: Schaffe mehr Wert und Tugend. Tue mehr Buβe. Rezitiere öfter den Namen Buddhas.  

 

F: Ein Mönch hat seinen Schülern erzählt, dass er der Buddha sei.  

A: Das ist eine riesen Lüge.  

 

F: Ich habe die Bodhisattva Gebote erhalten. Aber vor zwei Jahren befand ich mich in einer Situation, in der ich nicht davon kam, Leber zu kochen. Ich war wirklich traurig. Was kann ich tun? Kann ich die Gebote nochmals entgegennehmen?  

A: Das ist schon in Ordnung, solange du nicht nochmal Leber kochst! Wirst du die Bodhisattva Gebote nochmal brechen, wenn du sie ein weiteres Mal erhälst?  

 

F: Wie können wir gut kultivieren?  

A: Sich an die Gebote zu halten, ist kultivieren. Versucht nicht Beziehungen aufzubauen, aus denen ihr dann euren Nutzen ziehen wollt. Es ist das gleiche, ob wir Geld besitzen oder auch nicht.  

 

F: Manche Werbungen versuchen durch wirklich traurige Szenen, die Sympathie der Menschen zu gewinnen. Viele Menschen wollen, wenn sie das sehen, ihr Geld spenden. Stimmt das?  

A: Wir können alles machen, was rechtschaffen ist, aber eine solche Art der Werbung zu machen, um mehr Geldspenden zu bekommen, verstösst gegen die Gebote.  

 

F: Werden irgendwelche Schwierigkeiten auftauchen, weil ich in Hong Kong

drei Gedenkschreiben gehalten habe, bei dem Entgegennehmen der Gebote für Verstorbene? Würde es Probleme bereiten, wenn ich in Hong Kong bei der Entgegennahme der Gebote für Verstorbene drei Gedenktafel halten würde?  

A: Es ist so lange in Ordnung, wie du denkst, dass es in Ordnung ist, aber ich glaube, dass es nicht ehrlich und respektvoll ist, zu viele davon zu halten. Wen versuchts du eigentlich zu retten? Du must vorsichtig und respektvoll damit umgehen.Was passiert, wenn du nicht so viele halten kannst? Glaube nicht, das seien nur Gedenkschreiben aus Papier, wie hättest du dich gefühlt, wenn diese Seelen sich tatsächlich gezeigt hätten, so dass du sie nicht hättest tragen können?  

 

F: Ich möchte vom ehrwürdigen Meister lernen.  

A: Die meisten Mönche und Nonnen aus der Stadt der 10 000 Buddhas haben sich von mir oft hinters Licht führen lassen, weil sie das Gebot, keine Wertgegenstände zu besitzen, nicht einhalten. Es geht nicht, dass sie Geld auf der Bank haben, dass Interesse weckt, aber sie wollen es einfach nicht spenden. Von manchen wird berichtet, dass sie sich an dieses Gebot, kein Geld zu besitzen, halten, aber trotzdem gehen sie los, um heimlich einzukaufen. Das geht genausowenig. Diejenigen, die sich wirklich an das Gebot, kein Geld zu besitzen, halten, sind rein. Sie fassen Geld nicht an und denken auch nicht über Geld nach. Darum soll man sich wirklich an das Gebot, gegen den Besitz von Wertgegenständen, halten.  

 

F: Warum können wir im Kloster nicht quatschen und rumalbern?  

A: Wenn wir ein mangelndes Verhalten an den Tag legen, werden uns die Dharmabeschützer und guten Geister nicht mehr unterstützen. Wie können wir dann kultivieren?  

 

F: Ist es wahr, dass wenn wir die Gebote erst mal entgegengenommen haben, wir nicht mehr gegen sie verstossen können? Aber Menschen sind keine Heiligen. Sie wissen nichteinmal, dass sie gegen die Gebote verstossen, wenn sie es tun. Wie sollen sie mit dem Entgegennehmen der Gebote umgehen?  

A: Halte dich an die Gebote, wenn du sie erhalten hast. Es ist besser, sie nicht entgegenzunehmen, wenn du dich nicht daran halten kannst.   

 

F: Warum sollen wir nicht lügen?  

A: Weil dich beschützende Geister nicht respektieren, wenn du ständig lügst. Sie werden dich verlassen.  

 

F: Wie sollen wir mit Küchenpersonal umgehen, das ständig über andere tratscht?  

A: Wir werden Essen aus Klatsch und Tratsch zu uns nehmen.  

 

F: Ist es sehr wichtig, die achtblättrigen vegetarischen Gebote entgegenzunehmen? Ist es nicht am besten, sie zumindest einmal erfahren zu haben?  

A: Es ist wichtig, wenn du glaubst, es sei wichtig. Es ist nicht wichtig, wenn du nicht glaubst, es sei wichtig. Es ist nicht sicher. Natürlich ist es groβartig, wenn sich dir die Möglichkeit bietet, sie zu erhalten. Wenn du die Möglichkeit nicht hast, sei nicht verunsichert deswegen. Alles hängt ab von Ursachen und Umständen.

 

 

F: Sollen wir auch Buβe tun, wenn wir in unseren Träumen auf Abwege geraten?  

A: Alles ist allein vom Geist geschaffen. Wir müssen jegliches unsittliche Denken bereuen und verändern.  

 

Ehrwürdiger Meister: Versteht ihr jetzt? Ihr könnt nicht das Geld, das für die Great Heroes Jeweled Hall gespendet wurde, nehmen und für die Verbreitung des Dharma verwenden.  

 

F: Das Bodhisattva Gebot, das sich auf sexuelles Fehlverhalten bezieht, verbietet ehelichen Sex zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten. Es ist an den sechs vegetarischen Tagen verboten. Wenn der Ehemann daran zweifelt, kann es schonmal zu einer Scheidung kommen. Sollten die Gebote unsere erste Priorität haben? Sollten wir uns trennen? Ich habe Bedenken, dass der Buddhismus von den Menschen fehlgedeutet wird. Ich bin sehr verzweifelt. Kann der Meister mir freundlicherweise sagen, was ich tun soll?  

A: Die Gebote listen sehr genau auf, welche Zeiten und Orte ungeeignet sind, da gibt es nichts hinzuzufügen. Wenn du dich nicht an dieses Gebot halten kannst, dann halte dich nicht daran. Du brauchst nicht zu erklären und zu rechtfertigen. Es ist deine Entscheidung, dich zu trennen; Ich bin nicht der Richtige, um diese Frage zu beantworten. Er will die Scheidung nur deswegen, weil er müde geworden ist am Alten und etwas Neues finden will. Es hat nichts mit Geboten zu tun.  

 

F: Ein bestimmter Sikh, gekleidet in buddhistischen Klosterroben, sieht aus wie ein buddhistischer Mönch. Er hat sogar die drei Ordinationssätze erhalten. Aber die Lehren, die er verbreitet, entsprechen dem Buddhadarma überhaupt nicht. Darf ich den ehrwürdigen Meister fragen, wie Mönche und Nonnen den Wahren Dharma schützen und unterstützen sollen? Und wie sollen Laien den Wahren Dharma schützen und unterstützen?  

A: Gib ihm die stille Behandlung. Der König der Dämonen hat dem Buddha gesagt: ”Während dem Dharmaendenden Zeitalter, werden meine dämonischen Kinder und Enkelkinder in eure Häuser gehen, dort leben, euer Essen zu sich nehmen und es verschmutzen.” Wir sollten Menschen wie ihm, die kalte Schulter zeigen. Sie vertrauen sich dem Buddhismus an, um an Kleidung und Essen zu kommen, indem sie behaupten, Buddhisten zu sein, jedoch tun sie dem Buddhismus keinen Gefallen. Auf der anderen Seite können wir ihn auch nicht töten. Wenn wir ihn töten würden, dann brächen wir das Gebot des Nicht tötens.  

 

F: Als eine Hausfrau breche ich oft, ohne es zu wollen, das Gebot gegen das Töten. Was soll ich tun?  

A: Auch ich bin eine kleine Ameise. Es ist in Ordung mich zu töten, aber du musst absolut verhindern, eine Ameise zu töten.  

 

F: Warum sollen wir keinenn Platz leer lassen, wenn wir in der Buddhahalle stehen?  

 A: Die Leute, die früher kommen, sollen aufrücken und keine Lücken offen lassen. Es wird Vergeltungen in der Zukunft hervorrufen, wenn du in einer unangebrachten Art und Weise stehst.  

 

Ehrwürdiger Meister: Welche Art von kashaya (Gebots-Schärpe) trägt diese Person?  

Schüler: Ehrwürdiger Meister, das ist keine Gebots-Schärpe, das ist ein langer Schal.

 

Ehrwürdiger Meister: Sag ihm, dass selbst ein Schal ordentlich am Hals sitzen muss.  

 

F: Sollten Laien das tägliche Vinaya auswendig rezitieren?  

A: Mönche und Nonnen sollten das tägliche Vinaya sehr gut aus ihrem Gedächtnis rufen können. Die Laien können damit oder ohne es auskommen.  

 

F: Was bedeutet der Vers in der Vajra Sutra:”Alle Heiligen und Ehrenwerten werden bedeutend durch ihr erden auf dem nicht-machenden Dharma”?  

A: Nicht-machend bedeutet schlafend. Unterteilt werden weist auf essen hin. Es geht um Essen und Schlafen, Schlafen und Essen; es gibt keinen Bedarf, etwas anderes zu tun. Ist das nicht interessant? Nicht-machend bedeutet, nichts zu tun, das gegen die Gebote verstösst. “Es gibt nichts das nicht mit nicht-machen zu tun hat” bedeutet, dass wir alles daran setzen sollen, die Gebote einzuhalten. “werden bedeutend” heisst, dass jemand ducrh das Einhalten der Gebote ausgezeichnet bedeutend wird. Das ist eine Erklärung für Anfänger.  

 

F: Warum gibt es Regeln?  

A: Es gibt Regeln, weil ihr sie nicht einhaltet.Wenn ihr euch an die Regeln halten würdet, bräuchtet ihr keine. So wie es heist: ”Du kannst keine Quadrate und Kreise ohne Zeichenschiene und Kompass (diese beiden Begriffe in Kombination bedeutet “Regel” im chinesischen) zeichnen. Wie kannst du weise werden, ohne dich an die Regeln zu halten. Wie kannst du zur Erleuchtung kommen.  

 

F: Warum wollen wir essen?  

A: Weil wir nicht ausreichend Samadhi-Kraft besitzen.  

 

F: Können uns die Gebote zeigen, wo sich die Buddhanatur befindet?  

A: Die Gebote sind deine Buddhanatur.  

 

F: Wo kommt die Kraft von Samadhi her?  

A: Von den Geboten. Kälte könnte uns nichts mehr anhaben, wenn wir die Gebote streng befolgten. Unsere Samadhi-Kraft kommt zum Vorschein, wenn uns die Kälte körperlich nichts mehr anhaben kann. Durch die Macht tiefen Aufnahmevermögens, würde es uns auch ohne Essen gut gehen, weil wir sicher den Hunger vergesssen hätten. Warum wollen wir essen? Weil wir denken “Ich habe heute noch gar nicht gegessen!”  

 

F: Wenn wir uns wirklich an die Gebote halten wollen, müssen wir aufhören zu weinen. Bedeutet es, daß wir viel lachen sollten?  

A: Nein. Es wird eine geistige Ebene der Konzentration benötigt um beides, Weinen und Lachen zu unterlassen. Wir lachen und weinen, weil wir uns nicht in Samadhi befinden. Samadhi bringt Weisheit mit sich. Wir haben uns nicht an die Gebote gehalten, wenn wir keinen Samadhi erreicht haben. Wir mögen behaupten, Weisheit zu besitzen, aber das ware nur leeres Gerede.  

 

F: Warum gibt es in den Klöstern, die an die Dharma Realm Buddhist Association angegliedert sind, den Brauch, während des Essens nicht zu sprechen?  

A: Wir müssen sicher gehen, während des Essens Stille zu bewahren, denn das Sprechen während dem Essen kann zu einer schlechten Verdauung und anderen Krankheiten führen. Ich verbiete euch nicht zu sprechen, ich hoffe nur, dass ihr ein langes und gesundes Leben habt.  

 

F: Manche Leute sagen, dass wenn wir kultivieren wollen, wir nicht heiraten können. Wenn wir heiraten wollen, wir nicht kultivieren können. Ist das wahr?  

A: Was ist so besonders am Heiraten? Die drei wertvollsten Dinge, die ein Mensch besitzt, sind seine (reproduktive) Essenz, seine Enerie (Atem), und sein Geist. Heirat verbraucht diese drei Dinge. Je mehr diese Dinge verbraucht werden, desto früher stirbt man. Was ist so besonders am Heiraten?  

 

F: Da Buddha gestorben ist, können diejenigen von uns, die in diesem Zeitalter leben, den Buddha nicht mehr zum Bluten bringen, stimmts?  

A: Immer wenn du den Buddhismus verletzt, kann man dazu sagen, dass du Buddha zum Bluten bringst.  

 

F: Wie sollen Laien dem externen dreifachen Juwelen des Buddhas, Dharmas und Sanghas Respekt zollen und gleichzeitig den internen dreifachen Juwelen von Essenz, Atem und Geist fördern?  

A: Zuallererst darfst du kein sexuelles Verlangen haben. Du kannst darüber nicht diskutieren, solange du nicht deinen Sex-Drive runtergefahren hast.  

 

F: Kann ich einige Dinge aus dem Tempel versteigern und den Ertrag der Sonntags Grundschule zukommen lassen?  

A: Du kannst im Tempel keinerlei Geschäfte betreiben!  

 

F: Was soll ich tun, meine Familienmitglieder verstehen nicht die ideale Weise zu praktizieren und missbilligen mein Kultivieren, weil ich ein Laie bin.  

A: Du solltest deine Übung in die Tat umsetzen, persönlich deine Lehren anwenden. Verhalte dich sogar noch korrekter, als zuvor.  

 

F: Die Alten haben gesagt:” Mann und Frau sollen heiraten, wenn sie erwachsen sind.” und “Es gibt drei Dinge die respektlos sind, keine Nachfahren zu haben, ist das schlimmste”. Wenn wir nicht heiraten, würde das nicht bedeuten, das wir unseren Familienstammbaum durchbrechen würden?  

A: Welchen Stammbau willst du fortsetzen? Das ist die Sichtweise von weltlichen Menschen.  

 

F: Ich kam gestern hier her und traf auf den Dharma und sogleich wollte ich meine Haare abrassieren und nächsten Monat damit beginnen zu kultivieren. Ist das angebracht?  

A: Kultiviere. Du must abwägen, ob du das Leben zuhause aufgeben willst, oder ins Laiendasein zurückkehren möchtest. Auch wenn deine Haare, die du abrassiert hast, wieder nachwachsen können, ist es doch nicht angebracht.  

 

F: Ich möchte dem Meister folgen und Brahma-Verhalten kultivieren. Welcherlei Vorraussetzungen und Bedingungen muss ich mitbringen?  

A: Sei fähig zu essen und dich zu kleiden und sei keine Person, die an Schlafmangel leidet. Das sind die vorausgesetzten Kriterien.  

 

F: In welchen Schritten sollen Laien kultivieren -welchen Dharma sollen wir benutzen- um einzutreten bzw. Das weltliche zu transformieren?  

A: Der Laie Pang, seine Frau und deren Kinder gehören alle dem Laiendasein an. Wenn du darüber wissen willst, wie man zuhause kultiviert, geh und frag sie. Sie sind nicht mehr in dieser Welt, aber es gibt einige Geschichten:

Mr. Pang sagte: “Schwierig, es ist so schwierig. Es ist, als ob man versucht Sesam Samen auf einem Blatt eines Baumes auszustreuen.”

Mrs. Pang sagte: “Einfach, es ist so einfach. Es ist, als ob die Nachricht der Patriarchen auf jeder Grashalmspitze geschrieben steht.”

Miss Pang sagte: ”Es ist weder schwierig noch einfach. Essen, wenn wir Hunger haben und schlafen, wenn wir müde sind.”

Wir sollten ernsthaft Buddhismus studieren, lass dich nicht in die Enge treiben.  

 

F: Warum sollen Laien die 42 Hände und Augen praktizieren?  

A: Beobachte dich gut während dem nicht kämpfen, nicht giereig sein, nicht suchen, nicht selbstbezogen sein, nicht eigennützig sein und nicht lügen.  

 

F: Es scheint unangebracht zu sein, in der Arbeitsstelle ein Bild von Fundamental Teacher Shakyamuni Buddha aufzuhängen und sich davor zu verbeugen. Wie soll ich dieses Dilemma lösen?  

A: Deine Arbeit wird aufgehalten, wenn du isst, warum isst du?  

 

F: Welche Mittel stehen uns zur Verfügung, um Spenden für das Bauen der Tempel zu sammeln?  

A: Wie die acht Unsterblichen, die versucht haben, den Ozean zu überqueren. Jeder von ihnen hat das benutzt, was er oder sie zur Verfügung hatte.

 

F: Manche der buddhistischen Besucher opfern groβe Mengen an Räucherwerk in der Buddhahalle.  

A: Schau wie sie die Buddha Statuen verdunkeln. Der Buddha ist vor lauter Rauch ganz aus der Fassung. Ist das Reine Land nun verschmutzt worden, um das Land des Schmutzes zu werden? Das ist alles das Ergebnis von Gier und Ignoranz.  

 

Ehrwürdiger Meister: Was ist mit deinen Augen geschehen? Warum sehen sie anders aus als sonst?  

Schülerin: Weil ich Make-up trage.

 

Ehrwürdiger Meister: Du weisst, dass du kein Make-up tragen solltest, wenn du kultivierst. Du steigerst künstlich dein Erscheinungsbild und ziehst damit unmerklich ganz viel Ärger an. Dadurch wird es zu einem Hindernis in deiner Kultivierung.

 

 

MEDITATION  

 

F: Warum sollen wir meditieren, wenn wir den Buddhadharma studieren.  

A: Damit wir eine unzählbare Menge an Sutras und grenzenlose Weisheit lernen können, die in unserer Selbst-Natur innewohnt. Es gibt in unserer Natur unzählbare Dharma Türen, aber die Menschen tendieren dazu, die Basis zu missachten und Oberflächlichkeiten hinterherzurennen. Wir schauen nach Antworten auβerhalb von uns und scheitern daran, zu erkennen, dass wir reflektieren sollten.  

 

F: Ist das Erlernen von Kampfsportarten und Tai Chi hilfreich für die Chan Meditation und das Kultivieren?  

A: “Alles ist vom Geist allein geschaffen”. Sie sind solange hilfreich, wie wir sie zu nutzen wissen. Ansonsten können sie schädlich sein. Kampfsportarten helfen uns beim Konzentrieren und machen es einfacher, in Samadhi einzutreten. Solange wir nicht nutzlose Gedanken unterhalten, kann alles unserer Kultivierung dienen.  

 

F: Gerade ist eine Art „Zeitgenössiche Meditation“ sehr beliebt. Der Leiter lehrt einem Mudras. Ich habe gehört, dass die Leute dadurch schnellere Ergebnisse erzielen. Meister, ist es okay diesen „Zeitgenössiche Meditation“ zu erlernen?

 

A: Ich bin altmodisch und verstehe diese Contemporary Frage nicht.

 

F: Ich weiss nicht, wie ich in der Anwendung der Chan Meditation “Wer ist sich des Buddhas bewusst?” fortfahren soll?  

A: Du solltest “Wer ist sich des Buddhas bewusst?” erforschen, anstelle dir die Frage zu stellen. Zu Forschen, ist wie ein Loch zu boren. Wir verstehen, wenn wir durchgebohrt haben. Davor wirst du, indem du dir die Frage stellst, nicht verstehen.  Das ist die Dharma Tür von “Wenn der Pfad der Sprache abgetrennt wird und die Orte für den Geist ausgelöscht sind”. Niemand kann das beschreiben. Was dir andere erzählen können ist meistens verfälscht.  

 

F: Im Allgemeinen wird gesagt, dass uns die Gebote dabei helfen, in Samadhi einzutreten und Weisheit zu erhalten. Warum reden die von der Chan Schule bloss immer davon, ein Gleichgewicht zwischen Samadhi und Weisheit zu kultivieren bis wir unsere Erleuchtung und unser Verhalten perfektioniert haben?  

A: Die können sagen was immer sie wollen. Es ist auch in Ordnung wenn manche nur über Gebote reden, oder über Samadhi, oder über Weisheit. Das ist nirgends festgelegt. Es hängt alles von den individuellen Zielen und Grundsätzen eines jeden ab. Es gibt da keinen vorgeschriebenen Richtwert.  

 

F: Warum müssen wir, um Samadhi zu erlangen, im vollen Lotus sitzen? Warum wird der volle Lotus nicht in anderen Praktiken verlangt? Ist es in Ordnung, wenn wir nur mit überkreuzten Beinen sitzen, wenn wir sie nicht soweit dehnen können, dass es für den Lotus reicht?  

A: Das ist auch in Ordung. Diese Haltung ist eben die Vajra-Haltung, also ist sie stärker.  

 

F: Ist der halbe Lotus vergleichbar mit einer silbernen Pagode und der volle Lotus mit einer goldenen Pagode?  

A: Keine Pagode für keinen Lotus.  

 

F: Welches sind die Grundkenntnisse der Chan Meditation?  

A: Das sind 1.nicht giereig sein, 2.nicht wütend sein und 3.nicht geblendet sein.  

 

F: Also ist transzendentale Meditation gut oder schlecht? Sie ist gerade in sehr vielen Ländern beliebt.  

A: Für diejenigen, die nicht im vollen Lotus sitzen können, wurden ungewöhnliche Arten zu meditieren geschaffen. Fakt ist, dass wir lernen müssen, im vollen Lotus zu sitzen, um zu meditieren. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit zu behaupten, dass man den Weg erreicht hat ohne im vollen Lotus gessesen zu sein.  

 

F: Welches ist der nächste Schritt in der Meditation?  

A: Die erste Vorraussetzung für die Meditation ist es, unseren Geist reinzuhalten und unser Verlangen zu verringern. Ein reiner Geist enthält keine unaufrichtigen Gedanken. Weniger Verlangen bedeutet, weniger emotional zu sein.  

 

F: Bitte beschreibe kurz die Meditation, die in der Gold Mountain Monastery gelehrt wird.  

A: Das findest du heraus, wenn du in die Gold Mountain Monastery gehst. Um anzufangen, üben wir uns darin, im vollen Lotus zu sitzen. Der “Obst Mönch” sitzt auf diese Art. Diese Haltung wird Vajra-Haltung genannt und kann Dämonen bändigen.  

 

F: Was hat der Satz “Wir sollten einen Gedanken aufkommen lassen, der im Nichts verweilt.” zu bedeuten?  

A: Sag mir zuallererst, wo ist dein Geist?  

 

F: Ich habe transzendentale Meditation erlernt. Während der Meditation höre ich auf einen Ton und visualisiere eine Szene am Meer. Zu Beginn konnte ich mich sehr gut konzentrieren und befand mich in einem sehr schönen Zustand. Doch nach einer gewissen Zeit wurde alles immer mehr vernebelt und verwirrt. Ich weiss nicht, ob das eine gute Art der Meditation ist.  

A: “Jeder Wunsch, einen Ton hören zu wollen, ist eine Art unaufrichtigen Denkens”. Diese Art der Meditation ist unaufrichtig und nicht transzendental. Transzendental ware natürlich, frei von Gier, von Suchen oder Teilnahme. Diese Art des Wollens, wird dich nichts transzendieren lassen.  

 

F: Unser Lehrer der transzendentalen Meditation hat uns beigebracht, uns einen bestimmten Ton vorzustellen.  

A: Das ist eine sinnlose Handlung, wie “einen Kopf über einen anderen Kopf zu stapeln” oder “einen Muli zu suchen, während man auf einem reitet”.  

 

F: Also sollten wir an gar nichts denken?  

A: Hunderte Dinge geschehen, aufgrund der Bewegung von einem Gedanken. Zehntausende Phänomene kommen zum Stillstand durch das Beenden eines Gedankens. Wenn der Geist ruht und die Gedanken aufhören, stellt sich wirklicher Erfolg ein. Wenn Selbstbezogenheit und Verlangen weg sind, wächst echter Segen.  

 

F: Welches ist der Hauptgrund von Meditation?  

A: Die Vorteile von Meditation sind mannigfach. Ganz gleich ob wir studieren, arbeiten ode runs um unseren Haushalt kümmern, tägliche Meditation fördert unsere Konzentration, mindert den Druck auf unser Leben und steigert unsere körperliche Gesundheit. Wenn wir ehrlich unsere Weisheit entwickeln wollen und uns befreien wollen, dann müssen wir es zur Gewohnheit werden lassen. Über kurz oder lang müssen wir uns der Meditation hingeben, so dass wir wirklich aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt ausbrechen können.  

 

F: Ich hab oft davon gehört, dass alles, was wir tun, zu Samen in unserem achten Bewusstsein werden. Aber ich verstehe nicht die Beziehung zwischen dem achten Bewusstsein und den vorherigen sieben Bewusstsein?  

A: Die sieben Bewusstsein arbeiten gemeinsam in unserem Körper und werden vom achten Bewusstsein kontrolliert. Wenn wir diese Bewusstsein voneinander trennen, trägt das achte Bewusstsein die Verantwortung für unsere Handlungen. Wenn das achte Bewusstsein die Kontrolle über die anderen sieben verliert, dann stirbt die Person. Wenn eine Person stirbt, dann ist das achte Bewusstsein das Letzte, das den Körper verlässt und das Erste, das in den Bauch des nächsten Elternteils eintritt. Deswegen lautet der Spruch wie folgt: ”Der Hausherr ist der Letzte der geht und der Erste der kommt.” Der Hausherr ist das achte Bewusstsein, ohne das die ersten sieben Bewusstsein unbrauchbar sind. Wenn das achte Bewusstsein daran scheitert zu funtionieren, scheitert der Rest genauso. Sie hängen genauso von ihm ab, wie ein Automotor vom Vergaser.  

 

F: Was mir am meisten leid tut, ist dass ich nicht genug Zeit zum Meditieren habe.  

A: Du musst dir in deinem engen Terminkalender etwas Zeit freischaufeln und sie nicht mitten in dem ganzen Durcheinander verschwenden. Du kannst jederzeit und überall kultivieren, nicht nur indem du irgendwo mit geschlossenen Augen sitzt.  

 

F: Seit ich die letzten Tage meditiere, haben die Schmerzen in meinen Beinen zugenommen, insbesondere in meinem linken Knie. Der Schmerz hat sich langsam zu einem Ball zusammengerollt und ist an meiner Kniescheibe hängengeblieben. Als der sich der Schmerz gestern steigerte, ist er explodiert und wurde zu einer reinen und warmen Energie, die gelblich war. Es wanderte von meinem Knie zu meinen Rippen und meinem Oberkörper. Diese Wärme hat mich nicht schläfrig, sondern glücklich und zufrieden gemacht. Später sah ich dann einen Thron, der von weiβen Lotusen umgeben war. Die Enden waren verschwommen, aber in ihrer Mitte hatten sie purpurfarbene Blüten, wie die eines umgedrehten Weinglases mit einem breiten Rand. Plötzlich veränderten sie sich zu Bergen aus Edelsteinen, aus einem beispiellos hellen Licht. Manchmal sahen sie wie europäische Schlösser aus dann wie Lotuspodeste auf denen Bodhisattvas thronen. Dann war da eine flachköpfige Schlange, die auf die Spitze des Thrones kletterte. Manchmal waren die Szenen durchsichtig, wie in einem Film, der abläuft, deshalb kann ich mich nicht so gut erinnern. Es schien, als ob ich alleine am Meeresufer entlanglief. Es war niemand sonst zu sehn. Der Ort war still und wunderschön, anmutig. Nur das Tönen der Seemöwen hat zeitweise die Stille unterbrochen. Nun würde ich gerne wissen, ob das echt war oder nur ein Ergebnis meines urteilsfähigen Bewusstseins?  

A: Visionen von Buddhas oder Blumen sind nicht echt, wenn du versuchst, sie zu visualisieren und zu sehen. Alles was du sehen möchtest, ist nicht echt. Der einzig bedeutungsvolle Zustand, der echt ist, ist der, bevor ein einziger Gedanke auftaucht und selbst der kann manchmal trügen. Am besten ist es während der Meditation auf keinen Zustand zu stossen. Da ist überhaupt nichts, nur Leere. Sei weder erregt, noch glücklich. Beides, Erregung und Glücksgefühl, kann dazu führen, dass du von Dämonen besetzt wirst, wie es in den fünfzig skandha Dämonen der Shurangama Sutra aufgeführt wird.  

 

F: Ehrwürdiger Meister, bitte erkläre uns den Unterschied zwischen unseren Regeln und den Regeln eines Meditationszentrums in China.  

A: Da gibt es offensichtlich eine Menge Unterschiede. Aber hier müssen wir unsere Unabhängigkeit und Einzigartigkeit durchsetzen. Wir wählen nur was gut ist und verwerfen was schlecht ist. Wir werden alle Probleme, die uns im Buddhismus quälen, umwälzen. Meditierende in China nehmen drei Mahlzeiten am Tag zu sich: Haferbrei zum Frühstück, Mittagessen und belegte Brötchen zum Abendessen. Jeder Meditierende muss geschlagen werden. Der Aufsichtsführende schlägt den Teilnehmer, einen nach dem anderen. Du wirst geschlagen, ob du dich korrekt verhälst oder nicht. Je härter du geschlagen wirst, umso mehr zeigt das Kloster wie streng seine Regeln sind. Zum Beispiel ist das Gao Ming Kloster für seine Schläge berüchtigt. Manchmal zerbricht der Prügelstock beim Schlagen der Menschen. Keiner von euch ist dieses Jahr geschlagen worden. Ihr seid in der Vergangenheit geschlagen worden. Ich bin dieses Jahr wahrscheinlich etwas feinfühliger und eure karmischen Hindernisse sind auch etwas leichter. Das sind einige der Unterschiede. Die Mönche in China sind eher angsteinflössend. Sie haben überhaupt kein Lächeln auf ihren Gesichtern, sehen streng wie Sangarama Bodhisattva aus. Wenn ihr zu einer dieser Chan Hallen gehen würdet, ihr hättet Angst euren Kopf zu heben. Ihr wärt wie eine Maus im Dasein einer Katze.

Wir schlagen die Leute nicht ohne Grund hier. Ich bin freundlich und spreche jeden Tag zu euch als wenn ich Babysitten würde. Warum müsst ihr auf diese Art leiden? Das ist deshalb, weil es eine riesen Menge an Segen für die Menschen in diesem Land gibt. Wenn ich euch nicht ein bisschen leiden lasse, dann würdet ihr kein bedeutendes Engagement dafür aufbringen, zu kultivieren. Ihr gebt es auf, schöne Kleidung zu tragen, gutes Essen zu essen, in einem schönen Haus zu leben und sonstige Arten an Luxus, um hier her zu kommen und zu leiden. Das ist der einzige Weg, eure Arroganz zu vernichten, so dass ihr ehrlich kultivieren könnt und euch von Geburt und Tod befreien könnt.

Auβerdem könnt ihr in den Meditations Hallen von China auf keinen Fall eure Beine ausstrecken. Ihr würdet auf alle Fälle dafür geschlagen werden. Keiner wird auch nur ein Stück höflich sein. Der Führer wird auch geschlagen, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Wenn der Führer von Zeit zu Zeit einmal eindöst, muss der Aufsichtsführende sich zuerst auf sein rechtes Knie knien, bevor er ihn schlägt, was anders ist beim Rest der Gruppe.

Es gibt auch eine bestimmte Art, seine Teetasse zu halten, weil die Tasse keinen Griff hat. Du musst deinen Daumen auf den Rand der Tasse legen und deine restlichen Finger unter dem Boden der Tasse halten. Mit der Tasse in den Händen, streckst du deine Arme nach vorne aus, damit der Aufseher dir Tee einschenkt. Nachdem du den Tee getrunken hast, stellst du die Tasse vor dich und der Aufseher wird sie wegnehmen. Das alles geschieht in völliger Stille. Wir trinken hier Ginseng Tee, also liegen wir hier mit unserer Regel unter der Norm. Wir können diese Regeln lernen und sie mit der Zeit verfeinern, aber wir müssen China weiss Gott nicht immitieren. Die Regeln müssen sich hier an die Kultur anpassen. Meditierende in China können keinenfalls die Halle verlassen, um drauβen Tee zu trinken, sich hinzusetzten, rumzustehen oder sich zu unterhalten. Sie kehren sofort nachdem sie gegessen haben wieder zurück in die Chan Halle zur Gang Meditation. Sie verschwenden nicht eine Sekunde ihrer Zeit. Sie machen überhaupt nichts anderes. Sie gehen nicht nach dem Essen nach oben, ihren Mund auszuspülen oder ihren Rücken und die Beine zu dehnen. Wir werden diese kleinen Probleme später ändern, so dass wir auf dem richtigen Weg sind.  

 

F: Der japanische Dhyana Meister Dao-Yuan (Dogen) hat gesagt, dass jeder ein Buddha werden kann, aber ich bin diesen Worten gegenüber skeptisch. Andere Leute mögen vielleicht fähig sein, ein Buddha zu werden, aber ich nicht.  

A: „Alle Lebewesen haben eine Buddha Natur; alle können zu einem Buddha werden.”Das hat Shakyamuni Buddha gesagt. Es ist nicht von dem japanischen Dhyana Meister Dao-Yuan entsprungen. Was eine Vorstellung!  

 

F: Du hast gerade davon gesprochen, wie ein voller Lotus gleichbedeutend einer goldenen Pagode und ein halber Lotus gleichbedeutend einer silbernen Pagode ist. Kannst du bitte was über Meditation sagen?  

A: Sei nicht so besorgt. Du wirst nur mehr abbeissen, als du kauen kannst. Wenn du noch nicht im vollen Lotus sitzen kannst, dann sitze im halben Lotus. Je schneller du sein willst, desto langsamer wirst du dort ankommen. Lerne jeweils an einem Tag; mach nicht gleich dein Diplom nach dem College.  

 

F: Sind Meditation und die „Erforschung von Dhyana”das selbe, oder sind das zwei verschiedene Dinge?  

A: Auch wenn die Begriffe verschieden sind, meinen sie das gleiche. Wenn wir wirklich die Erforschung von Dhyana begreifen, dann werden wir nicht länger verwirrt sein.  

 

Von einem Studenten: Kannst du mir bitte mit meiner Meditation helfen, damit ich die Prinzipien des Buddhismus besser verstehe, sowie die der anderen Religionen, die ich studiere?  

A: In der Meditation zu sitzen, ist zu lernen, wie man mit Schlägen fertig wird. Meditation ist genauso schmerzhaft, wie wenn man geschlagen wird. Das bezieht sich auch auf die Stunden, in denen du eigentlich nicht richtig sitzt. Wir sollten geduldig sein, wenn uns Leute schlagen oder anschrein. Im Allgemeinen können wir gut meditieren und in einer aufrechten Haltung schlafen, wenn wir uns nicht von den acht Arten der Gefühle beeinflussen lassen.  

 

F: Was passiert, wenn wir Schmerzen während der Meditation haben?  

A: Wenn du dir des Schmerzes bewusst bist, dann ist es besser, je mehr Schmerzen du hast. Wenn du nicht über diese Stufe hinauskommst, wirst du immer Schmerzen haben. Höre nicht dauernd auf den Befehl dieses Gefühles. Du musst es so steuern, dass es auf dich hört. Du musst derjenige sein, der die Kontrolle hat. Wir müssen wissen, dass unser Körper nicht wirklich ist, sonder aus den vier unechten Elementen zusammengesetzt ist. Es macht alles überhaupt nichts aus. Wenn ich sterben würde und in die Höllen kommen würde, dann würde ich von den vulkanartigen Ausbrüchen dort Höllenqualen erleiden müssen, die viel schmerzhafter sind, als das. Was soll ich an diesem Punkt machen? Da ich jetzt die Kontrolle habe, leide ich ein klein wenig mehr, denn wenn erst mal die Energie und das Blut durchfliesst, wird es nicht mehr schmerzhaft sein.  

 

F: Welche Gedanken sollten wir zähmen?  

A: Die von sexuellem Verlangen.  

 

F: Verbeugt sich irgendwer vor sich selbst?  

A: Vor wem verbeugt er sich? Gibt es ein Selbst? „Beide, derjenige, der sich verbeugt und der, der die Verbeugung erhält, sind leer und still“. Es ist leer, sei nicht davon berührt.  

 

Von einem Studenten: Kann der ehrwürdige Meister mir bitte den Weg aufzeigen? Wenn jemand meditiert, wer oder was ist der Meditierende?  

A: Du findest das heraus.  

 

F: Wie kann jemand, der den Buddhismus lernt, seinen Geist beruhigen und eine Art von Frieden im Geiste haben?  

A: Warum nimmst du deinen Geist nicht erst mal heraus und zeigst ihn mir?  

 

Von einem Studenten: Du sagst, dass wir mit dem was wir beim Meditieren fühlen, geduldig sein sollen. Aber ich finde das seltsam. Können wir unseren Gefühlen Ausdruck verleihen, oder sollen wir sie in uns behalten. Manchmal, wenn ich sie nicht rauslasse, hab ich das Gefühl danach zu explodieren. Was soll ich tun?  

A: Sei geduldig mit ihnen, was bedeuten soll, sie zu leeren, so dass sie verschwinden. Es geht nicht darum, sie innendrin zu verstecken. Wo liegt der Nutzen darin, sie innerlich zu verstecken? Warum möchtest du den Müll in dir bewahren? Vergesse sie! Dinge die unterdrückt werden, sind sogar noch schmutziger als die allerschmutzigsten Dinge. So mächtig wie vielleicht eine Atombombe ist, die Macht von Unterdrückung ist sogar stärker. Wenn du dich nicht davor fürchtest in Stücke gerissen zu werden, dann nur zu, unterdrücke sie. Wie beängstigend!  

 

F: Sollen wir, wenn wir meditieren, atmen?  

A: Würdest du nicht sterben, wenn du nicht atmest? Du musst natürlich sein. Unterdrücke dein Atmen nicht mit Absicht.  

 

Von einem Studenten: Bitte erkläre mir den Unterschied zwischen „etwas aushalten”und „geduldig sein“. Sind sie das gleiche? Oder ist Aushalten anders als Geduld, was Akzeptieren bedeutet.  

A: Geduldig sein, heisst, nicht wütend zu werden, nicht wie eine Bombe in die Luft zu gehen. Das Aushalten von Schmerzen während der Meditation zum Beispiel ist beides, Aushalten und Geduld. Auzuhalten, was jemand aushalten kann und auszuhalten, was jemand nicht aushalten kann, bedeutet, dass man nicht hoch geht wie eine Bombe.  

Ein anderer Schüler: Ich glaube, dass es im Englischen einen Unterschied zwischen den Beiden gibt. Etwas aushalten, bedeutet stark zu sein, Geduldig sein, bedeutet eine gute Persönlichkeit zu haben. Aushalten ist meist körperlich, während Geduld sich auf sanft sein, behutsam und leicht sein bezieht.  

 

F: Wie kann man einen Gedanken beim Aufsteigen kontrollieren? Und wie kann man einem unaufrichtigen Gedanken nicht nachgehen?  

A: „Man ist sich dieses Gedankens sobald er aufkommt, bewusst; und sobald man sich darüber bewusst ist, verschwindet der Gedanke.”Wenn du erst mal erkannt hast, dass es sich um einen unaufrichtigen Gedanken handelt, löst er sich im Nichts auf. Niemand kann dir helfen, wenn du deine Gedanken als nicht unaufrichtig einstufst und ihnen nachfolgst. Nochmals „Man ist sich dieses Gedankens sobald er aufkommt, bewusst; und sobald man sich darüber bewusst ist, verschwindet der Gedanke.”Unnutze Gedanken haben keinen Ursprung. Es ist alles gut, solange du den unnutzen Gedanken nicht nachfolgst und versuchst mit ihnen zu arbeiten, als wären sie dein Geschäftspartner.  

 

F: Was bedeutet es „ nicht darüber nachzudenken, was gesund (förderlich,aufrichtig) ist und was ungesund ist“  

A: Nicht darüber nachzudenken, was gesund und was ungesund ist, bedeutet sein wahres Gesicht zu verstehen, das das echte Gesicht dieses Fragestellers hier ist.  

 

F: Wie können wir einen Geist, der jederzeit unberührt und „so, wie es ist“, aufrechterhalten?  

A: „So, wie es ist” bedeutet, dass sich alles im Einklang mit dem Dharma und den Regeln befindet. Nicht im Einklang mit dem Dharma zu sein, bedeutet, gegen die Regeln zu verstossen. „So, wie es ist”bedeutet, unberührt zu sein, wenn wir unberührt sind, kann alles sein „so, wie es ist“. Wenn wir uns beeinflussen lassen, brauchen wir erst gar nicht über „so, wie es ist”zu sprechen.  

 

F: Was ist der Unterschied zwischen in Samadhi einzutreten und zu schlafen?  

A: Während Samadhi bist du sehr aufmerksam, während du aufrecht sitzt. Dein Körper bewegt sich nicht hin und her und dein Kopf neigt sich weder vor noch zurück. Das ist der Zustand der Stille, und doch stets reflektierend, reflektierend und doch immer still. Wenn du schläfst, bist du dir darüber überhaupt nicht bewusst. Du schnarchst donnergleich und deine Haltung ist das komplette Gegenteil.  

 

F: Warum habe ich Angst vor Gespenstern und Geistern, besonders nachts? Gibt es wirklich Geister und Gespenster?  

A: Jemand aus Malaysia hat mir diese Frage schonmal gestellt. Er hat gefragt, ob Menschen sich vor Geistern fürchten, oder Geister sich vor den Menschen? Meine Antwort war, dass wenn er Geister in seinem Geist hätte, er sich vor Geistern fürchtete. Wenn er keine Geister in seinem Geist hätte, dann würden sich die Geister vor ihm fürchten.  

 

F: Ist unser Geist fähig, die drei Zeitabschnitte -Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft- zu verstehen?  

A: Warum nicht? Lass mich kleinere Zeiteinheiten verwenden, so dass es einfacher für dich wird zu erinnern. Die drei Zeitabschnitte sind nur Gestern, Heute und Morgen. Die drei Zeitabschnitte können auch letztes Jahr, dieses Jahr und nächstes Jahr sein. Es ist das selbe Prinzip mit früherem Leben, diesem Leben und dem nächsten Leben.

 

F: Manche Personen, die meditieren, sehen Trugbilder –oder wie auch immer sie genannt werden. Kannst du bitte dieses Phänomen, das während der Meditation auftritt, erklären?  

A: Jedes Phänomen ist trügerisch und unecht. Was du siehst, sind gemäss der Shurangama Sutra nur die fünfzig Arten der Transformation. Es wäre sehr traurig, wenn du davon ausgehen würdest, dass eine davon eine Errungenschaft darstellen würde.  

 

F: Was ist die Lotus Haltung?  

A: Diese Sitzhaltung ähnelt einem Lotus. Auβerdem symbolisiert es, dass der Körper leicht und konzentriert ist, wie wenn man die ganze Zeit auf einem Lotus sitzt. Es vertritt auch die Bedeutung, wie sie in der ‚Welt der Schätze des Lotus’ enthalten sind. Das ist der Grund dafür, warum diese Art zu sitzen, als die Lotus Haltung bekannt ist -die glückverheissende Haltung.  

 

F: Ist Meditation eine Praktik, die eher gefährlicher ist, weil man anfälliger dafür wird, von Dämonen besetzt zu werden?  

A: Für diese Situation sind mehrere Gründe und Umstände verantwortlich, nicht nur eine. Manche Personen kultivieren und werden eher von Dämonen besetzt, weil sie äuβerst egoistisch, verurteilend und selbstbestimmt sind. Das sind die Gründe, weshalb sie kultivieren.  

 

F: Über was sollen wir kontemplieren während wir meditieren?  

A: Nichts besonderes. „Lass einen Gedanken aufkommen, der im Nichts verweilt.”Wenn es irgendetwas besonderes gibt, dann würdest du dort verschweilen. Verweile nirgends; denke nicht an gut oder böse. Das ist, wo du ernsthaft Arbeit investieren willst.  

 

F: Ich verfolge den Buddhismus noch nicht all zu lange, aber die meisten Leute sagen, dass Meditation bedeutet, zu meditieren, egal ob man geht, steht, sitzt oder liegt. Uns wird nur gesagt, zu meditieren, aber es wird uns nie eine Methode gegeben. Wie kultivieren wir beim Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen Dhyana? Ich habe nur von Meditation im Sitzen gehört, aber nicht von Meditation beim Gehen, Stehen oder Liegen.  

A: „Gehen ist Dhyana, Sitzen ist genauso Dhyana, beim Sprechen oder in Stille, in Bewegung oder Ruhe, mein Kern ist im Frieden. Sogar wenn ich auf eine Messerspitze treffe, ich bleibe immer völlig ruhig. Wenn mir eine giftige Droge gereicht wird, bin ich immernoch völlig unbeschwert.”Ist das klar? Meditiere während du gehst oder stehst. Zum Beispiel, kannst du während du gehst, erforschen, wer sich des Buddhas bewusst ist. Mach dir keine Gedanken darüber, wer das Geld verdient. Ergründe, wer sich des Buddhas bewusst ist während du sitzt, mach dir keine Gedanken darüber, wer isst. Erforsche, wer ist sich des Buddhas bewusst, wenn du liegst. Sich des Buddhas bewusst zu sein, bedeutet, dass wir nach der Frage zu diesem „wer”Ausschau halten. Wir wollen diese Frage ergründen und sie nicht bloss immer und immerwieder wiederholen.  

 

F: Meister, Meister, welche Art geistiger Ebene sollen wir dazu gebrauchen, um das Gefühl zu bewahren, nicht gleich wieder aufstehen zu wollen, nachdem man sich zur Meditation gesetzt hat. Wenn ich diese Stufe durchbrechen will, welche Art der Methode soll ich anwenden, damit ich nicht von Dämonen besetzt werde?  

A: Alles ist falsch, wenn wir an Formen anhaften; mit nicht-tuen, fallen wir ins Nichts.

Die Vajra Sutra sagt: „Alle Formen sind leer und trügerisch“. An welche Ebenen könnt ihr hier anhaften? „Wenn wir sehen, daß Form doch nicht Form ist, dann sehen wir den ‚Der Eine Kommt’. Wenn wir unsere ganze Energie an Oberflächlichkeiten verschwenden, können wir damit für immer fortfahren und uns immer noch nur mit Oberflächlichkeiten beschäftigen.  

 

F: Ich praktiziere Meditation, aber störe mich seit vielen Jahren an dem Chakra zwischen meinen Augenbrauen. Kann der Meister mitr bitte helfen?  

A: Ein Chakra zwischen den Brauen? „Wenn man an Formen anhaftet, läuft alles schief; nicht-tun lässt dich ins Nichts fallen“. „Alle Zeichen sind trügerisch und unecht. Wenn wir sehen, dass alle Zeichen keine Zeichen sind, dann sehen wir den ‚Der Eine Kommt’.“ Es ist eine starke Anhaftung über einem Chakra zu schweben???????????????s.109 dantian??????????????. Keines davon sind endgültige Dharmas. Beim ultimativen Dharma geht es darum, alle dharmas wegzufegen und sich von allen Zeichen zu trennen.  

 

F: Wie können wir verhindern, von Dämonen besetzt zu werden, während wir meditieren?  

A: Tut jeden Tag Buβe, rezitiert öfter den Namen Buddhas, haltet morgendliche und abendliche Zeremonien ab und rezitiert das Shurangama Mantra bevor ihr meditiert.  

 

F: Darf ich den Meister danach fragen, ob du Personen, die nicht deine Schüler waren, eine angenehme Methode der Meditation gelehrt hast?  

A: Um diese Methode zu erlernen, musst du erst dein Verlangen durchtrennen und die Liebe beenden. Danach übe das Sitzen im vollen Lotus.  

 

F: Wo geht das „Ich“ nach dem Tod und der Bestattung hin?  

A: Die Essenz der Meditation ist es, nach diesem „Ich“ zu suchen, die Selbst-Natur des wahren „Ichs“.  

 

F: Warum sollen wir beim Meditieren sitzen und uns nicht bewegen?  

A: Es lehrt dich keine Gedanken zu haben. Einer der keinen Gedanken aufkommen lässt, ist ein Buddha.  

 

F: Der ehrwürdige Meister sagt: „Es ist das beste für jeden, wenn er lernt beim Meditieren im vollen Lotus zu sitzen. Wenn ihr nicht beide Beine übereinanderlegen könnt, dann reicht eines aus. Ihr müsst solange sitzen, bis eure zwei Beine gehorchen. Sitzt solange, bis ihr für eine, zwei, drei, vier, fünf oder sechs Stunden sitzen könnt, ohne Schmerzen zu bekommen. Das ist, wenn ihr an einem bestimmten Level angekommen seid, an dem ihr einige Einsichten, einige Erweckungen erzielt.“ Aber was passiert, wenn ich nicht so viel Zeit habe?  

A: Du hast vielleicht nicht so viel Zeit, aber wenn du nur für einen Moment sitzen kannst, so kann dir das immernoch grenzenlosen Verdienst und Wert einbringen. Die Sutra sagt „Für einen Moment in Meditation zu sitzen, ist besser, als so viele Stupas, gemacht aus sieben Juwelen, zu bauen, wie es Sandkörner im Fluβ Ganges hat.“ Wenn du dich in deinem Geist sammeln kannst und keine falschen Gedanken einlädst, dann wirst du im kürzesten Augenblick, grenzenlosen Verdienst und Vorteil anhäufen. Warum? Weil der Verdienst vom Bauen der Stupas, die aus sieben verschiedenen Edelsteinen gemacht sind, äuβerlich ist; wohingegen das Meditieren ohne falsche Gedanken Wert einbringt, der viel hochwertiger ist, als das Bauen von sieben-Edelstein-Stupas. Aus diesem Grund sollte jeder sich die Zeit nehmen, Meditation zu praktizieren.  

 

F: Wie genau verhindern wir das Aufsteigen eines einzigen Gedankens?  

A: Das ist unmöglich. Obwohl es unmöglich ist, zu verhindern, dass ein Gedanke an die Oberfläche steigt, ist es möglich einen Gedanken vom verschwinden zu bewahren. Das was vergeht wird aufkommen und das was aufkommt wird vergehen. Wenn wir einen Gedanken davor bewahren wieder zu verschwinden, können wir ihn auch vom Aufsteigen bewahren. Das ist das Prinzip hinter der Meditation: wenn kein einziger Gedanke aufsteigt, ist man ein Buddha.  

 

F: Während ich meditiert habe, hörte ich eine laute Stimme meinen Namen rufen. Hätte ich mit dem Meditieren fortfahren sollen?  

A: Das ist okay. Sei nicht beunruhigt. Du musst dich mit der Realität auseinandersetzen und durch solche Tests gehen. Es gibt nichts, wovor du Angst haben musst, solange deine Gedanken aufrichtig und nicht abartig sind.  

 

F: Sollen Laienschüler meditieren?  

A: Du kannst meditieren, gleich ob du ein Mitglied des Sanghas bist, oder ein Laie. Nichts ist vorgeschrieben. Zum Beispiel essen Mönche und Nonnen, und das tun Laien auch.  

 

F: Warum endet der Lärm in der Meditationshalle nie?  

A: Es ist schwierig, einen Ort zu finden, der völlig ruhig ist. Da sind die Geräusche von Flugzeugen, Autos, etc. Von drauβen und dann sind da die Geräusche von Herzklopfen, etc. In unserem Körper. Auβerdem hat es Geräusche von elektomagnetischen Wellen in der Luft und Geräusche von Atomen, die sich durch den Raum bewegen. Wenn du in einem unterirdischen Loch, das mit Zement abgedichtet ist, sitzen würdest, dann hörtest du immernoch Geräusche aus dem Untergrund wahrnehmen. Und so gibt es eben auch in der Meditationshalle Geräusche von hustenden Personen. Es ist unmöglich einen Ort in der Saha Welt zu finden, der frei von jeglichen Geräuschen ist. Wie auch immer, es ist kein Geräusch da, wenn du nicht nach einem Geräusch Ausschau hälst.

 

MANTRAS  

 

F: Darf ich fragen, ob ich ein Mantra oder mehrere Mantras rezitieren soll? Welches Mantra ist nutzbringender?  

A: Erstens kannst du keinen Nutzen von ihnen erwarten.Und zweitens sind sie alle gleichwertig. Keines ist besser oder schlechter als das andere. Eines sind viele und viele sind auch eines. Wenn du mehrere Mantras rezitierst, musst du dich auf deine Rezitation konzentrieren, damit das Mantra wirksam wird. Wenn du nur ein Mantra singst, dann magst du vielleicht dazu im Stande sein, diese Wirksamkeit zu erhöhen. Es ist Gier, die dich mehr Mantras oder Sutras rezitieren lassen will. Gier ist eine Unruhestifterin.  

 

F: Ist es ein Muss zu kontemplieren, während man Mantras und den Namen Buddhas rezitiert?  

A: Du wirst weniger herumstreunende Gedanken haben, wenn du kontemplierst; wenn nicht, werden deine Gedanken mehr herumirren.  

 

F: Wie wenden wir Mantras an, um böse Geister auszutreiben?  

A: Die Verwünschungen von einigen Nicht-Buddhisten, Geistern und Dämonen können dir manchmal Kopfschmerzen oder Zahnweh bereiten, oder ein Stechen in den Augen verursachen. Sie können dich unbeweglich, schwindelig oder verrückt werden lassen, oder dich ein Kauderwelsch sprechen lassen. Indem man ein Mantra singt, kann man den Zauber brechen und unwirksam machen. Trotzdem sind Mantras nicht dazu gedacht, böse Geister ohne Grund anzugreifen.  

 

F: Wo liegt der Unterschied zwischen dem ‚Groβen Mitgefühl Mantra’ und dem ‚Shurangama Mantra’? Welche Rezitation führt schneller zur Erleuchtung?  

A: Ich bin nicht erleuchtet, ich weiss nicht wie ich dir diese Frage beantworten soll.  

 

F: Wird mein Mantra auch dann wirksam sein, wenn ich es nicht richtig ausspreche?  

A: Damals lebte ein Mann, der seit langer Zeit kultivierte und die ganze Zeit die ‚Six Syllable Great Bright Mantra“ rezitierte. Er hat es vielleicht selbst erfunden, ohne es mit anderen zu besprechen oder hat vielleicht vergessen, was andere ihm gelehrt haben. Mit dem Wissen, dass chinesische Schriftzeichen ihre Betonung von dem Laut, der den Radial begleitet, ableiten, kam er zu der Schlussfolgerung, dass der letzte Laut in „om mani pa me hung“ als „niu“ (im chinesischen „Ochse“) ausgesprochen wird. Also hat er „Om mani pa me niu“ rezitiert und zwar sehr gewissenhaft mit der Beständigkeit eines Ochsens. Er hat es jeden Tag eine Millionen mal rezitiert. Anstelle der Rezitationsperlenkette hat er eine Millionen Soyabohnen benutzt, die ihm beim Zählen halfen. Jedes mal wenn er das Mantra rezitierte, warf er eine Soyabohne von einer Schale in die andere. Allmählich musste er die Bohne nicht mal mehr aufheben. Durch die Kraft seiner Rezitation, sind die Bohnen von alleine von einer Schale in die andere gesprungen. Später hat ihm dann jemand gesagt, dass „om mani pa me hung“ die richtige Aussprache ist. Also hat er es auf diese Art rezitiert. Doch seltsamerweise sind die Bohnen nicht mehr auf die selbe Weise gsprungen. Doch wenn er zu seiner anfänglichen Aussprache zurückkehrte, sind die Bohnen wieder gesprungen. Dieser Vorfall begab sich, da sein Glaube erschüttert wurde, als man ihm sagte, dass sein Rezitieren nicht korrekt war.  

 

F: Gibt es ein Mantra, das Gespenster vertreibt?  

A: Die Macht von Mantras ist unvorstellbar. Es ist nichts so, dass die Gespenster Angst vor dem Mantra haben. Sie verschwinden, weil das Mantra unseren eigenen Geist vom gespenstischen Schatten befreit. Wir fühlen uns beschützt, wenn wir ein Mantra rezitieren und dabei denken „dieses Mantra wird alle Geister verjagen.“ Also verschwinden die Gespenster. Von dieser Betrachtung ist es korrekt, dass Mantras im Geistervertreiben erfolgreich sind.  

 

F: Ist es für böse Menschen, die gestorben sind, dienlich, das „Rebirth Mantra“ zu rezitieren?  

A: Ist es dienlich das Mantra nicht zu rezitieren? Darüber hinaus wirst du satt vom Essen. Wirst du satt, wenn du nicht isst?  

 

F: Auf was müssen wir achten, wenn wir das „Groβe Mitgefühls Mantra“ oder das „Shurangama Mantra“ gebrauchen, um eine ernsthafte Krankheit zu heilen, von jemandem, den die Ärzte aufgegeben haben?  

A: Der Patient muss sein Karma einbüen, dass er in der Vergangenheit kreiert hat.  

 

F: Gibt es einige Geister, die keine Angst vor Mantras haben?  

A: Es gibt einige sehr starke und mächtige Geister.  

 

F: Wieviele male muss ich das „Rebirth mantra“ aufsagen, um das Karma vom Töten zehntausender Insekten und Würmern, wieder gut zu machen?  

A: Wenn du dein Verlangen abgetrennt hast, dann ist nur eine Rezitation schon sehr wirkungsvoll. Wenn dein Verlangen noch nicht beendet ist, wird das Mantra unwirksam sein, auch wenn du es zehntausen mal rezitierst.  

 

F: Kann das Aufsagen von Mantras uns dabei helfen, unsere Reinheit wieder herzustellen?  

A: Nicht nur können Mantras uns dabei helfen, unsere Reinheit wieder herzustellen, auch können sie uns helfen reiner zu werden.  

 

F: Was ist der Nutzen von Mantras?  

A: Der Punkt ist nicht, ob Mantras von Nutzen sind oder nicht, das wichtige, das man feststellen sollte, ist, dass Mantras Dharmas sind, die das Dharma Reich schmücken. Das Dharma Reich zu verzieren, ist das selbe, wie unser innewohnendes Wesen zu verzieren. Indem wir das Dharma Reich schmücken, schmücken wir gleichzeitig unser innewohnendes Wesen. Ein geschmücktes inneres Wesen ist ein Dharma, das uns erlaubt, Bodhi zu verwirklichen. Ich meine damit nicht, dass ich nicht mehr essen muss, wenn ich hungrig bin, weil ich ein Mantra aufsage; dass ich nicht mehr Kleidung anziehen muss, wenn ich friere, weil ich ein Mantra aufsage; oder dass ich nicht mehr schlafen muss, wenn ich müde bin, weil ich ein Mantra aufsage. Mantras haben nichts mit solchen Dingen zu tun; Mantras lassen unsren Dharma-Körper und unsere Weisheit wachsen.

 

 

Das Groβe Mitgefühl Mantra  

F: Jemand hat gesagt, dass wenn wir das Groβe Mitgefühl Mantra 108 mal am Tag rezitieren, und das für drei Jahre konsequent durchführen, wir einige Ergebnisse sehen können. Aber ich bin ziemlich beschäftigt mit meiner Arbeit und kann nicht mehr als eine Stunde dafür aufwenden, um zu sitzen und das Groβe Mitgefühl Mantra zu rezitieren. Meine Frage ist: Kann ich das Mantra 108 mal rezitieren, aber aufgeteilt während verschiedenen Tageszeiten?  

A: Solange du aufrichtig bist, ist alles OK.  

 

F: Meister, du hast gesagt, dass wir einige Ergebnisse sehen können, wenn wir das Groβe Mitgefühl Mantra drei Jahre lang hindurch rezitieren. Bitte sage mir, welche Art wundervolle geistige Ebene nach den drei Jahren eintreten wird?  

A: Stelle mir diese Frage nochmal, wenn du das Mantra drei Jahre lang rezitiert hast.  

 

F: Meister, wir rezitieren das Groβe Mitgefühl Mantra, um das Volk zu beschützen. Kannst du uns deine Einsicht dazu sagen?  

A: Guanshiyin Bodhisattva wurde zu einem Bodhisattva mit tausend Augen und tausend Händen durch die Macht des Groβen Mitgefühl Mantras. Das Groβe Mitgefühl Mantra besitzt die wundervolle Macht, die Dharmas, Himmel und Erde zu durchdringen. Solange wir aufrichtig und engagiert sind, wird jedes Unheil abgewendet. Seine Wunder sind unbeschreiblich und unerschöpflich. Während dieser Tour rezitiert die Dharma-Propaganda Gruppe das Mantra rund um die Uhr, weil sie glauben einige Ergebnisse zu erzielen. Es wird erhofft, dass sich die Wünsche von jeder Person erfüllen.  

 

F: Kann der ehrwürdige Meister bitte das Groβe Mitgefühl Mantra erläutern? Ein Buch sagt: „Ernsthafte körperliche Krankheiten verschwinden sofort.“ Aber manche Personen sagen: „Das ist unmöglich! Wie kann eine Krankheit sich bessern, bloss durch das Rezitieren des Groβen Mitgefühl Mantras?“  

A: Es ist wirkungsvoll, solange du aufrichtig bist. Wenn du unaufrichtig bist, dann kann es nicht wirkungsvoll sein. So wie der Spruch sagt: „Wenn Wut zu Freude wird, können sogar Tote ins Leben zurückkehren. Wenn du behauptest, dass das falsch ist, solltest du wissen, dass Buddhas nicht lügen.“ Wenn du erstmal Glauben hast, wird sicherlich eine Antwort kommen. Das Groβe Mitgefühl Mantra kann 84 000 Arten von Krankheiten in der Welt heilen, und das ist für Menschen mit guten Wurzeln möglich zu erreichen. Eine Person, die keine guten Wurzeln hat, kann es nicht mal lesen, auch nicht, wenn sie es wollte. Wie hart sie es auch versuchen, solche Leute werden keinerlei Krankheit heilen können, besonders nicht ihre eigene.  

 

F: Wie sollen wir den Text in der Groβen Mitgefühl Buβe: „Das Wesen wird dem Buddhadharma und dem Sangha zugewendet; die zwei Wahrheiten durchdringen gegenseitig das Siegel des Samadhi.“verstehen?  

A: Willst du das kultivieren? Wenn du es nicht kultivieren willst, dann frag nicht darüber. Wenn du es kultivieren willst, dann frag nicht so informell. Du musst aufrichtig und ernsthaft sein. Was ist der Nutzen davon, einen Haufen Klischees zu lernen, wenn du den Dharma nicht respektierst?  

 

F: Wird meine Rezitation des Groβen Mitgefühl Mantras genauso wirkungsvoll sein, wenn ich kein Vegetarier bin und mich nicht an die fünf Gebote halte?  

A: Du musst auf deinen eigenen Füssen stehen. Verlasse dich weder auf das Groβe Mitgefühl Mantra, noch auf das Kleine Mitgefühl Mantra, das Östliche Mitgefühl Mantra oder das Westliche Mitgefühl Mantra.  

 

F: Ich habe eine Flasche Wasser mitgebracht. Kann der ehrwürdige Meister es bitte mit Mitgefühl segnen, so dass die Personen, die von diesem Wasser trinken, von ihren Krankheiten befreit werden und sich schnell erholen können? Meine Schwiegermutte will den Namen Buddhas rezitieren und sich mit Sorgfalt vor den Buddhas verbeugen. Unglücklicherweise schmerzen ihre Knie sehr.  

A: Anstelle, dass ich es segne, ist es besser wenn du es selber segnest. Wenn du das Groβe Mitgefühl Mantra rezitierst, bis es wirksam wird, dann ist es sogar besser, wenn du es segnest. Das ist viel besser als nach Hilfe von auβerhalb zu fragen. Verlasse dich nicht auf Hilfe von auβerhalb. Die Menschen müssen auf eigenen Beine stehen. Verlasse dich nicht auf andere Menschen. Wir brauchen ein starkes Rückrat. Es ist nicht der ultimative Dharma, sich auf mich zu verlassen. Wenn du das Groβe Mitgefühl Mantra aufrichtig rezitierst, dann wird es wirksam sein.  

 

F: Gerade eben hat der Meister einen Vortrag darüber gehalten, wie hervorragend das Groβe Mitgefühl Mantra ist. Darf ich fragen welcher Laie oder Buddha oder Boddhisattva das Groβe Mitgefühl Mantra erschaffen hat?  

A: Beide, die Groβe Mitgefühl Buβe und die Groβe Mitgefühl Dharani Sutra, machen es klar, dass das Groβe Mitgefühl Mantra von sovielen Buddhas, wie es Sandkörner in 990 Millionen Ganges Flüssen gibt, in der Vergangenheit gesprochen wurde. Sobald Guanshiyin Bodhisattva begann, das Groβe Mitgefühl Mantra zu rezitieren, erlangte sie tausend Hände und tausend Augen. Sie sieht mit ihren eintausend Augen, hört mit ihren eintausend Ohren und rettet alle Wesen mit ihren eintausend Händen. Seit sie das Groβe Mitgefühl Mantra akzeptiert, aufgesagt, gelesen und rezitiert hat, hat sie eine wunderschöne äuβere Erscheinung und ein Wesensbild, das von allen bewundert wird und ist übersät mit tausend Händen und tausend Augen.  

 

F: Wir mögen das Groβe Mitgefühl Mantra oder andere Mantras rezitieren, aber wir wissen nicht was sie bedeuten. Werden wir automatisch verstehen, was sie bedeuten, wenn wir damit fortfahren zu rezitieren und dadurch unsere Weisheit entwickeln? Gibt es einen anderen weg zu verstehen, was sie bedeuten?  

A: Dieses Mantra kann nicht verstanden werden. Auch wenn es nicht verstanden werden kann, enthält es doch Bedeutung. Da es nur sehr wenige Menschen gibt, die die Mantras verstehen, geht man im allgemeinen davon aus, dass sie unverständlich sind. Wie auch immer, ich habe vierzeilige Verse dafür gebraucht, jede Zeile des Groβen Mitgefühl Mantras zu erklären. Diese Erklärungen sind nicht perfekt, aber sie bringen etwas Licht ins Dunkel.  

 

F: Bitte verrate uns, welche Zeile des Shurangama Mantra unsere Weisheit entwickelt?  

A: Ich kenne nur das Mantra für Ignoranz: „Faul, Faul, swo pe he.“  

 

F: Ein bestimmter Dharma Meister hat gesagt, wenn schwangere Frauen das Shurangama Mantra rezitieren, dass sie eine Fehlgeburt erleiden. Ist das glaubenswert?  

A: Nonsens (Unsinn).  

 

F: Jemand hat gesagt, dass es das beste ist, das Shurangama Mantra vor fünf Uhr morgens zu rezitieren. Ist das wahr?  

A: Solange du das Mantra rezitierst, ist es immer fünf Uhr morgens.  

 

F: Ein bestimmter Dharma Meister hat seinen Schülern gesagt, dass sie weder das Shurangama Mantra noch das Groβe Mitgefühl Mantra rezitieren sollen, weil ihr Rezitieren die himmlischen Dämonen und Ketzer beängstigt, und das verstösst gegen die Idee von Mitgefühl. Dieser Dharma Meister hat seinen Schülern und Anhängern auch gesagt, dass sie nicht entsprechend der Sutra praktizieren sollen, noch Sutras lesen, weil das nicht notwendig ist. Er sagt es ist ausreichend, den Namen Amithaba Buddha zu rezitieren.  

A: Wenn Personen, die Mantras rezitieren dadurch in der Tat ohne Mitgefühl wären, dann hätte der Buddha nicht das Shurangama Mantra und das Groβe Mitgefühl Mantra gesprochen und das Mitgefühl seiner Jünger hätte nachgelassen.  

 

F: Manche Personen sagen, dass wir das Shurangama Mantra nur vor sieben Uhr morgens rezitieren können. Ist es auch in Ordnung es nach sieben Uhr zu rezitieren?  

A: Ich weiss nicht wie spät es in Amerika ist, wenn es hier sieben Uhr morgens ist. Was sollen wir tun, wenn sieben Uhr morgens in den Staaten anders ist als sieben Uhr morgens in Taiwan?  

 

F: Es existier ein ordentlicher Dharma, wenn wir die Shurangama Sutra beschützen und das Shurangama Mantra rezitieren. Wie viele Male soll ich das Mantra rezitieren?  

A: So viele Male, wie du willst.  

 

F: Was ist das Herz des Shurangama Mantras?  

A: Die lange Version des Herzstücks des Shurangama Mantras ist:

„Da jr two. Nan. E na li. Pi she ti. Pi la. Ba she la. Two li. Pan two pan two ni. Ba she la bang ni pan. Hu syin du lu yung pan. Swo pe he.”  

 

F: Wir sollen das Groβe Mitgefühl Mantra 108 mal am Tag rezitieren. Wie viele male am Tag sollen wir das Shurangama Mantra rezitieren?  

A: Eintausend und acht Mal.  

 

F: Kann das Shurangama Mantra eine tote Person wieder beleben?  

A: Es wird eine Person, die noch nicht völlig tot ist, wieder beleben können. Eine Person die schon tot ist, wieder zu beleben, ist nicht so einfach.  

 

F: Was sind die Auswirkungen des Shurangama Mantras?  

A: Es entwickelt Weisheit. So wie gesagt wird: „Wenn wir den Buddhadharma aufleben lassen wollen, müssen wir zuallererst die Shurangama Sutra studieren; wenn wir eine Schlacht gegen die Könige der Unterwelt führen wollen, müssen wir zuallererst das Shurangama mantra rezitieren.“  

 

F: Ist es okay eine der Zeilen aus der Shurangama Sutra zu verwenden, um Krankheiten zu heilen?  

A: Für manche Menschen nicht. Sie mögen vielleicht Schwierigkeiten damit einladen.  

 

F: Viele sagen, dass das Shurangama Mantra unheimlich groβe Macht hat zu schaden. Ist es nicht aus Mitgefühl, das Shurangama Mantra zu verwenden, um Kranke zu heilen?  

A: Mantras sind Lösungen, die nicht töten. Wie kann jemand ohne Mitgefühl Mantras aufsagen?  

 

F: Wie können wir verhindern, von Nicht Buddhisten an der Nase herumgeführt zu werden?  

A: Sei nicht giereig nach Ruhm und Glück. Rezitiere jeden Tag das Shurangama Mantra.  

 

Von einem Kind: Darf ich zuhause das Videospiel „Roaming the heavens“ spielen?  

A: Deine Mama wird dich solange nicht spielen lassen, bis du das Shurangama Mantra auswendig kannst.  

 

F: Welche Methode können wir dazu gebrauchen, uns auf das Aufsagen einer Zeile eines Mantras zu konzentrieren? Wie oft sollen wir diese Zeile des Mantras rezitieren?  

A: Warum nur eine Zeile?

 

Kommentar: Zum Beispiel: „ tu xi fa“ oder...  

A: Du rezitierst nicht nur eine Zeile. Du solltest einen Anschnitt nach dem anderen rezitieren. Du sollst nicht nur eine Zeile rezitieren. Diese Zeile ist mit den Zeilen zuvor und danach verbunden, also funktioniert es nicht, nur eine Zeile zu rezitieren.Jede Zeile hat ihre eigene Bedeutung und hängt damit zusammen, was davor kam und was danach kommt, und formt dadurch kleine Abschnitte. Wenn du wirklich das Shurangama Mantra studieren willst, musst du die Schichten lernen und wissen welche Zeile zu welchem Abschnitt gehört, bevor du es wirklich verstanden hast.

 

F: Der Meister sagt, dass wenn wir dise Zeile verstehen können: „sa dan duo bwo dan la“, dann würden wir unseren Geist verstehen und unsere wahre Natur erkennen und ausserdem Geister, Dämonen und Ketzer zähmen. Wie genau gebrauchen wir es?  

A: Genau wie beim Erlernen von Kampfsport, müssen wir erst die Bewegungen meistern, bevor mit unserem Schwert oder dem Gewehr in der Hand unserem Feind entgegen treten. Wir werden nicht zum unbesiegbaren Weltmeister, weil wir ein paar shaolinartige Kung Fu Bewegungen gesehen haben und denken, dass sie gut sind. Du denkst, dass du es weisst, aber du hast nicht mal die Grundkenntnise drauf! Das Shurangama Mantra arbeitet auf die gleiche Art. Wie kannst du es gebrauchen, wenn du es noch nicht einmal rezitiert hast?  

 

F: Warum müssen wir jeden Tag Mantras rezitieren?  

A: Die Macht des Rezitieren von Mantras ist fantastisch. Wir werden fähig dazu sein, uns eine unvorstellbar groβe Menge an Samadhi Kräften anzueignen. Mantras können alles verändern, -Gewalt in Glück umwandeln, Gefahr in Sicherheit umwandeln. Wir sollten uns, wenn wir das Shurangama Mantra rezitieren, konzentrieren. Werde nicht nach einer Weile faul und verliere nicht dein Interesse daran, weil du nicht sofortige Resultate siehst. Auch wenn du gar kein Ergebnis erkennst, solltest du es trotzdem täglich lesen, rezitieren und aufsagen. Du musst es jeden Tag kultivieren, so dass, wenn eine Situation auftritt, deine Rezitation wirkungsvoll ist. Es wird nicht wirksam sein, wenn du es nicht ständig praktizierst. Wenn du beständig die dharmas kultivierst, die du praktizierst, dann werden 84.000 Vajra Treasury Bodhisattvas kommen und dich in jedem Wort, jeder Handlung und jedem Schritt unterstützen. Das setzt eine Verpflichtung auf lange Zeit voraus, es wird nicht in 24 Stunden erzielt.  

 

F: Finden an anderen Orten auch Vorträge über das Shurangama Mantra statt?  

A: Von allen Orten der Welt und von allem Raum und dem Dharma Reich, hat nur die Stadt der 10 000 Buddhas die Shurangama Mantra Dharma Assembly, die Vorträge über das Shurangama Mantra hält.  

 

F: Warum sollen wir das Shurangama Mantra einmal am Morgen und einmal in der Nacht rezitieren?  

A: Einmal am Morgen für den Schutz während des Tages und einmal am Abend für den Schutz während der Nacht.  

 

 

KARMA  

F: Warum zittert mein Schüler, wenn er sich vor den Buddhas verbeugt?  

A: Das schlechte Karma, das ihm folgt, sagt ihm unmoralisch zu sein und führt ihn dadurch auf einen schlechten Pfad.  

 

F: Warum sollen Kultivierende nicht emotional sein?  

A: Emotionen representieren Selbstbezogenheit. Wenn wir uns von den sieben Emotionen kontrollieren lassen, dann sind wir egoistisch und verirren uns auf dem Weg zur Buddhaschaft. Auf dem Weg zur Buddhaschaft geht es darum uneigennützig und unvoreingenommen zu sein.  

 

F: Wie können wir unser böses Karma erleichtern?  

A: Vollbringt gute Taten.  

 

F: Können wir in unseren Träumen ungutes Karma erschaffen?  

A: Was in unseren Träumen auftaucht ist kein Karma. Das wichtige für uns ist es, kein ungutes Karma anzuschaffen, während wir wach sind. Natürlich können wir nicht verallgemeinern. Zum Beispiel, wenn du dir wünschen würdest, davon zu träumen, schlechte Dinge zu tun, dann würdest du damit schlechtes Karma kreieren. Wenn du davon träumst schlimme Dinge anzustellen, obwohl du davor nicht darüber nachgedacht hast, dann hat es nichts mit dir zu tun. Es kommt von Verblendung und nicht vom Karma, dass wir ungute Gedanken in unseren Träumen haben, aber wir nicht ungutes Verhalten an den Tag legen, wenn wir wach sind.  

 

F: Meister, wie werden wir Anhaftung und faule Gedanken los?  

A: Wer hat dir diese faulen Gedanken gegeben? Wer hat dir diese Anhaftungen gegeben?  

 

F: Was bedeutet es „verkehrt herum“ zu sein?  

A: Verkehrt herum zu sein, bedeutet, Leiden als Glück zu empfinden, Wahrheit als Falschheit und was nicht ewig ist als ewig anzusehen. Es bedeutet auch, ein ruheloses Herz zu haben und Schwärme an Gedanken. Es ist das Nicht-in-Aktion-treten, wenn eine Situation Hilfe vorraussetzt, aber dafür in Aktion treten, wenn eine Situation uns einen Gewinn verspricht. Im allgemeinen sind wir verkehrt herum, wenn wir nicht fähig sind, Schwarz von Weiss zu unterscheiden und wahr von falsch.  

 

F: Ich gähne jedes mal, wenn ich ins Kloster gehe um dem Buddhadharma zuzuhören. Bitte sage mir, was ich tun soll?  

A: Du wirst kein Problem mehr haben, wenn du einfach damit aufhörst zu gähnen.  

 

F: Wir sehen oft Zeitungsannoncen, die mit „Gaben für die Seelen abgetriebener Babies“ werben. Können wir für diese Seelen spenden?  

A: Das kann nicht als „Gaben“ angesehen werden, da diese Seelen kein Teil des dreifachen Juwelen (Buddha, Dharma und Sangha) sind. Es ist unangebracht zu sagen, das seien Gaben. Anstelle dessen sollten wir sagen, dass wir „sie überbringen [an das andere Ufer der Befreiung]“. Diese Seelen haben eher starke Miβstände und es ist schwer sie zu befreien. Darum müssen diejenigen, die die Schuld auf sich laden, das Leben dieser Babies zu nehmen, vielleicht mit ihrem eigenen Leben dafür zahlen. Wie auch immer, wenn eine solche Person einen wahren Kultivierer trifft, der nicht geldgierig ist, mag sich da eine Gelegenheit bieten, die Seelen zu überbringen.  

 

F: Viele Menschen geben Geld dafür um die Seelen von abgetriebenen Babies zu retten. Kann das Geld die Feindseligkeit erleichtern?  

A: Die Feindseligkeit kann dadurch nicht erleichter werden.  

 

F: Viele Personen machen heutzutage Geld aus toten Babies. Manche Buddhisten glauben nicht, dass das falsch ist. Was denkt der Meister darüber? Wird die Seele dieser toten Babies, den Parteien, die damit zu tun haben, Krankheiten verursachen oder für Probleme in anderen Bereichen sorgen? Werden sie in denen, die eine Abtreibung hatten, solche Angst bereiten, dass die Angst der Grund für die Gedenktafeln der Verstorbenen wird. Wie ist die Sichtweise des Meisters darüber? Werden diese Seelen für Schwierigkeiten sorgen? Was können wir machen um sie zu bändigen? Wie können wir ihnen Frieden bringen?  

A: Erstmal ist es besser am Leben zu sein, als eine Gedenktafel zu erhalten, wenn man tot ist. Menschen sollten keine Abtreibungen haben. Abtreibung ist eine Art des Tötens. Wenn Menschen nicht töten würden, wäre dieser extra Schritt nicht notwendig. Gebetstafeln für diese Babies aufzustellen, ist nur eine oberflächliche Art, den eigentlichen Grund des Problems zu überschminken. Können diese Seelen das Ufer überqueren? Kann die Schuld getilgt werden? Das ist nicht sicher. Wir sollten Vorsichtsmassnahmen ergreifen, anstelle dass es uns später leid tut. Warum vorehelichen Sex ausüben? Warum konnten sie nicht warten? Was war der Grund der Eile? Warum sind die Menschen so gierig nach zeitweisem Genuss? Ist es ein Mangel an Schamgefühl, dass es solchen Dingen erlaubt zu passieren? Und wenn die Leute darauf bestehen, vorehelichen Sex zu haben, warum verwenden sie dann keine Verhütungsmittel?  

 

F: Ich bin jetzt schon seit vier oder fünf Jahren ein Buddhist. Warum verfolgen mich immernoch Dämonen und Geister?  

A: Du bist nicht aufrichtig genug, wenn du dich vor den Buddhas verbeugst. Die Samen, die du ausgesät hast, lassen dich die Auswirkungen ernten, mit denen du dich jetzt auseinandersetzten musst. Man kann dem Gesetz von Ursache und Wirkung nicht entkommen. Auch wenn du an Buddha glaubst, musst du dich trotzdem mit den Konsequenzen auseinandersetzten, für die du verursacht hast. Das ist mit ein Grund dafür, warum Dämonen kamen, um dich zu strafen.  

 

F: Wie trennen wir unser weltliches Verlangen nach Ruhm, Glück und Sex?  

A: Das wird abgetrennt, wenn wir erst mal tod sind.  

 

F: Bitte sage mir, wie ich mit Karma umgehen soll, das mich blockiert und kontrolliert.  

A: Du kannst dich diesem blockierenden Karma hingeben.  

 

F: Während der morgendlichen Zeremonie rezitiere ich den Namen von Guanshiyin Boddhisattva. Mein Körper schwankt dabei spontan nach links und rechts oder nach vorne und hinten. Ist es in dieser Situation okay, zuhause zu meditieren?  

A: Wenn dein Körper sich auf diese Weise bewegt, kannst du einfacher von fliegenden Geistern besetzt werden.  

 

F: Warum bewegt sich mein Körper und warum fühlt es sich so an, als ob ich kurzatmig bin, während ich den Namen Buddhas rezitiere oder meditiere?  

A: Du erfährst eine dämonische Ebene.  

 

F: Ehrwürdiger Meister, warum habe ich Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, das Gefühl, dass mein Körper schwangt und ein Zittern während ich das Groβe Mitgefühl Mantra oder Shurangama Mantra rezitiere?  

A: Sogar das Groβe Mitgefühl Mantra wird wirkungslos, wenn sich etwas Böses in deinem Geist befindet.  

 

F: Gut oder Böse hängt ab von den Gedanken, die man hat. Also wenn wir ungute Taten vollbringen, kann es sein, dass sie stattdessen zu guten werden?  

A: Das könnte eine Kombination von Gut und Böse sein. Manche Personen verüben schlechte Taten mit guten Absichten, so wie diejenigen, die wie Robin Hood handeln indem sie den Armen helfen und die Reichen töten um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Auch wenn das, was sie tun illegal ist, ist da trotzdem was Gutes dabei. Es gibt viele Fälle, in denen Gutes Ungutes enthält und andersrum.  

 

F: Wäre es gut oder ungut, wenn ich betrügen und Geld stehlen würde, um es dem Meister zu spenden, damit Klöster gebaut werden.  

A: Das wäre ein unreiner Samen. „Ungute Ursachen bringen verzerrte Wirkungen hervor.“ Die Klöster, die mit dieser Art von Geld gebaut wären, würden sehr schnell einstürtzen.  

 

F: Ehrwürdiger Meister, bitte sage uns, was wir mit abartigen Gedanken machen sollen.  

A: Lade keine faulen Gedanken ein und du wirst keine abartigen Gedanken haben! Wenn du damit fortfährst, falsche Gedanken zu haben, werden natürlich abartige Gedanken kommen, einer nach dem anderen. Musst du diese Frage wirklich stellen? Reflektiere und frage dich, warum du keine einwandfreien Gedanken hast, aber abartige einlädst.  

 

F: Die Ursache und Wirkung von betrügenden Leuten, die Spenden einsammeln um Klöster zu bauen, wäre meines.  

A: Erstens wärst du nicht fähig dazu, einen Betrug von dir abzuschütteln. Zweitens, genau weil du Ursache und Wirkung zu tragen hättest, solltest du nicht versuchen, betrügerisch damit zu sein, Spenden für den Bau eines Klosters zu geben, die aus dem kranken Gewinn von Spielen kommen. Auch wie Konfuzius sprach:

Jeder will wohlhabend und aristokratisch sein, aber man sollte nicht versuchen, sich diesen Status durch illegale Einnahmen anzueignen.

Jeder ist abgeneigt gegenüber Armut und Niedrigkeit, aber man sollte nicht versuchen, dieser Situation auszuweichen, indem man Gebrauch aus illegalen Einnahmen macht.

Ich würde Armut und Niedrigkeit nicht für ein illegales Behelfsmittel, an Reichtum zu kommen, aufgeben. Ich würde lieber arm bleiben, aber dafür glücklich und zufrieden.  

 

F: Aber ich wäre derjenige, der das Geld gestohlen hätte. Der Meister hat nichts Falsches getan.  

A: Wir können das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht betrügen.  

 

F: Werden Tiere nach ihrem Tod wieder geboren?  

A: Das ist die selbe Theorie, wie die der Wiedergeburt der Menschen. Wir mögen vielleicht Chinesen sein in diesem Leben, aber im nächsten Leben als Amerikaner zurückkehren, und danach als Japaner; wir sind alle in der Lage dazu, überallhin zu ziehen. Die Geister der Tiere ziehen auch fort, aber jeder in ein anderes Leben, bezüglich der unterschiedlichen Karmas, Gedanken und Verhalten.  

 

F: Woher rührt negatives Karma her?  

A: Es kommt von Gier nach Wohlstand, Sex, Ruhm, Essen und Schlaf. Wir erschaffen Karma, indem wir gierig sind nach Geld, nach Sex, und nach Ruhm. Wir kreieren sogar noch mehr Karma, wenn wir giereig nach Essen sind. Wir kreieren Karma durch Verblendung und durch die Gier nach zu viel Schlaf.  

 

F: Der Buddhismus sagt: „Festgelegtes Karma bedeutet, dass es nicht verändert werden kann.“ Werden wir auf jeden Fall die entsprechende Vergeltung für das ungute Karma, das wir begangen haben, erhalten?  

A: Auch wenn es heisst, dass festgelegtes Karma nicht verändert werden kann, so können Angriffe doch ausgelöscht werden, durch die Fürsorge der Buddhas und Bodhisattvas in Samadhi. Wie auch immer, wir müssen extrem reumütig sein, wahrhaftig, voller Glauben und gewillt sein, uns tapfer zu verändern. So wie der Spruch lautet:

Wut und Abneigung können Glück erschaffen.

Die Toten können ins Leben zurückkehren.

Wenn du glaubst, diese Worte sind falsch,

solltest du wissen, dass Buddhas niemals lügen.

Ernsthafte Straftaten lösen sich in dem Moment auf, indem wir bereuen. Ganz gleich wie groβ unsere karmische Schuld sein mag, wir können Katastrophen und Krankheiten die uns befallen würden, auslöschen, indem wir unseren Geist auf Erleuchtung einstellen, den dreifachen Juwelen mit starkem Glauben betrachten, und genügend Verdienst und Wert anhäufen, um unsere Fehler auszugleichen.  

 

F: Woher kommen Gut und Böse?  

A: Sie kommen von dem Karma von jedem Lebewesen.  

 

F: 1.Könnnen Buddhas und Bodhisattvas das hinderlich Karma von Lebewesen auf sich nehmen? 2. Woher können wir wissen, wer wirklich ein guter Lehrer ist?  

A: 1. Buddhas und Bodhisattvas haben die Macht unsere Verbrechen auszugleichen, wenn wir dazu gewillt sind, uns zu verändern. Wie auch immer, wir dürfen nicht daran scheitern an uns zu arbeiten. Wir können uns für unser Karma nicht nur einzig und allein auf die Buddhas und Bodhisattvas verlassen.

2. Um herauszufinden, ob jemand wirklich ein guter Lehrer ist, beobachte nur und sehe, ob diese Person in Kämpfe, Gier und Selbstbezogenheit involviert ist. Sagt diese Person etwas aus eigenem Nutzen heraus, lügt aber behauptet sinnvoll zu sein? Es macht keinen Sinn, eine solche Art von Person einen weisen Ratgeber zu nennen.  

 

F: Woher weiss ich, welche Art von Krankheit von welchem Karma herrührt?  

A: Diese Art von Krankheit ist seltsam, der Ausbruch passiert ganz plötzlich, ohne jeglichen ersichtlichen Grund.  

 

F: Warum dösen wir ein?  

A: Wir dösen ein, weil wir nicht genügend Energie haben, wahrscheinlich durch Schlafmangel. Wir können nachts nicht schlafen, weil Männer an Frauen denken und Frauen an Männer. Mönche und Nonnen denken an Essen. Es ist kein groβes Geheimnis, es ist wirklich ganz einfach.  

 

F: Ziehen wir uns zurück, wenn wir uns unseren karmischen Hindernissen hingeben?  

A: Warum gibst du dich ihnen hin?  

 

F: Ich habe ein Klingeln in den Ohren und meine Behandlungen der letzten acht Monate haben nicht angeschlagen. Ich rezitiere durchweg das Groβe Mitgefühl Mantra, aber mein Zustand hat sich nicht verbessert. Bitte sage mir, was ich tun soll.  

A: Warum frägst du mich, anstelle von all den erreichbaren Ärzten? Iss nur weniger von dem Essen, dass Feuer in sich hat.  

 

F: Besitzen Lebewesen Prajnaweisheit?  

A: Geh und stelle diese Frage den Lebewesen. Da ich keines bin, woher soll ich wissen, ob sie Prajna haben!  

 

F: Da nach den grundsätzen des Buddhismus alles gleichwertig ist, sollten Menschen und Hunde auch gleichwertig sein. Warum sind Menschen und Tiere unterschiedlich?  

A: Könntest du einen Hund als „Papa“ bezeichnen?  

 

F: Warum bluten Tote aus der Nase, wenn sich der Leichnam in der Begleitung der Familienmitglieder befindet? Was ist der Grund dafür?  

A: Du solltest einen Arzt fragen.  

 

F: In unserem jetzigen Leben werden Geburt, Alter, Gebrechen und Tod von unserem hinderlichen Karma aus früheren Leben beschwert. Die meisten Menschen wissen nicht, dass die Schwierigkeiten, die sie erfahren, ein Ergebnis aus unguten Taten früherer Leben herrührt. Solche Personen haben immer das Gefühl, dass sie ohne Grund krank werden. Ist das nicht eine etwas zu harte Strafe für diese Leute?  

A: Wer hat dir gesagt, als Mensch wiedergeboren zu werden?  

 

F: Wie gehen wir damit um, wieder geboren zu werden?  

A: Wie kannst du irgendwo wiedergeboren werden, wenn du so viel Müll mit dir rumschleppst?  

 

F: Wie können wir unsere Schulden begleichen?  

A: Widme den Verdienst und Wert, den du verdienst, deinen Schuldnern, so dass sie das Leiden beenden können, Glückseligkeit erfahren und den Kreislauf von Leben und Tod verlassen können. Wir müssen unsere Schuld begleichen.  

 

F: Mein ganzer Körper schmerzt von meiner Krankheit. Was kann ich tun?  

A: Dein Körper ist nicht echt. Kultivierende fragen nicht nach einem gesunden Körper. Wir werden giereig nach Wünschen, wenn wir robust sind.  

 

F: Wie werde ich mein ungutes Karma aus der Vergangenheit los, sammle gutes Karma an und realisiere baldige Buddhaschaft?  

A: Du solltest nichts Böses tun, dafür alles was Gut ist.  

 

F: Was ist Karma?  

A: Karma ist eine Last für die Menschen, ihre Leben und ihre Geister. Wir bewahren unser Karma in unserer Lagerhalle, das zu dem Feld des achten Bewusstseins gehört. Weder groβ noch klein, diese Lagerhalle besitzt übernatürliche Kräfte und ist dazu in der Lage, eine schwere oder leichte Menge an Karma aufzubewahren. Es macht keine Unterscheidung zwischen deinem und meinem. Niemand kann Karma von dir stehlen, rauben oder wegnehmen.  

 

F: Ich hab mein gesamtes Leben hart gearbeitet, also warum kann mein Sohn nicht auf mich hören und mich respektieren?  

A: Das liegt daran, weil du dich seinen Ansprüchen beugst. Auβerdem hast du in deinem früheren Leben nicht hart gearbeitet. „Leiden bedeutet, das Leiden zu beenden; dein Segen zu geniessen, bedeutet ihn aufzubrauchen.“ Du solltest anerkennen, dass du ihm etwas schuldig bist und deine Rechnungen bezahlen musst. Wenn du deine Schulden nicht zurückzahlst, werden deine Schuldner jeden Tag kommen und an deine Türe klopfen um nach ihrer Entlohnung zu fragen.  

 

F: Warum bin ich chronisch krank? Was kann ich dagegen tun?  

A: Dein Gesundheitszustand ist schwach, weil du in deinen früheren Leben viele Lebewesen getötet hast.  

 

F: Meister bitte habe Erbarmen und Mitleid mit mir. Mein ganzer Körper schmerzt durch meine Krankheiten. Ich habe mich trotz mehreren Operationen nicht wieder erholt. Meine Familie ist zerrüttet. Ich bin durch so viele Tragödien in meinem Leben gegangen. Ich bitte darum, dass der Meister mir Rat erteilt. Ich hoffe dass ich von Sonnenschein gesegnet werde. Amithaba Buddha.  

A: Amithaba Buddha! Warum frägst du mich darüber, wenn du diejenige bist, die eine riesen Anzahl an Schweinen geschlachtet hast?  

 

F: Menschen leben grundsätzlich in Schmerzen. Wie viele Menschen leben wirklich glücklich?  

A: Wer hat ihnen gesagt Menschen zu sein?  

 

F: Dem Gesetz von Ursache und Wirkung zufolge, das die drei Zeitperioden beinhaltet, ist das „Ich“, das die Ursache in der Zukunft erhält und das „Ich“, das das Karma in diesem Leben erschafft, das selbe?  

A: „Um zu wissen, was wir in unserem früheren Leben gemacht haben, brauchst du nur zu sehen, was dich in diesem Leben konfrontiert.“ Was dir diese Leben wiederfährt ist ein Ergebnis deiner Taten aus vergangenen Leben. „Um zu wissen, was uns in unseren zukünftigen Leben erwartet, brauchen wir nur zu beobachten, was wir in diesem Leben tun.“ Was du in deinem nAchsten Leben bekommst, hängt von den karmischen Hindernissen, die du in diesem Leben erschaffst ab. Zum Beispiel, wenn du ständig tötest, wirst du in Zukunft eine kurze Lebensspanne haben. Wenn du ständig stiehlst, wirst du in deinem nächsten Leben ausgeraubt werden.  

 

F: Warum vergesse ich immer wieder, wie man Sutras rezitiert?  

A: Das liegt an deinem hinderlichen Karma aus der Vergangenheit.  

 

F: Ich habe den Namen Buddhas so viele Male rezitiert, aber warum habe ich mein hinderliches Karma nicht ausgelöscht und Erleuchtung erreicht?  

A: Woher weisst du wieviel hinderliches Karma du hast? Wie können wir übernacht das Karma von undenkbar langer Zeit auslöschen, das über Millionen und Millionen von Eonen her bis jetzt angesammelt wurde.   

 

F: Was bedeutet es sich über unser eigenes Kommen und Gehen im Klaren zu sein?  

A: Sich über unser Kommen im Klaren zu sein, bedeutet, dass wir verstehen, was in unseren vergangenen Leben passiert ist. Zum Beispiel wissen manche Personen hier, dass sie Mönche oder Laien in ihren vorherigen Leben waren. Sich über unser Gehen im Klaren zu sein, bedeutet dass wir wissen, was nach unserem Tod mit uns geschieht. Werden wir in den Bauch einer Kuh oder eines Pferdes kommen, oder im Land der ultimativen Glückseligkeit geboren werden? Menschen die von Geburt und Tod befreit wurden, verstehen alles ganz klar und deutlich. Sie sind nicht länger verwirrt?  

 

F: Was bedeutet es „das wundervolle Dharma Rad zu drehen“?  

A: Alles dreht das Dharma Rad: Menschen drehen das Dharma Rad für Menschen; Hunde das Dharma Rad für Hunde; und Katzen das Dharma Rad für Katzen. Wenn du erst mal verstehst, wirst du den Dharma, den du hörst, begreifen. Bis du verstehst, wirst du wahrscheinlich Dingen zuhören, die dich verblenden.  

 

F: Meister, wenn das Gesetz von Ursache und Wirkung sich nie irrt, wie können dharmas nicht endgültig sein? Was bedeutet das?  

A: Der Fakt, dass dharmas nicht feststehen, heisst nicht, dass du nicht zu kultivieren brauchst und dass du töten, vergiften und stehlen kannst. Keine festen dharmas bedeutet, dass wir nichts Böses, sondern nur Gutes tun sollen. Wir tun das aber tun das nicht; wir machen gar nichts aber machen alles. Sei nicht an irgendetwas angehaftet.  

 

F: Wie sollen wir mit hinderlichem Wiederstand gegen das Kultivieren umgehen?  

A: Würdest du den Tiger beissen, der kommt, um dich zu beissen? Das ist Wiederstand. Ist es okay wenn du das tust?  

 

F: Wie kann ich schnell solche schwerwiegenden Vergehen, die ich begangen habe, auslöschen?  

A: Vergehen, so viele wie es Sandkörner im Fluss Ganges hat, verschwinden wenn wir uns vor den Buddhas verbeugen. Wir müssen aufrichtig bereuen und uns ändern.  

 

F: Wie kann ich das plötzliche Eintreten von Schläfrigkeit und Lähmungserscheinungen in meinen Armen und Beinen loswerden?  

A: Wir brauchen die Anweisung von guten Lehrern, während wir lernen zu meditieren. Wir können es nicht blind selber üben.  

 

F: Ich bin seit neun Jahren kriminell. Ich weiss, dass meine Straftaten schwerwiegend sind, aber ich möchte kultivieren. Wie kann ich mein hinderliches Karma vernichten?  

A: Straftaten, so groβ wie das Universum, verschwinden sobald wir Reue zeigen. Das Wichtigste für uns ist, uns wahrhaftig zu schämen und reumütig zu sein. Indem wir vor den Buddhas Buβe tun, schmelzen die offenses dahin wie Eiscreme vor den sonnengleichen Buddhas. Ich stehe hinter dieser Wahrheit mit solcher Überzeugung, dass ich mit dir in die Höllen gehe, wenn deine offenses nicht verschwinden!  

 

F: Ich hab im Fernseher gesehen, wie einige High School Schüler gefragt wurden: „Warum würdet ihr eine gute Person sein wollen? Worin steckt der Vorteil, eine gute Person zu sein?“ Es hat mir wirklich weh getan, das zu sehen.  

A: Warum möchte jemand ein Pferd oder eine Kuh werden? Warum möchte jemand eine Katze oder ein Hund werden? Das ist die andere Seite der selben Münze. Wenn jemand keine gute Person ist, kann er eines davon werden.  

 

F: Fällt es unter Töten, wenn man verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, die Viren töten?  

A: Du nimmst diese Medikamente nicht, weil du es willst, sondern weil du krank bist, und deine Krankheit behandeln möchtest. Darum hat der Arzt dir diese Medizin verschrieben. Das ist nicht etwas, das du wolltest. Es ist nicht so, dass du sie töten willst, sondern dass sie gekommen sind, um dich anzugreifen. Auf der anderen Seite ziehen wir Krankheitserreger an, weil wir zu viele falschen Gedanken haben. Du musst zuerst reflektieren und in dich schauen. Töte die Erreger zuerst in deinem Geist.  

 

F: Manche Personen sagen, dass sie krank sind, weil sie das Karma ihrer Vorfahren übernommen haben. Wie können sie diese Art von karmischem Hindernis aus dem Weg räumen?  

A: „ Du wirst nur satt, indem du isst. Wir beenden unser eigenes Karma.“ Wir müssen nicht das hinderliche Karma der vorherigen Generationen auf unsere Schultern packen. Es wäre ausreichend, wenn wir nur damit aufhören, neues Karma anzuhaufen.  

 

F: Können wir irgendetwas gegen die disrespektvolle Haltung unseres Sohnes uns gegenüber unternehmen? Er schlägt und beschimpft seine Eltern.  

A: Nehmt es an, geschlagen zu werden! Wer hat euch gesagt, dass ihr in diesem Leben diesen Sohn zur Welt bringen sollt? Die Menschen sind intimately verbunden. Wahrscheinlich habt ihr eure Eltern in einigen eurer vorherigen Leben geschlagen. Daher müsst ihr in diesem Leben eure Sühne leisten. Wenn ihr mal darüber nachdenkt, wäret ihr nicht mehr so traurig. Wenn ihr die Dinge ändern wollt, dann rezitiert den namen von Guanyin Bodhisattva. Fragt Guanyin Bodhisattva, ob er eure Missgunst bitte  lösen kann. Aber ihr müsst sehr wahrhaftig damit sein.  

 

F: Wie können wir unsere karmischen Hindernisse aus dem Weg räumen?  

A: Jegliches karmische Hindernis kann aufgelöst werden, wenn die Leute einfach nur nicht wütend werden würden. Wir brauchen nur unsere Wut zurückhalten und eine extra Sekunde länger geduldig sein.  

 

F: Gibt es wirklich Höllen?  

A: Ich kann dir sagen, wir befinden uns in der Hölle, wenn wir am Leben sind. Die meisten Leute haben Probleme, kämpfen und streiten miteinander ohne Unterlass. Ist das nicht das gleiche, wie in der Hölle zu sein? Wie kann so ein Leben Bedeutung haben? Auβerdem gibt es Überschwemmungen, Wirbelstürme, Kriege und andere von menschen erzeugte Katastrophen, die das Leben hier wirklich zur Hölle machen! Noch dazu plagen uns Disaster, so dass es uns über Worte hinaus miserabel geht! Wir würden lieber sterben, wenn unser Krebs ausbricht. Ist das nicht wie in der Hölle?  

 

F: Neben den Menschen, können andere Lebewesen aus den sechs Bestimmungen auch zu Buddhas werden?  

A: Lebewesen aus allen der zehn Schicksalen können zu einem Buddha werden, aber sie müssen erst zu einem Menschen werden, bevor sie zu einem Buddha werden können. Tiere können nicht sofort zu einem Buddha werden. Das Menschenreich ist die wichtigste Schwelle für Lebewesen auf ihrem Weg zur Buddhaschaft.  

 

F: Warum stören uns die Geister, wenn wir sie doch in Ruhe lassen?  

A: Diese Frage hat mit Ursache und Wirkung zu tun und mit Karma, das sich alles überkreuzt, so wie das Gewebe eines Netzes.  

 

F: Wenn wir damit fortfahren im Kreis zu laufen [von Ursache und Wirkung], wann wird unser Karma jemals enden?  

A: Wir beenden es, sobald wir es begreifen, und das ist, wenn wir Buddhaschaft realisiert haben. Wann können wir es beenden, wenn wir die ganze Zeit verwirrt sind?  

 

F: Wie vollbringe ich gute Taten?  

A: Du solltest wissen, wie du gute Taten vollbringst, da du auch weisst, wie man schlechte Taten begeht.  

 

F: Ich habe gehört, dass es Verdienst und Vorteil einbringt, wenn man sich vor den überragenden Sangha Mitgliedern verbeugt. Man kann dadurch sein vergangenes Karma auslöschen. Stimmt das?  

A: Ja und Nein. Wenn der Dharma Meister, vor dem du dich verbeugst, ein echter Kultivierer ist, dann würdest du damit Verdienst bekommen. Wenn der Dharma Meister, vor dem du dich verbeugst, keine Werte in sich trägt, muss er sich vor dir verbeugen, weil er dir seine Schulden zurückzahlen muss. Woher ich das weiss? Ich kenne viele Personen, die tief in der Schuld stecken. Das ist der Grund, warum ich mich seit ich zwölf bin vor allen Lebewesen verbeuge. Ich habe mich selbst vor Stechmücken und Ameisen verbeugt. Ich habe nie damit gerechnet, dass sie deshalb eine Art Licht auf mich ausstrahlen würden. Darauf warte ich nicht, denn würde ich das tun, würde ich so vielen so viel schulden, dass ich meine Schuld niemals ausgleichen könnte.  

 

F: Warum sind während meiner Schicht fünf Patienten gestorben, als ich für einen Zeitraum von sechs Monaten für Room 2 West gearbeitet habe?  

A: Sie hatten eine Seelenverwandschaft mit dir!  

 

F: In dem Moment, in dem ein Sterbender in den Tod tritt, werden seine Feinde und Schuldner dann auftauchen?  

A: Das wäre sein Karma. Mit der magnetischen Anziehungskraft von Karma, können bestimmte Formen auftauchen. Ohne Karma, taucht gar nichts auf. Daher ernten wir, was wir säen. Wir ernten gute Dinge, wenn wir gute Dinge tun; wir ernten schlechte Dinge, wenn wir schlechte Dinge tun. Es ist nicht so, dass es einige Gespenster gibt, die die Toten erschrecken, es ist eine Kreation seines Karmas und nicht seines Geistes. Karma bezieht sich auf die Delikte, die er in der Vergangenheit begangen hat.  

 

F: Die Sutras sagen, dass es keine Möglichkeit gibt, Buβe zu tun vor den zehn Straftaten und den fünf rebellischen Handlungen. Doch warum wird auch gesagt, dass „schwerwiegende Delikte, die den Himmel ausfüllen, verschwinden alle, wenn wir Reue zeigen.“?  

A: Ich kann dir deine Frage nicht beantworten. Wenn ich dir antworten würde, dann würde der Buddha lügen. Begehe einfach nicht diese Straftaten, so dass du keine Buβe tun musst!  

 

F: Warum war jede Schwangerschaft, die ich hatte, eine Missgeburt?  

A: Weil du in einem vergangenen Leben beim Militär warst und viele Morde begangen hast.  

 

F: Manchmal treffen wir auf Personen, die sehr unverschämt sind.  

A: Entwickle keine negativen Gefühlsbeziehungen zu irgendjemandem. Gebrauche Güte, Mitgefühl, Freude und Gleichmut mit jedermann. Es ist sogar okay, auch wenn du dein Leben dafür opfern musst. Vergib anderen immer und hasse nicht, sei nicht eifersüchtig oder behindere andere. Ansonsten wirst du elend dran sein, wenn die ungute Vergeltung reif wird.  

 

F: Jemand, der normalerweise nicht wütend reagiert, wird in letzter Zeit sehr oft wütend.  

A: Jemand wird krank, wenn karmische Hemmnisse auftreten.  

 

F: Darf ich darüber fragen: „wenn der Geist gegangen ist, sind die Vergehen auch gestorben“?  

A: Wenn du deinen Geist vergessen kannst, sind deine Vergehen auch gegangen! Da du aber nicht vergessen kannst, bleibt dein Karma der Vergehen bestehen. Wenn du wirklich deinen Geist komplett vergessen kannst, was ist dann noch vorhanden?  

 

F: Warum gibt es Dürre?  

A: Weil das Karma von Lebewesen sehr intensiv ist. Der Gestank, den die Menschen freisetzen, feuert direkt nach oben in den Raum und verjagt die Drachen, die den Regen verwalten. Sie können nicht ihre Pflicht ausüben.  

 

F: Meine zweite Tochter wohnt einer buddhistischen Akademie bei, aber sie ist alles andere als gesund. Ich stecke in der Zwickmühle. Was soll ich tun?  

A: Sucht einen Arzt auf, der sie untersucht!  

 

F: Ich habe einen Neffen, der auf einen Besuch zurück nach China gegangen ist. Auf dem Rückweg hat er sich psychisch labil gefühlt und hat sinnloses Zeug geredet. Er hat nach einem Arzt gesucht, der ihn heilen kann. Laut der Hilfestellung von Freunden, soll er Zuflucht in den Buddha nehmen.Wir haben ihn nach Hualian gebracht und auf dem Weg ist er psychisch labil geworden und aus dem Zug gesprungen. Durch den Segen und das Mitgefühl der Buddhas und Bodhisattvas, ist er glücklicherweise mit dem Leben davongekommen. Nach mehreren Operationen, erholt er sich gerade Stück für Stück. Trotzdem ist er immernoch irgendwie mental verlangsamt. Kann der Meister uns bitte Anweisungen erteilen, wie wir unseren Neffen wieder herstellen können?

 

A: Ich werde für diesen Fall keine Versicherung abschliessen, egal wieviel sie kostet. Diese Art von Krankheit kommt von schwerwiegenden karmischen Hindernissen. Wahrscheinlich ist ein Geist hinter seinem Leben her. Es gibt viele rachedurstige Geister in China. Dieser ist wahrscheinlich ein Verwandter oder Freund, der sich nirgends beschweren kann und nirgends seine Schuld abbezahlt bekommt, also sucht er sich einen Ausgleich. Das ist eine Möglichkeit. Es ist allerdings nicht sicher, dass es so ist.  

 

F: Mein Bruder kehrte mehrere Male unter der psychiatrischen Beobachtung ein und aus, aber er ist immernoch frech und kann nachts nicht schlafen. Ist er in karmische obstacles verstrickt? Wie können wir ihm dabei helfen, wieder gesund zu werden? Amitofo!  

A: Es gibt Gründe für diese Auswirkungen. Dieses Problem wird nicht so einfach gelöst werden.  

 

F: Beladen mit hinderlichem Karma in diesem Leben, wissen wir doch nichts über das Karma unserer letzten Leben. Wie können wir das Karma in diesem Leben erleichtern? Kann der ehrwürdige Meister uns bitte anleiten?  

A: Kultiviert die Gebote, Samadhi und Weisheit mit Sorgfalt. Vernichtet Gier, Hass und Verblendung.  

 

F: Kann der ehrwürdige Meister uns bitte erklären, was er davon hält? Manche Personen sagen, dass wenn sie von Geistern besessen sind, es sei Guanshiyin Bodhisattva, der in ihr Körper gefahren ist.  

A: Ich bin weder Guanshiyin Bodhisattva noch bin ich ein Geist, also weiss ich die Antwort zu dieser Frage nicht.  

 

F: Du hast vorher gesagt, dass Tiere ein Gift in ihrem Körper produzieren, wenn sie verschmutzte Pflanzen fressen. Produzieren Menschen auch Gifte, wenn sie diese Pflanzen essen?  

A: Nicht nur Gift, sonder Tod! Versuch es wenn du mir nicht glaubst.  

 

F: Warum werden manche Babies ohne Gehirn geboren?  

A: Ihre Eltern hatten nicht genügend Essenz, Energie und Geist.  

 

F: Warum bin ich ständig krank und bedridden, obwohl ich eine Menge guter Taten vollbracht habe? Kann der ehrwürdige Meister mich bitte segnen?  

A: Rezitiere nur den Namen Guanshiyin Bodhisattva und dir wird es besser gehen.  

 

F: Aufgrund von Krebs hat meine Mutter kürzlich eine Operation gehabt, in der Teile ihres Darms entfernt wurden. Sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Wird sie sich völlig erholen? Ich mache mir solche Sorgen.  

A: Sie hat zu viel Fleisch gegessen!  

 

F: Was ist der Grund für meinen schwachen Gesundheitszustand, seit ich letzten September die Gebote für meinen verstorbenen Vater entgegengenommen habe? Bitte unterweise mich freundlicherweise.  

A: Du wärest vielleicht genauso ungesund, hättest du die Gebote für Verstorbene nicht entgegengenommen.  

 

F: Warum kann niemand die Krankheit von So-und-So behandeln?  

A: Weil er gierig ist. Er hat überall, wo er hingegangen ist, nach Salbung gefragt. Inzwischen sind mehrere seiner himmlischen und irdischen Seelen (z.B. seine geistige Wendigkeit) miteinander verschmolzen und können nicht mehr voneinander getrennt werden. Das geht schon viel zu lange so. (mehrere Jahrzehnte).  

 

F: Warum haben manche Personen den ganzen Tag über Selbstmordgedanken? Gibt es irgendeinen Weg dieses Problem zu beheben?  

A: Das ist das Ergebnis von Karma. Manche Personen erleichtern ihre Situation indem sie die Sechste Platform der Patriarchen Sutra rezitieren. Manche Personen rezitieren die Vajra Sutra und manche Personen rezitieren die Avatamsaka Sutra. Sie müssen jeden Tag Buβe tun.  

 

F: Ein Verwandter von mir hat Blasenkrebs.  

A: Das kommt vom Wechseln der Ehemänner.  

 

F: Warum ist meine Mutter Analphabetin?  

A: Weil sie in ihrem letzten Leben den Buddhadharma studiert hat, aber ihn nicht denen, die sie danach gefragt haben, weiterlehren wollte.  

 

F: Ich hab in letzter Zeit viel geträumt. In diesen Träumen besitze ich fantastische übernatürliche Kräfte, die ich dafür einsetze, sichtbare und unsichtbare Wesen zu töten.  

A: Du besitzt eine starke Tendenz zu töten; du solltest besser gründlich Buβe tun.  

 

F: Warum werden manche Babies als siamesische Zwillinge geboren?  

A: Sie waren so eng miteinander verbunden, dass sie nicht getrennt voneinander sein konnten! Musst du danach überhaupt noch fragen?  

 

F: Warum musste ich durch so viele bedeutende Probleme und Sorgen?  

A: Probleme und Sorgen treten für Weise auf, wegen ihrer Gelübde; Probleme und Sorgen treten für gewöhnliche Menschen auf, wegen ihres Karmas.  

 

F: Es gibt gutes Karma, ungutes Karma und neutrales Karma. Welche Art von Karma ist neutral?  

A: Es ist weder gut noch ungut oder ein bisschen gut und ein bisschen ungut. Man kann sagen, es ist gut und doch nicht komplett gut, oder man kann sagen es ist ungut und doch nicht komplett ungut. Du magst nicht wissen, ob es gut oder ungut ist, weil du nicht darauf geachtet hast; solch ein Karma ist neutral.  

 

F: Was wiederfährt jemandem, der von einem Dämonen bessesen ist?  

A: Derjenige will keine Sutras rezitieren und am täglichen Lobpreis am Morgen und am Abend teilnehmen.  

 

F: Warum fastet der ehrwürdige Meister heute?  

A: Weil viele Menschen mit Karma beladen sind. Ich werde ihnen den Verdienst meines Fastens übertragen.  

 

F: Wie kann eine Handlung aus Güte, negative Auswirkungen erzeugen?  

A: Ehestifter, Thronräuber, geheuchelte Spender des Buddhismus oder Spender, die vom Buddhismus angewiedert sind, nachdem sie gegeben haben, sind Menschen, dessen Glauben in den Buddhismus verblendet ist. Deshalb erntet ihre Handlung keinerlei Verdienst und Wert.  

 

F: Wenn jeder eine solche Macht durch seine Gelübde hätte, bräuchten wir den Meister nicht mehr zu belästigen.  

A: Richtig, warum hast du nicht diese Art von Macht von deinen Gelübden?  

 

F: Ist es okay für Menschen sich nahe zu kommen und ist es auch okay wenn man seinen Haustieren nahe ist?  

A: Wenn du zu nahe kommst, wirst du in der Zukunft zur selben Lebensform, die die Person oder das Haustier hat, werden.  

 

F: Bitte pumpe etwas Sprit in mich Meister.  

A: Sprit ist zu jeder Zeit und überall erhältlich. Du kannst es umsonst haben.  

 

F: Warum erleben wir gerade so viel Leid?  

A: Wir haben in der Vergangenheit nicht genügend Gutes kultiviert. Das ist der Grund, warum negative Zustände auftreten. Viele Dinge laufen nichto wie wir das gerne hätten.  

 

F: Dinge wie Wirbelstürme, Erdbeben oder Kriege treten auf durch das kollektive Karma der Menschen in diesen speziellen Gebieten. Da diese Leute als Individuen alle das selbe gemacht haben, werden sie kollektiv mit der Vergeltung ihrer vergangenen Handlungen konfrontiert. Angesichts der Tatsache, dass Ursache und Wirkung nicht zu verändern sind, wie können die Gelübde und Gebete des Meisters die karmischen Konsequenzen, die auf die Lebewesen zukommen, denn schwächen? Meister, von woher kommt die Macht deiner Gelübde? Aus dir selbst? Und zu wem betest du?  

A: Ich frage die Buddhas und Bodhisattvas aus allen zehn Richtungen darum, eine bestimmte Situation zu verändern. Obwohl man davon ausgeht, dass sich an fixem Karma nicht rütteln lässt, hat es doch keine festgelegte Definition. [Um genauer zu sein,] sagen wir, „Oh, dieses fixe Karma kann nicht verändert werden!“ Aber woher wissen wir, ob etwas fixes Karma ist oder nicht? Woher wissen wir, ob ein Mörder, der früher meditiert hat, nicht darauf reagieren würde, wenn man nett mit ihm spricht? Woher wissen wir, ob nicht zwei Länder, die kurz davor stehen, gegeneinander einen Krieg zu führen, ihre Waffen niederlegen würden, wenn jemand käme um zwischen den beiden zu vermitteln? Woher wissen wir, ob unser Tumor nicht mehr lebensbedrohlich wäre, wenn ein Arzt uns die Arznei verschriebe, die das Gift auflöste. Da Veränderung möglich ist, können wir nicht behaupten, dass Karma absolut fix ist. Wenn solche Veränderungen unmöglich wären, dann würde kein Patient jemals nach einem Arzt Ausschau halten, ihn zu heilen.  

 

F: Was habe ich in meinem vergangenen Leben gemacht, dass ich in diesem Leben ein solch starkes Temperament bekommen habe?  

A: Du hast in deinen vergangenen Leben eine Menge Menschen getötet. Du hast durch deine eigenen Handlungen des Tötens Karma erzeugt, und auch die Ursachen und Bedingungen des Tötens gesät, indem du andere gelehrt hast wie man tötet. Als ein Ergebnis von so viel Töten in deiner Vergangenheit, hast du unzählige Missgunst und Feindseligkeit geschaffen, was wiederum zu deinem starken Temperament führt, einem groben Auftreten und der Tendenz anderen das Leben nehmen zu wollen.

 

F: Warum sind manche Menschen so selbstsüchtig? Sie machen nur Dinge, um sich selbst zu helfen, aber sie wollen niemand anderem helfen.  

A: Das liegt daran, weil sie in vergangenen Leben gestohlen haben. Diebe stehlen aus Eigennutz. Wenn sie nicht eigennützig und selbstbezogen wären, würden sie nicht von anderen stehlen. Personen, die in früheren Leben von anderen gestohlen haben, sind in diesem Leben sehr selbstsüchtig. Das steht fest.  

 

F: Warum sind manche Menschen so extrem eifersüchtig?  

A: Diejenigen, die viel Karma angehäuft haben in Bezug auf sexuelles Fehlverhalten, sind in ihrem jetzigen Leben extrem eifersüchtig. Ihre Eifersucht ist so extrem, dass sie auf jedwede Tat und Handlung anderer eifersüchtig sind. Das liegt daran, weil sie in der Vergangenheit extrem liederlich und zügellos waren.  

 

F: Warum sind manche Menschen so skeptisch gegenüber allen?  

A: Das liegt daran, weil sie immer lügen und übertreiben. Indem sie solche Ursachen säten, glauben sie an niemanden. Sie haben kein Vertrauen in niemanden, da sie in diesem Leben und in vergangenen Leben unzählige Äonen hindurch Lügen erzählt haben. Infolgedessen glauben sie, dass andere Personen auch lügen und halten das, was andere sagen für unplausibel.  

 

F: Warum sind manche Menschen so extrem verwirrt?  

A: Solche Menschen haben in ihrem vergangenen Leben die Auswirkungen vom Alkoholgenuss gesät, deshalb sind sie in ihrem jetzigen Leben so extrem verwirrt. Sie verstehen überhaupt nichts. Sogar wenn du sie lehren würdest, verstünden sie nichts. Lehre sie einmal und sie verstehen nichts; lehre sie zweimal und sie entsinnen sich nicht.  

 

F: Ich halte es echt nicht aus!  

A: Wenn du es nicht aushälst, kannst du es nicht beenden. Was beendest du? Karmische Hindernisse. Wenn wir unser [negatives] Karma nicht eliminieren, dann lassen wir uns immernoch von Emotionen berühren. Wohin bringt uns das in Bezug auf Geburt und Tod? So wie es heisst: „Wenn unser Karma leicht wäre, wären wir nicht in der Saha Welt geboren worden; wenn wir nicht die Liebe ausschalten, werden wir nicht im Reinen Land wiedergeboren.“. Wenn wir unserem Karma ein Ende bereitet haben und durch die Leere unserer Gefühle hindurchsehen können, dann werden wir wirklich befreit sein und beenden Geburt uns Tod.  

 

F: Warum sieht der Meister speziell auf die Reichen herab?  

A: Weil die Menge von deinem Geld, das Karma representiert, das du angehäuft hast indem du Verstösse begangen hast, die dir nun folgen.  

 

F: Wie genau sind Menschen entstanden? Einige sagen, wir stammen von Affen ab.  

A: Woher stammen dann Affen ab? Wenn Affen in der Vergangenheit fähig waren, sich in Menschen zu entwickeln, warum tun sie es dann heutzutage nicht mehr? Komisch! Diese Idee stammt von Idioten, die versucht haben, eine einzigartige und ungewöhnliche Theorie aufzustellen. Menschen stammen von Affen ab! Warum sagen sie nicht, dass Menschen von Mäusen abstammen?

 

F: Was passiert, wenn wir nicht an Ursache und Wirkung glauben?  

A: Ein Verstoss gegen das Gesetz von Ursache und Wirkung ist wie „ein Ausrutscher der verantwortlich für die Sorgen von tausend Generationen ist“.

Der Spruch heisst: „Wenn wir erst mal unsere menschliche Daseinsform verloren haben, mögen wir sie vielleicht für zehntausend Äonen nicht wieder zurückgewinnen.“. Alles andere mag vielleicht unglaubwürdig sein, aber nicht Ursache und Wirkung. Jemand der das Gesetz von Ursache und Wirkung von sich weist, ist in einer sehr heiklen Situation.

 

F: Wie sind die Höllen geschaffen worden?  

A: Die Höllen haben sich aus dem Karma, das wir geschaffen haben, entwickelt.  

 

F: Warum müssen sich Menschen mit dämonischem Karma auseinander setzten?  

A: Weil sie nicht auf die Anweisungen gehört haben und der Führung von guten Lehrern gefolgt sind. Indem sie die Warnungen von gütigen Lehrern von sich wiesen, fuhren sie damit fort falsche Gedanken einzuladen und haben so böses Karma geschaffen. Demzufolge sind sie in diesem Leben oft von dämonischem Karma umgeben und gefangen. Ihre Wünsche werden nicht erfüllt.  

 

F: Ich hätte wirklich gerne einen Hund als Haustier. Ist das okay?  

A: Du kannst besitzen, was auch immer du gerne in Zukunft werden willst!  

 

F: Menschen werden nicht gleichwertig in diese Welt geboren: manche sind intelligent während andere dumm sind; manche sind reich, während andere arm sind; und manche leben lange, während andere früh sterben. Es gibt so viele Unterschiede in Bezug auf soziale stellungen. Warum?  

A: Weil wir in unsren früheren Leben nicht kultiviert haben. Wie es heisst: „Wir leiden in diesem Leben, weil wir in einem früheren Leben nicht kultiviert haben; wir werden in einem zukünftigen Leben leiden, wenn wir nicht in diesem Leben kultivieren.“  

 

F: Von einem Vorsitzeneden eines technischen College der Buddhist Association: Wie können wir den Leuten beibringen, in Ursache und Wirkung zu glauben?  

A: Indem ihr sicher seid, dass die Leute, die es erklären, wissen wovon sie sprechen.  

 

F: Die materielle Welt ist auch ungerecht. Es gibt luxeriöse Behausungen und fruchtbares Land aber auch verkommene Behausungen und unfruchtbares Land. Es gibt eine Fülle an Kleidung und Essen, während es auf der anderen Seite einen Mangel an Kleidung und Essen gibt. Warum existiert diese Art von Ungleichheit?  

A: Weil wir in der Vergangenheit keinen Segen und keine Weisheit kultiviert haben.  

 

Ehrwürdiger Meister: Die meisten Menschen machen nur kleine Geschäfte und scheitern an den Hauptgewinnen. Warum? Zuallererst haben sie nicht genügend „gute Wurzeln“ für ihr Kapital. Zweitens fehlt es ihnen an „Weisheit“, die durch Erfahrung kommt. Demzufolge, kommt nichts Grosses zustande.Was ist ein Hauptgewinn? Es ist das Geschäft von Geburt und Tod, das des Transzendierens von dem dreifachen Reich.  

 

 

TRÜBSAL

 

F: Ist es nicht gierig, bescheiden zu sein?  

A: Es schmerzt nicht, diese Art von Gier zu haben.  

 

F: Ich fühle mich oft so unwohl, dass ich ruhelos bin, ob ich sitze oder stehe. Was kann ich dagegen tun?  

A: Du solltest das Grosse Mitgefühl Mantra rezitieren und den Namen von Guanshiyin Bodhisattva und erzähle keine Lügen.  

 

F: Wenn die Natur von Bodhi doch aus sich selbst heraus rein und komplett ist, wie kann ein Gedanke aufsteigen, der auf Ignoranz basiert?  

A: Wenn du frei von Ignoranz wärst, dann wärst du nicht hier.  

 

F: Ehrwürdiger Meister, mit deiner Erfahrung und Kultivierung, sage uns bitte: Wie kann ich die Konflikte und Frustrationen, die durch das Zusammentreffen von meinem Geist mit den unterschiedlichsten äusseren Umständen(wie Familie, Arbeit, Kinder, etc.), Gesundheit, Ängsten und verschiedenen Wünschen entstehen, ausgleichen? Kann der Ehrwürdige Meister mir bitte eine anschauliche und passende Erklärung dafür liefern. Bitte nicht mit der traditionellen Holzfällermethode.  

A: Habe einfach keine Gier, Wut und Verblendung, das ist alles!  

 

F: Woher kommt das meiste Leiden?  

A: Von dem Anhaften an Geld, Sex, Ruhm, Essen und Schlaf. Wenn wir uns erst mal von Geld, Sex, Ruhm, Essen und Schlaf lösen können, werden wir sehr entspannt sein. Wir werden uns fühlen, als ob wir auf Wolke sieben schwebten, glücklich und sorgenfrei.    

 

F: Was ist Verblendung?  

A: Verblendung ist, wenn wir nicht fühlen, dass wir verblendet sind. 

 

F: Wie können die Menschen ohne Gier zu benutzen, ihren Besitz steigern ihr Schicksal verbessern? Wie können die Menschen bestehen, wenn nicht durch verblendete Anhaftungen? Wie können Menschen stark werden, wenn nicht durch die Kraft der Wut?  

A: Lass dich nicht verwirren. Uns selbst wieder hochzuziehen, wenn wir unten sind, ist keine Gier; das ist harte Arbeit. Verblendung beinhaltet, wütend zu werden und dumme Sachen anzustellen, wie Lotto zu spielen, Prostitution und Glücksspiele.  

 

F: Wie kultiviere ich energischer und vorankommender?  

A: Durch essen, schlafen und Mahjong spielen.  

 

F: 1. Wie kann ich meine Sorgen und Ängste überwinden? 2. Werde ich in letzter Zeit öfter von Dämonen getestet, weil ich Mantras rezitiere? Werde ich wegen des Dharma gieriger? Wie beruhige ich mich und konzentriere mich auf das Rezitieren von Buddhas Namen?  

A: Wenn du ohne Grund Angst hast, dann kommt das davon, dass du einen Geist in deinem Geist und Herzen hast. 2. Konzentriere dich auf das Rezitieren von Buddhas Namen und esse weniger!  

 

F: Kann der Meister mir bitte eine klarere Definition von ‚Gier’, ‚Wut’ und ‚Verblendung’ geben? Und hat der Meister etwas Gier, Wut und Verblendung?  

A: Warum mischt du dich in das Geschäft anderer ein? Ich habe dir nicht angeordnet, dass du sie nicht haben sollst. Ich habe nur über sie gesprochen. Warum stellst du mich in Frage?  

 

F: Immer wenn ich Sutras rezitiere und den namen Buddhas, fühlt sich mein Körper sehr heiss und aufgebläht an. Sind diese Symptome ein Ergebnis des Wiedererwachens (der bugs????) meiner Selbst-Natur?  

A: Du hast diese Symptome, weil du unentspannt bist. Du würdest dieses Gefühl nicht haben, wenn du nicht nervös und anmassend wärest.  

 

F: In deiner vorherigen Antwort über wie man energischer und fortgeschrittener kultiviert, hast du erwähnt: „...essen, schlafen und Mahjong spielen“. Was hast du damit gemeint? Ich bin zu dumm um die Tiefe dieser Darstellung zu fassen.  

A: Nicht einmal mit deiner grossen Weisheit verstehst du das? Offensichtlich weisst du, das es falsch ist aber trotzdem tust du es. Die meisten Menschen brauchen Essen und Schlaf, aber wenn du das Weltliche transzendieren willst, musst du all diese Dinge loslassen. Ich wage es nicht ein Zen Wortgeplänkel zu nennen, aber wenn du nicht mal meinen Sarkasmus verstehst, was sonst verstehst du dann?  

 

F: Wie werde ich diese Zwickmühle in meinem Kopf los, die sich da schon für so lange befindet?  

A: Hast du gerade eben diese Person gesehen? Er ist voll von Gier, Wut und Verblendung. Er hat Dharma für uns gesprochen, indem er einfach nur anwesend war.  

 

F: Ich bin so dumm! Ich kann meinen eigenen Geist nicht durchdringen. Wenn ich nicht aufpasse, dann schlafe ich während der Meditation ein. Wie kann ich diese zwei Probleme aus dem Weg schaffen?  

A: 1. Es ist nicht einfach ihn zu durchdringen (vor allem in nur zwei oder drei Tagen). 2. Es ist besser zu schlafen, als falschen Gedanken nachzuhängen.  

 

F: Wie können wir das Leiden hinter uns lassen, um Glückseligkeit zu erlangen?  

A: Wir realisieren Erleuchtung inmitten des Leides. Wir müssen leiden um Leiden zu beenden.  

 

F: Müssen wir den Verdienst übertragen, nachdem wir eine Sutra rezitiert haben?  

A: Übertrageung ist eine Anhaftung an Zeichen; Nicht-Übertragung ist auch eine Anhaftung an Zeichen. Jeder mit Anhaftung wird nicht mit dem Buddhadharma in Einklang sein.  

 

F: Wo liegt der Ursprung von Gier, Wut und Verblendung? Kommt es von ungutem Karma aus der Vergangenheit oder dem jetzigen Fehlen von Kultivieren?  

A: Beides davon. Egal wie, es wäre okay, wenn du sie loswerden könntest. Es wäre nutzlos, wenn du sie nicht loswerden könntest, sondern nur nach ihrem Ursprung frägst.  

 

F: Wo kommen unsere Krankheiten her?  

A: Sie kommen von den drei Giften von Gier, Wut und Verblendung.  

 

F: Wo liegt der Ursprung der drei Katastrophen?  

A: Feuer tritt auf, wegen der Gier der Menschen; Überschwemmungen treten auf, wegen ihrer Wut und Stürme treten auf, wegen ihrer Verblendung. Diese drei Gifte erschaffen diese drei Katastrophen.  

 

F: Welches ist der schnellste Weg zur Buddhaschaft? Wie sollen wir lernen? Welches Sutra oder Mantra sollen wir rezitieren? Welchen Dharma sollen wir kultivieren?  

A: Du solltest die Sutra des Nicht-wütend-werdens, Nicht-traurig-werdens und Nicht-andere-Leute-beschimpfens, rezitieren. Du wirst ganz schnell zu einem Buddha mit diesen drei Sutras.  

 

F: Kann ich mich vor der Buddha Statue zu Hause verbeugen, auch wenn sie nicht „geweiht“ wurde?  

A: Ob die Statue „geweiht“ wurde oder nicht, ist nicht das Problem. Was wichtig ist, ist ob du anhaftest oder nicht. Ohne jegliches Anhaften, war die Buddha Statue immer geweiht. Ansonsten ist eine Buddha Statue, die „geweiht“ wurde das selbe, wie eine ungeweihte.  

 

F: Warum verstehen Buddhisten nicht den wahren Dharma, aber laufen stattdessen  psychischen Kräften mit solchem Eifer nach. Warum ist den heutigen Buddhisten eigentlich Geld so wichtig?  

A: Weil die Menschen heutzutage dem Gift des Geldes zum Opfer gefallen sind.  

 

F: Meister, ich habe das Rauchen aufgegeben. Soll ich auch damit aufhören, Fleisch zu essen? Wenn ich das auch aufgebe, dann habe ich all meine Fehler aufgehoben.  

A: Du solltest dir einige bewahren, damit du nicht zu gehen brauchst. Bleib hier! Fahre damit fort, in den Drei Reichen zu leben!  

 

F: Was ist Leiden und was ist Glücklichsein?  

A: Das, wofür wir nicht gewillt sind, ist Leiden und das, wofür wir gewillt sind, ist Glücklich sein. Wenn du weder gewillt bist, noch nicht gewillt, dann ist da weder Leiden noch Glücklichsein.  

 

F: Warum habe ich keine Weisheit erlangt?  

A: Warum reflektierst du nicht und frägst dich selbst: warum habe ich diese drei Gifte in mir nicht vermindert? Warum habe ich mich selbst und andere nicht befreit?  

 

F: Meister, ich weiss offensichtlich, dass ich falsch liege, aber als ich einmal einen bestimmten falschen Gedanken hatte, habe ich meine Energie verloren. Ich habe Angst, dass ich mich nicht bewahren kann.  

A: Der Ursprung des Problems ist deine Selbstsüchtigkeit! Wenn du selbstlos gewesen wärst und dich selbst vergessen hättest zum Wohle des Dharmas , wie könntest du ein ‚Ich’ haben, das eine Situation nicht aushalten kann? Du hättest all das schon lange vergessen.  

 

F: Warum gibt es heutzutage so viele Erdbeben?  

A: Weil die Menschen schlechte Temperamente haben.  

 

F: Warum können wir uns nicht besser kontrollieren und werden anstelle dessen wütend, auch wenn wir wissen, wir sollten nicht?  

A: Warum naschst du, auch wenn man dir gesagt hat nicht zu naschen?  

 

F: Du hast einmal gesagt: „Wir können nicht unsere innewohnende Natur erwecken, weil wir von den beschwerlichen Objekten der fünf Verlangen der Saha Welt angezogen werden.“ Kann der Meister das bitte erklären?  

A: Angezogen zu werden, bedeutet unreine Gedanken zu haben. Wir werden angezogen, wenn wir reich sein wollen; wir werden angezogen, wenn wir berühmt sein wollen; wir werden angezogen, wenn wir dem anderen Geschlecht nachjagen wollen; wir werden angezogen, wenn wir gutes Essen haben wollen. All das sind Unreinheiten. Obwohl unsere innewohnende Natur grundsätzlich rein ist, haben wir sie durch diese Dinge verschmutzt und unsere Weisheit und die Brillanz unsrerer innewohnenden Natur zugedeckt.  

 

F: Wie können wir uns von Wut, die von Ignoranz kommt, befreien?  

A: Man muss die Übung des Paramita von Geduld kultivieren und darf sich nie aufregen. Das ist der Schlüssel: Wir werden weiser, wenn wir uns nicht aufregen.  

 

Ehrwürdiger Meister: Bist du wirklich schüchtern?  

Schüler: Ja.  

Ehrwürdiger Meister: Du bist schüchtern, weil du eine Spur von Selbst hast. Die Vajra Sutra sagt „Wir sollten keine Spur von Selbst haben, Spuren von anderen, Spuren von Lebewesen und Spuren von Lebensspannen.“  

 

F: Wir sollten keinerlei Hass beherbergen, auch wenn es vielleicht gerechtfertigt wäre?  

A: Ja.

 

F: Ist es nicht gut, wenn wir unseren Hass und unsere Wut in angemessener Weise ausdrücken können?  

A: Es wäre prima, wenn du das hinbekommst, so dass es genau richtig ist, aber ich mache mir Sorgen, dass du nicht aufhören kannst, wenn es ‚genau richtig’ ist. Du gehst entweder zu weit oder nicht weit genug, weil dort keine Linie gezogen ist, wo es ‚genau richtig’ ist.  

 

F: Hab weniger Verlangen und sei zufrieden. Wie können wir zufrieden sein mit weniger Verlangen? Wie kann man davon ausgehen dass das wahre Befriedigung gibt?  

A: Ohne Verlangen, wärest du nicht mehr gierig. Frei von Gier, bist du zufrieden! Warum bist du unzufrieden? Das liegt an Gier. Gier ist eine Form von Verlangen.  

 

F: Wie können wir Naturkatastrophen verhindern?  

A: Das würde geschehen, wenn die Menschen einfach nur damit aufhören würden wütend zu werden oder hasserfüllt zu sein.  

 

F: Wie können wir andere trösten, wenn wir selber traurig sind?  

A: Finde die Wurzel dieser Traurigkeit und schmeisse sie fort, so dass du nicht länger traurig bist! Was ist ihre Wurzel? Ihre Wurzel ist unbefriedigtes Verlangen. Darum bist du traurig. Du wärest ganz bestimmt glücklich, wenn dein Verlangen gestillt wäre. Habe kein verlangen und dann gibt es auch kein Problem.  

 

F: Was ist der Unterschied zwischen brauchen und wünschen?  

A: Etwas zu brauchen, setzt vorraus, dass es wirklich gebraucht wird; ein Wunsch ist etwas, ohne das man auch gut auskommt, wenn man es nicht hat.  

 

F: Warum mögen es die Menschen zu sprechen?  

A: Zu viel Gefühle.  

 

F: Unwesentliche Gedanken von Verlangen scheinen sich einfacher ausmerzen zu lassen; aber wie können wir Gedanken von Verlangen ausschalten, die wie riesen Bäume erscheinen?  

A: Verwende etwas mehr Anstrengung und grabe die Wurzeln aus. Nimm eine Säge und säge den Baum nieder.  

 

F: Wie können Laien ihr Verlangen beenden und die Liebe auflösen? Was ist Verlangen? Was ist Liebe?  

A: Wie soll das ein Mönch verstehen, wenn ein Laie es nicht versteht? Ich habe diese Dinge schon vergessen und trotzdem kommt ihr und fragt mich darüber!  

 

F: Warum haben die Menschen die Intention zu verletzen?  

A: Weil sie verblendet sind.  

 

F: Würden wir damit fortfahren zu transmigrate, wenn wir das Kultivieren des Buddhadarmas in diesem Leben einstellen würden?  

A: Niemand kann eine Versicherung dafür abschliessen!  

 

F: Der Wind war in letzter Zeit so stark, dass sogar die Telefonmasten umgeweht wurden. Was geschieht hier?  

A: Du hast dich aufgeregt!  

 

F: 1. Warum stossen wir bei jedem Freundes Picknick auf ein Wirbelsturm? 2.Warum sehe ich so oft und überall Katastrophen und Unglück?  

A: 1. Der Wind kommt, um euch zu zeigen, wie fantastisch ihr seid! 2. Du würdest es nicht sehen, wenn du deine Augen schliessen würdest!  

 

F: Wenn wir schon wissen, dass das was wir in der Vergangenheit gemacht haben, nicht gut war, wie können wir mit den negativen Auswirkungen umgehen? Als Durchschnittsmenschen, wie können wir die unguten Ursachen auflösen, die unsere Eltern erschaffen haben?  

A: Du hast sie nicht erschaffen, also warum willst du sie auflösen?  

 

F: Wie können wir unsere Traurigkeit und Angst mildern?  

A: Warum würdest du ohne Grund traurig sein oder Angst haben? Da muss ein Grund in deinen Gedanken vorliegen.  

 

F: Warum wurde soundso von einem Dämonen besessen?  

A: Weil er gierig nach übernatürlichen Kräften war und nach ihnen gesucht hat, wo auch immer er hingegangen ist.  

 

F: Wie können wir unsere Gewohnheiten des Genusses von Essen und Schlaf überwinden?  

A: Esse nicht! Wenn du nicht isst, schläfst du auch nicht. Wenn du weniger isst, schläfst du weniger. Wenn du mehr isst, schläfst du mehr.  

 

F: Kann der ehrwürdige Meister bitte so freundlich sein und diesen Mönchen retten? Ich weiss nicht, was ich mit ihm machen soll.  

A: Ich bin nicht allmächtig.  

 

F: Wie werden wir unsere Gewohnheiten und Anhaftungen los?  

A: Um mal damit anzufangen, du müsstest sie nicht los werden, wenn du keine hättest! Warum trägst du ständig diese Last mit dir rum?  

 

F: Einem Mönchen wiederfuhren einige Schwierigkeiten während er einmal in Abgeschiedenheit war. Eine negative Energie trat in seinen Körper ein, also wurde er verrückt. Er verlor sein Urteilsvermögen. Etwas hatte Gewalt über ihn, so dass er vergass, den Namen Buddhas zu rezitieren. Ihm ging es elendig, denn er konnte nicht mehr schlafen. Bestimmte Geräusche quälten ihn nachts.  

A: Das geschah, weil er giereig nach spirituellen Kräften war. Was ihm wiederfuhr ist auch ein Teil von Gier, Hass und Verblendung! Er wurde geblendet als ein Ergebnis seiner Gier.  

 

F: Ich weiss, dass ich ein starkes Temperament habe, aber wie kann ich es ändern?  

A: Wenn du verstehen würdest, dass „Fehler anderer einfach die meinen sind“, dann würdest du nicht wütend werden.  

 

F: Wie werden wir unsere schlechte Angewohnheit los, gefrässig nach Essen zu sein, speziell nach gutem Essen?  

A: Du wirst diese Angewohnheit los, indem du nicht isst!  

 

F: Ich kann aufgrund von Stress nicht schlafen. Welche Art negativen Karmas ist das? Wie kann ich es lösen?  

A: Wer hat dir gesagt, du sollst gestresst sein?  

 

F: Warum war Shakyamuni Buddha während seiner Kultivierung dazu in der Lage, Demütigungen zu ertragen, ohne wütend zu werden?  

A: Das liegt daran, weil er nicht an ein Selbst gehaftet war. Unberührt von seinem Ego, empfand er es, als ob jemand Stücke von Leere aus ihm meiselte, als man Körperteile von ihm abhackte.  

 

F: Ich fühle, dass ich extrem an mein Selbst anhafte. Wie kann man wirklich leer von seinem Selbst werden?  

A: Um frei von deinem Selbst zu sein, musst du frei sein von anderen. Wenn es keine anderen gibt, dann ist da automatisch kein Selbst. Kein Selbst, keine anderen, dann soll da kein Lebewesen und keine Lebensdauer sein. Du musst wissen, dass dieses „Ich“ nur ein falsches Label ist. „Menschen“ ist nur ein falsches Label. Lebewesen und Lebensdauer sind alles falsche Labels. Das wahre „Ich“ ist nicht das, es ist die Buddhanatur, die wir ursprünglich hatten. Warum haben wir die Buddhanatur vergessen und erinnern uns nur an das falsche Ego, falsche Label, und falsche Bedeutung der Welt? Wenn du dich wirklich erinnern kannst, dann wird das falsche Selbst ganz automatisch verschwinden. Auch wenn du sehr intelligent bist, wenn du das falsche Ich vergessen kannst, und das wahre findest, dann wirst du wirklich weise sein.  

 

F: Wie können wir das Leiden hinter uns lassen und glücklich werden und wie befreien wir uns aus dem Kreislauf von Geburt und Tod?  

A: Du bist glücklich, wenn du nicht leidest! Du wirst wiedergeboren, wenn du nicht stirbst!  

Lass alles los.

Wenn wir wirklich frei von Wut bleiben können,

Dann haben wir einen unbezahlbaren Edelstein erreicht.

Wenn wir damit aufhören, andere Menschen zu beschuldigen,

dann laufen die Dinge sogar noch besser.

Wenn wir komplett einstellen Turbulenzen zu schaffen,

Wie können unsere Feinde und Schuldner uns finden?

Wenn wir die ganze Zeit nach den Fehlern anderer Menschen zu suchen,

Können wir niemals unser Leiden beenden.

 

F: Warum scheinen wir niemals dazu im Stande zu sein, unsere Ignoranz zu zerschmettern? Warum können wir unsere Beschwerden nicht loswerden? Warum kommt unsere Weisheit nicht zum Vorschein?  

A: Wegen unserer Unersättlichkeit und Zügellosigkeit.  

 

F: Ist ein plötzlischer Tod so, als ob eine Kuh ihr Fell am lebendigen Leib abgezogen bekommt? Ist es genauso schmerzhaft für jemanden der beispielsweise todgeschossen wird?  

A: Der erlittene Schmerz von einem Unfalltod, wie von einem Todesschuss, ist sogar noch unerträglicher. Das Opfer weiss es vielleicht nicht gleich, aber später. Er wird jeden Tag zur selben Zeit den gleichen Schmerz erleiden. Geh und sage ihm, dass er vermeiden sollte, immer das bessere Ende des Handels zu gewinnen und zu denken, dass es nicht viel Schmerz bedeutet auf diese Weise zu sterben. Diese Art des Schmerzes dauert viel länger als ein natürlicher Tod.  

 

F: Aber es ist schwer unser Temperament zu ändern!  

A: Es gibt nicht zweierlei innewohnene Wesensanteile. Temperament ist eine Illusion, geschaffen durch Ignoranz. Werde sie los und werde frei.  

 

F: Mir scheint es, dass es heutzutage viele Horrorfilme über Geister und Dämonen gibt. Je furchteinflössender sie sind, desto mehr Leute geniessen es, sie anzusehn. Ich verstehe diese Art von Mentalität nicht.  

A: Menschen werden von Neugierde gelenkt. Sie verstehen nicht was ein Geist ist und haben noch nie einen gesehen. Sie sehen einen in einem Kinofilm und denken sich, dass es das ist, dass die Geisterwelt wahrscheinlich so aussieht. Sie wollen sich auch in Geister verwandeln: „Lass mich das versuchen, lass mich das ausprobieren. Wenn ich ein Geist werde, dann weiss ich wie ich Leute erschrecken kann.“ Das ist eine Form von Psychose, inder jemand das ungewöhnliche geniesst und einen Hang zum Sonderbaren hat; es hat nichts mit Geistern und Dämonen zu tun, sondern mit falschem Denken.  

 

F: Warum müssen wir Leiden erfahren, das ist ein Verlust?  

A: Wir leiden, weil wir so extrem gierig sind. Durch unsere Gier, können wirnachts nict schlafen und tagsüber nicht essen.  

 

F: Wie können wir unsere schlechten Gewohnheiten ausmerzen?  

A: Schlechte Gewohnheiten loszuwerden, ist wie das Schälen von einer Ananas. Es ist nutzlos nur die Oberfläche wegzuschneiden. Die Dornen der Ananas müssen genauso ausgeschnitten werden.  

 

F: Älterer Meister Laiguo sagte, dass die ernsteste Krankheit Geburt und Tod ist.  

A: Geburt und Tod ist nicht eine ernste Krankheit; nicht befreit zu sein aus dem Kreislauf von Geburt und Tod ist eine ernste Krankheit.  

 

F: Warum gibt es Krankheiten?  

A: Weil die Menschen unglücklich sind. So wie es heisst: „Seit alten Zeiten hatten die Unsterblichen kein anderes Elixir als immer nur glücklich zu sein und niemals traurig.“ Das ist das Geheimnis für einen gesunden Körper und Geist.  

 

F: Warum können wir uns nicht aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreien?  

A: Wegen Ignoranz. Daher ist Ignoranz die ernsteste Krankheit.  

 

F: Warum sind wir nicht frei?  

A: Weil wir uns selbst festgebunden haben mit den Seilen von Anhaftung und falschem Denken, so dass wir uns nicht mehrfrei bewegen können und Befreiung erreichen können.  

 

Ehrwürdiger Meister:Warum haben so viele Menschen falsches Denken darüber, was richtig und was falsch ist?  

Ein Schüler: Weil jeder denkt, dass er oder sie recht hat.  

Ehrwürdiger Meister: Warum sagst du nicht, dass du denkst, du bist im Recht?  

Ein Schüler grübelt: Wann werde ich ein Buddha, Meister?  

Ehrwürdiger Meister: Wann wirst du ehrlich sein und nicht lügen? Das Licht des Buddhas scheint auf alles.  

Ein Schüler: Scheint es auf mich?  

Ehrwürdiger Meister: Es scheint auf dich seit langer Zeit.  

Ein Schüler: Warum weiss ich das dann nicht?  

Ehrwürdiger Meister: Wenn der Geist klar ist, tauchen Reflektionen des Mondes im Teich des Geistes auf; wenn Gedanken rein sind, ist der Himmel wolkenfrei. Wenn dein Geist aussergewöhnlich rein ist, scheint das Licht von Buddha auf dich. Wenn dein Geist unrein ist wie ein Teich voll Schlamm, dann kann das Mondlicht fast nicht durchdringen.  

 

F: Wie können wir verhindern, in einem der vier bösen Schicksalen wiedergeboren zu werden?  

A: Wenn du kein Verlangen danach hast zu kämpfen, wirst du deine Verbindung zu Asuras beenden. Wenn du nicht gierig bist, wirst du deine Verbindung zum Tierreich beenden. Wenn du nicht wütend wirst, hast du alle Verbindungen zum Geisterreich abgetrennt. Wenn du nicht verblendet bist, hast du alle Verbindungen zu den Höllen abgebrochen.  

 

F: Warum sind wir seit all den unzählbaren Äonen so verwirrt?  

A: Weil wir nicht gewissenhaft sind. Wir sind faul und versuchen uns in einem bequemen Bereich zu verstecken.  

 

F: Warum lügen Menschen?

A: Sie lügen, weil sie ihre Stärke zur Schau stellen wollen und ihre Schwäche verstecken. Ist das nicht richtig?  

 

F: Der Buddhismus spricht darüber zu seinem Ursprung zurückzukehren, was bedeutet, dass wir zu dem werden was wir ursprünglich einmal waren. Also, was waren wir denn ursprünglich?  

A: Überhaupt Nichts. Also versuchen wir jetzt zurückzukehren, wo nichts ist. Jedes bisschen Anhaftung ist eine Barriere, die uns daran hindert das Dreifache Reich zu transzendieren.  

 

SEXUELLES VERLANGEN

 

F: „Form ist Leere; Leere ist Form.“ Ich scheine diesen Test nicht zu bestehen. Kann der Meister mir bitte Anweisungen geben?  

A: Wir werden geboren auf Grund von sexuellem Verlangen und wir sterben auf Grund von sexuellem Verlangen. Das ist alles. Wenn du da nicht durchsehen kannst, dann wirst du von Form geboren und von Form sterben.  

 

F: Wie setzen wir der Lust ein Ende, eingeschlossen den Gedanken von Lust?  

A: Es wird enden, wenn du nicht daran denkst! Wie kann es enden, wenn du daran denkst? „Werde dir der Gedanken bewusst, wenn er aufsteigt; er wird verschwinden, sobald du dir darüber bewusst bist.“  

 

F: Der Buddhismus geht über Materialismus und universeller Wahrheit hinaus, trotzdem scheint er sich, bei dem Thema von sexuellem Verlangen zu verzetteln. Warum ist das so?  

A: Kultivierer sollen die Gebote rein halten. Nicht nur auf physischer Ebene, vermeiden sie genauso den Gedanken von Verlangen. Wir sind alle gewöhnliche Menschen, die an diesem Punkt noch keine Buddhaschaft erlangt haben, also wer wagt es zu behaupten, dass er Transzendenz erreicht hat? Müssen wir nicht immernoch essen, uns ankleiden und schlafen? Da wir immernoch essen, uns kleiden und schlafen müssen, was haben wir transzendiert?  

 

F: Gibt es sowas wie tibetanische Tantrische Praktiken für Paare im Buddhadharma?  

A: Warum willst du so viel wissen? Hast du zu viel gegessen?  

 

F: Als Menschen, welches ist die wichtigste Verhaltensregel für uns?  

A: Es ist sexuelles Verlangen loszuwerden. Gebt euch nicht in jungem Alter hin. In der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft, wissen viele Kinder schon im Alter von acht oder neun über Sex Bescheid. Sie werden alle zu Geistern mit kurzem Leben werden, weil ihre knospenden Sprossen abgeschnitten werden, bevor sie physisch und mental reif sind. Schlechte Samen können nicht geerntet werden.

 



[1] Vihara: